Sachs-Startergenerator: Durch Anlasser Sprit sparen - DER SPIEGEL
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Sachs-Startergenerator Durch Anlasser Sprit sparen

Spriteinsparungen "von mindestens 20 Millionen Liter pro Jahr allein in Deutschland" stellt der Automobilzulieferer ZF Sachs in Aussicht. Vorausgesetzt, jeder Autohersteller baut künftig deren neuen Kurbelwellen-Startergenerator "DynaStart" ein.
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Für ein einzelnes Fahrzeug verspricht Sachs Kraftstoffeinsparungen von bis zu zehn Prozent. Dies werde durch die Kombination von Bremsenergierückgewinnung mit Start/Stopp- und Booster-Funktion des neuen DynaStart-Anlassers ermöglicht, sagt Martin Sattler, Leiter Entwickler und Produktion Elektrische Antriebssysteme des Schweinfurter Unternehmens.

Das neuartige Hightech-System, das die Funktionen von Anlasser und Lichtmaschine in einer Elektromotor/Generator-Einheit bündelt, sitzt zwischen Verbrennungsmotor und Getriebe und ist direkt mit der Kurbelwelle verbunden. Beim Beschleunigen arbeitet es wie ein Elektromotor und entwickelt, je nach Motorgröße und -typ, drei bis zehn Kilowatt zusätzlich.

Otto- und Dieseltriebwerke jedweder Größe kommen damit binnen 0,2 Sekunden auf Leerlaufdrehzahl - ohne die üblichen Startvibrationen und -emissionen. Auch das "Abwürgen" des Motors soll damit ausgeschlossen sein: Droht die Drehzahl beim Anfahren unter ein bestimmtes Niveau zu fallen, hilft DynaStart den Verbrennungsmotor automatisch auf die Sprünge.

Entwickelt wurde das System ursprünglich als Antwort auf den stetig steigenden Strombedarf neuer Autos. So produziert das Sachs-System genug Leistung für zukünftige 42-Volt-Bordsysteme. Weil es aber auch mit den derzeit gängigen 12-Volt-Bordnetzen kompatibel ist, lässt es sich schon jetzt in aktuelle Fahrzeuge integrieren.

Die ersten hausinternen Tests bei Sachs liefen erfolgreich. Jetzt gehen die ersten 1000 DynaStart-Einheiten zwecks weiterer Praxiserprobung an die Autohersteller. Auf Grund der üblichen Modellzyklen erwartet der Schweinfurter Zulieferer, dass Serienfahrzeuge mit DynaStart ab 2004 auf den Markt kommen werden.