Richtig fahren Die sieben Todsünden
1. Korrekter Luftdruck
Der richtige, vom Pkw-Hersteller für die jeweilige Situation empfohlene Luftdruck sollte regelmäßig kontrolliert werden. Korrekt befüllte Reifen bieten optimalen Fahrbahnkontakt und haben den geringsten Verschleiß.
2. Beschädigung durch Bordsteinkanten
Durch unachtsames Fahren über Bordsteine oder durch Schlaglöcher können
Schäden am Reifen entstehen, die zunächst nicht sichtbar sind. Wenn es
nötig ist, einen Bordstein zu überfahren, dann möglichst langsam
(Zeitlupentempo) und möglichst im rechten Winkel. Reifenflanken sind
äußerst empfindlich. Wenn sie zwischen Hindernissen und der Felge
gequetscht werden, besteht die Gefahr von Beschädigungen der Karkasse,
des stabilisierenden Reifen-Unterbaus.
3. Beschädigung durch Fremdkörper
Ein Schnitt in der Gummihaut oder eine Beschädigung durch einen
eingefahrenen Fremdkörper mag noch so harmlos erscheinen - in jedem Falle ist Vorsicht geboten. Bereits das Eindringen eines Nagels in die
Lauffläche führt bei schlauchlosen Reifen zu einem schleichenden
Druckverlust. Vor allem aber kann Feuchtigkeit bis zum Stahlgürtel des
Reifens vordringen und dort zur Korrosion führen. Beschädigungen wie
Risse, Schnitte oder Beulen sollen besonders bei Reifen mit den
Geschwindigkeitsindex H, V, W, Y oder ZR sehr ernst genommen werden, da
diese Pneus sehr ohen Belastungen ausgesetzt sind.
4. Beschädigung durch Hochdruckreiniger
Viele Autofahrer wissen es nicht, doch Hochdruck-Reinigungsgeräte zur
Fahrzeugwäsche können für Reifen schädlich sein. Beim Reinigen des Autos
oder des Unterbodens mit einer Flachstrahldüse oder gar mit einem so
genannten Dreckfräser sollte unbedingt ein Mindestabstand zwischen
Wasserdüse und Reifen von 20 Zentimetern eingehalten werden. Es
empfiehlt sich zudem grundsätzlich, den Wasserstrahl nur im spitzen
Winkel auf den Reifen auftreffen zu lassen.
5. Beschädigung durch Öl oder Kraftstoff
Reifengummi, der fortdauernd den Einflüssen von Öl oder Kraftstoff
ausgesetzt ist, verändert seine Eigenschaften. Entweder wird die
Gummimischung brüchig und wasserdurchlässig, oder sie wird weich und
löst sich auf. In jedem Falle sollten Reifen vor dem Kontakt mit Sprit
und Öl verschont werden.
6. Beschädigung durch Überladung
Die empfohlenen Reifen für ein Auto sind auf das zulässige Gesamtgewicht
des Fahrzeugs abgestimmt. Extreme Überladung, die über das zulässige
Gesamtgewicht hinausgehen, können deshalb die Pneus schädigen. Besonders
gefährlich wird es dann, wenn neben der Überladung weitere
Risikofaktoren wie etwa der falsche Luftdruck oder eine hohe
Außentemperatur hinzu kommen. Neben eventuellen Schäden im Reifenaufbau
tritt in solchen Fällen übermäßiger Verschleiß des Reifens auf.
7. Beschädigung durch Vollbremsung
Bei Vollbremsungen aus hoher Geschwindigkeit kann ein so genannter
Bremsplatten entstehen. Blockiert ein Rad, radiert der Reifen regelrecht
über die Fahrbahn. Das Profil wird unter starker Hitzeentwicklung
abgerieben. Häufig ist der Reifen danach so unrund, dass er ausgetauscht
werden muss. Zu schweren Reifenschäden kann es auch bei heftigen
Bremsmanövern auf losem Untergrund wie etwa Schotter kommen.