Reifen-Zukunft Ruf doch mal an!
Nokian will zunächst Reifen anbieten, in die ein Chip mit Sensoren installiert ist. Im Falle einer Druckveränderung im Reifen oder einer relevanten Temperaturveränderung geschieht folgendes: Der Chip, sagen wir der des rechten Vorderreifens, meldet sich auf dem Mobiltelefon des Autofahrers und meldet die Störung.
Die Technik funktioniere, so versichern die Finnen, ohne jegliche technische Veränderung am Fahrzeug. Die einzige Bedingung für das Funktionieren der "smart tyres" ist ein Mobiltelefon mit der sogenannten Bluetooth-Technologie, das die Nachricht der Chips empfangen kann.
In einer zweiten Ausbaustufe dieser Reifen sollen zusätzlich die Parameter Verschleiß, Aquaplaning und Gripverlust kontrolliert werden. Dann wird der Fahrer beispielsweise auch bei deutlichem Profilverlust oder vor glatten Fahrbahnen per Anruf gewarnt.
Darüber hinaus melden sich die künftigen Reifen mit dem Chip auch dann selbständig bei ihrem Besitzer, wenn sie von einem Unbefugten abmontiert werden.
Der Reifenhersteller Nokian gehörte bis vor sechs Jahren zum Nokia-Konzern, das Telekommunikations-Unternehmen hält heute noch 30 Prozent an dem Pneu-Produzenten, der pro Jahr rund fünf Millionen Reifen fabriziert. Die Finnen gelten als Spezialisten für Winterreifen, ihr derzeitiges Topmodell trägt den für deutsche Zungen verzwickten Namen Hakkapeliitta Q.