Radarfallen: Warnungen aus dem Datennetz - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Radarfallen Warnungen aus dem Datennetz

Gegen plötzliches Blitzlicht vom Straßenrand hilft Autofahrern nur peinlich genaue Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen - oder gründliche Vorbereitung per Internet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Website Radarfalle.de  will dabei Hilfestellung geben: Nach und nach sollen hier alle Radarfallen Deutschlands aufgelistet werden. Nach den Angaben auf der Homepage geht es den Machern dabei nicht darum, verantwortungsloses Rasen zu unterstützen. Man wolle lediglich dem "Abkassieren vieler kleiner Kommunen und Städte" ein Ende bereiten.

Erfasst werden auf der Website nicht nur die stationären "Starenkästen", sondern teilweise auch die Einsatzbereiche mobiler Radaranlagen. Die Nutzer können dabei etwa zu jedem Bundesland eine nach Orten sortierte Liste abrufen, in der der genaue Standort der Anlagen genannt wird. Auch die Art des möglichen Verstoßes - Geschwindigkeitsüberschreitung oder Rotlicht-Fahrt an einer Ampel - wird angegeben.

Außerdem kann ein ähnliches Verzeichnis auch für die Autobahnen eingesehen werden. Dieses warnt für bestimmte Abschnitte auch vor Messwagen der Polizei. Sie machen sogar den überwiegenden Teil der aufgeführten Radarfallen aus: So sind für die A7 von Flensburg nach Füssen 13 Radarfallen verzeichnet, darunter nur eine stationäre.

Als weiteren Service bietet Radarfalle.de unter anderem ein Verzeichnis von Autobahn-Baustellen, Staumeldungen, einen Routenplaner und eine Liste mit Radiosendern, die Hinweise zu Radarfallen durchgeben. Allerdings sollte sich niemand auf die Vollständigkeit des Webangebots verlassen: Für Frankfurt am Main beispielsweise ist nicht eine einzige der zahlreichen Blitzanlagen verzeichnet.