Pirelli P Zero Rosso Reifer Rekord
Das Stuttgarter Automobilmagazin hatte, zusammen mit dem eigenen Fernsehformat auto motor und sport TV (VOX), verschiedene deutsche Tuning-Unternehmen zu einem spektakulären Test auf die Teststrecke "Prototipo Nardo" im italienischen Brindisi geladen, die mit ihrer mehr als zwölf Kilometer langen überhöhten Kreisbahn die Voraussetzungen für solche Höchstgeschwindigkeitserprobungen bietet.
Einer der Kandidaten war der mit besagten Pirelli-Reifen P Zero Rosso in der Größe 245/35 ZR 19 rundum bestückte Audi TT "Bimoto" der Firma MTM aus Wettstetten bei München. Unter der eher unauffällig gestylten Karosserie verfügt der Wagen, neben den angepassten Fahrwerks- und Bremskomponenten, wie der Name bereits andeutet, über zwei Motoren. Diese beiden Aggregate mit jeweils 1.8 Liter Hubraum, Turbo-Aufladung und 370 PS arbeiten dabei (unter anderem mit eigenen Flüssigkeitskreisläufen, Getrieben, Antriebssträngen) völlig unabhängig voneinander. Sie werden per Elektronik in Gleichlauf gebracht und treiben je eine Achse an.
Bei den Pirelli-Pneus handelte es sich, anders als bei Rekordfahrten vielfach üblich, um ganz normale Serienreifen, mit "genau der Spezifikation, wie sie jeder unserer Kunden ganz normal im Handel kaufen kann", beteuert Pirelli-Vorstand Guglielmo Fiocchi, verantwortlich für die weltweite Reifenproduktion und Chef der Pirelli Reifenwerke in Breuberg im Odenwald. Nach einer kurzen Einführungsrunde mit immerhin schon gemessenen 358 km/h, anschließender Luftdruckanpassung sowie kleineren aerodynamischen Modifikationen am Fahrzeug stanzte "auto motor und sport"-Tester Otto Hofmayer dann den Rekordwert in den Asphalt.