Starthilfe Funkenflug
"Ein Auto, das nicht fährt, das ist sein Geld nicht wert." So lautet eine Zeile aus dem Lied "Der Anlasserjodler" von Fredl Fesl. Und im Refrain des Liedes sorgte ein gedehntes Äuiäuiäui als lautmalerische Umschreibung eines durchdrehenden Anlassers stets für Heiterkeit beim Publikum.
Wer nach einer kalten Nacht hinterm Lenkrad sitzt und dieses Geräusch hört, dem ist meist weniger lustig zumute. Denn wenn sich der Wagen auf Grund einer schwächelnden Batterie nicht mehr starten lässt, hilft kein Jodeln, sondern nur ein Überbrückungskabel und ein hilfsbereiter Autofahrer, dessen Wagen bereits läuft.
Damit die Starthilfe problemlos funktioniert, hat der ADAC sieben
Ratschläge herausgegeben:
1. Zündung und sämtliche Stromverbraucher im Auto (Heizung, Gebläse,
Scheibenwischer, Radio) ausschalten.
2. Das rote Starthilfekabel zunächst an den Pluspol der entladenen
Batterie, dann das andere Ende des roten Kabels an den Pluspol der
Spenderbatterie klemmen.
3. Das schwarze Kabel an den Minuspol der Spenderbatterie klemmen. Das
freie Ende mit einem Massepunkt des Pannenautos verbinden - zum Beispiel
an einem Metallteil im Motorraum oder dem Motorblock selbst. Das Kabel
nicht an den Minuspol der entladenen Batterie anschließen, denn mitunter
austretendes Knallgas könnte sich durch Funken entzünden.
4. Darauf achten, dass keines der Kabel in der Nähe des Kühlerventilators
herumbaumelt.
5. Motor des Spenderfahrzeugs starten.
6. Pannenfahrzeug anlassen und den Motor laufen lassen.
7. Vor dem Abklemmen - zuerst das schwarze Minuskabel am
liegengebliebenen Fahrzeug abnehmen - einen großen Stromverbraucher
(z.B. heizbare Heckscheibe oder Scheinwerfer) einschalten, um
Spannungsspitzen in der Bordelektrik zu vermeiden.
Nach der Starthilfe lädt sich die zuvor entladene Batterie nur bei
längeren Fahrten wieder voll auf. Falls die Fahrtstrecke nur kurz ist,
empfiehlt sich das Nachladen der Batterie mit einem Ladegerät.