Schweißnaht defekt Rückrufaktion für 500 Smart
Hamburg - Ein Zulieferer habe MCC informiert, dass bei einer Gelenkwelle der Lenkanlage die Schweißnaht reißen könnte und es dadurch auch zu einem Bruch kommen könne, sagte ein Sprecher der DaimlerChrysler-Tochter MCC (Micro Compact Car) und bestätigte damit einen Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD). Bei einem solchen Bruch in der Lenkung wäre das Auto nicht mehr zu kontrollieren. Die betroffenen Autos sollen auf keinen Fall mehr gefahren werden. Bisher ist laut MCC kein Unfall bekannt.
Insgesamt wurden 3900 Smart mit Lenkungen ausgeliefert, bei denen es zu Rissen oder Brüchen einer Welle kommen kann. Da es sich um eine erst kürzlich produzierte Serie handelt, seien von den 3900 weltweit erst 500 an Kunden ausgeliefert worden. Die restlichen Autos stehen größtenteils noch bei den Smart-Centern. Sie werden dort untersucht und gegebenenfalls nachgebessert. Die Lenkung des Smart wird von Siemens-VDO geliefert.
Der Rückruf des Smart ist kein Einzelfall in der Branche. Im vergangenen Jahr registrierte das Kraftfahrtbundesamt 113 Rückrufaktionen. Das sind doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. In den meisten Fällen sind, wie auch im aktuellen Fall des Smart, fehlerhafte Teile von Zulieferern für die Rückrufe verantwortlich. Branchenkenner führen diese Entwicklung unter anderem auf den hohen Preisdruck zurück, unter dem die Zulieferunternehmen stehen: Zu den Niedrigpreisen sei die geforderte Qualität kaum lieferbar, berichtet die FTD.