Porsche-Getriebe: Spät geschaltet - DER SPIEGEL
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Porsche-Getriebe Spät geschaltet

Das stufenlose Automatikgetriebe CVTip wurde zwar maßgeblich von Porsche entwickelt. Doch die Publicity für das System heimsen andere Hersteller ein.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Grund dafür ist ein technisches Problem: Für die Porsche-Sportwagen ist das so genannte CVTip ­ die Abkürzung steht für "Continously Variable Transmission/Tiptronic" ­ noch nicht einsatzbereit. Also vergab Porsche die Lizenz zum stufenlosen Schalten an andere Hersteller. Die pflanzten die modernen Getriebe in Mittelklasse-Fahrzeuge ein - etwa in den Audi A6 oder den Honda HR-V - und ließen sich für die fortschrittliche Technik loben.

Nun allerdings meldet sich Porsche zu Wort. "Alle neuen Systeme dieser innovativen Getriebeart", so die Zuffenhausener in einer Pressemitteilung, "basieren auf einer Porsche-Entwicklung." Porsche besitze mehrere Patente auf die Entwicklung seiner Getriebe-Ingenieure. Immerhin ­ denn so müssen die anderen Autofirmen, die CVT-Getriebe bei ihren Modellen einsetzen, zumindest Lizenzgebühren zahlen.

Der Vorteil der neuen Automatikgetriebe ist, dass sie die Kraft stufenlos vom Motor an die Antriebsachsen übertragen. Damit ist das CVT-Konzept herkömmlichen Schaltgetrieben in den Punkten Schaltkomfort und Schnelligkeit überlegen. Präziser und damit auch spritsparender als ein handgeschaltetes Getriebe arbeitet die neue Automatik ohnehin. Kernstück der CVT-Getriebe ist eine Kette oder ein Schubgliederband, mit dem die Kraft über zwei Kegelräder übertragen wird. Durch den variablen Durchmesser des Kegels kann das Übersetzungsverhältnis dabei stufenlos geändert werden.