Telefonieren im Auto: Freie Rede - DER SPIEGEL
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Telefonieren im Auto Freie Rede

Ab Februar müssen Quasselstrippen endgültig umdenken. Autofahrer dürfen während der Fahrt nicht mehr mit dem Mobiltelefon telefonieren. Es sei denn per Freisprecheinrichtung.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Da stellt sich die Frage: Welche Freisprecheinrichtung ist die Richtige? Der ADAC hat jetzt den Markt der Freisprechanlagen zum Nachrüsten durchforstet und einige Ratschläge zusammengestellt, um die richtige Entscheidung treffen zu können.

Generell sollten sich Freisprechanlagen-Interessierte zunächst zwischen drei verschiedenen System entscheiden: Head-Sets, die auf dem Kopf oder am Ohr getragen werden (Preise zwischen 30 und 160 Mark), so genannte Plug-and-Play-Geräte zum einfachen Einbau und mit direktem Anschluss an den Zigarettenanzünder (zirka 50 bis 270 Mark) sowie Einrichtungen zum Festeinbau (etwa 240 bis 650 Mark, zuzüglich drei bis sechs Stunden Einbauzeit).

Einige Hersteller wie Siemens (GPServicePilot) bieten "intelligente" Freisprecheinrichtungen mit elektronischem Ortungssystem an (rund 700 Mark plus Einbau), mit denen zusätzlich die ADAC-Pannenhilfe sowie Infodienste auf Knopfdruck erreichbar sind. Die Möglichkeit zur satellitengestützten Fahrzeugortung sorgt dabei für schnelle und zielgenaue Hilfe.

Head-Sets sind zwar gesetzlich als Freisprechanlagen anerkannt, werden von Experten jedoch nur als bedingt autotauglich bewertet. Die Gründe dafür sind oft mangelhafter Tragekomfort, nicht mitgelieferte Handy-Halterungen, zu kurze Anschlusskabel und fehlende Anschlüsse für eine externe Antenne.

Besser geeignet sind Festeinbau-Anlagen oder zumindest eine Plug-and-Play-Anlage. Bei aller Modellvielfalt sollten Autofahrer beim Kauf auf die Mindestausstattung achten. Dazu gehören die Prüfzeichen CE, ein externer Antennenanschluss, eine stabile Halterung für das Mobiltelefon, eine so genannte Vollduplex-Funktion (beide Gesprächspartner können gleichzeitig sprechen), automatische Rufannahme und Radiostummschaltung, Timer für die Abschaltautomatik, Akkuladefunktion mit Überladeschutz, Umrüstbarkeit auf andere Handytypen und optional Spracheingabe.

Auch die beste Anlage muss sicher eingebaut sein, am besten von einem Fachbetrieb. Der muss dafür sorgen, dass alle Bedienteile in Reichweite und im Sichtfeld des Fahrers liegen, aber außerhalb des Airbag-Wirkungsbereiches.