Schocktherapie: Teurer Sprit bremst Lust am Auto - DER SPIEGEL
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Schocktherapie Teurer Sprit bremst Lust am Auto

Die Deutschen lassen ihr Auto öfter stehen. Wegen der hohen Benzinpreise hat sich die durchschnittliche Fahrleistung der Pkw verringert. Außerdem werden trotz Feinstaubdiskussion Diesel-Autos beliebter.
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Berlin – Jede Tankrechnung ist wieder ein Schock: Und tatsächlich sind die Deutschen im letzten Jahr weniger Auto gefahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine in Berlin veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach fuhr ein Pkw in Deutschland im vergangenen Jahr durchschnittlich 12.660 Kilometer und damit drei Prozent weniger als im Jahr zuvor. Lkw wurden dagegen genauso viel gefahren wie 2004, trotz der Maut.

Auf die hohen Benzinpreise reagieren viele Autofahrer der Studie zufolge vor allem damit, dass sie auf alternative Kraftstoffe und Diesel ausweichen oder im Ausland billiger tanken. So ist der Absatz von Bio-Diesel um zwei Drittel und damit weiter kräftig gestiegen. Außerdem nahm trotz der Feinstaubdebatte die Zahl der Dieselfahrzeuge um neun Prozent zu. Mehr als jeder fünfte Pkw in Deutschland (21 Prozent) hat inzwischen einen Dieselmotor.

Zugleich ging der Verbrauch und Inlandsabsatz von Benzin um sechs Prozent zurück. Insgesamt sank der Kraftstoffverbrauch im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent gegenüber 2004. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch der Pkw sei allerdings nur geringfügig um weniger als ein Prozent gesunken.

abl/ddp/AFP

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