Teurer Sprit Bremer tanken am günstigsten
München - Angesichts des bevorstehenden Osterreiseverkehrs und des möglichen Preisanstiegs direkt vor den Feiertagen rät der Autoclub ADAC den Autofahrern, die derzeit etwas nachgebenden Spritpreise zu nutzen. Vergleichsweise günstig seien die Preise für Benzin und Diesel gegenwärtig in Bremen, teilte der ADAC am Dienstag in München mit. Wer in Kiel oder in Erfurt tanke, müsse dagegen um bis zu sieben Cent mehr je Liter bezahlen, habe der jüngste Vergleich der Kraftstoffpreise an Markentankstellen in 20 deutschen Städten ergeben.
Laut ADAC führt bei Superbenzin Bremen die Städtetabelle bei den günstigen Preisen mit 1,284 Euro je Liter an, dicht gefolgt von Nürnberg, wo Super 0,2 Cent teurer ist. Am tiefsten in die Tasche greifen müssen die Autofahrer in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt - hier kostet Super 1,339 Euro - und im nur ein Cent günstigeren Kiel.
Auch bei Diesel sind die Bremer Autofahrer derzeit obenauf. Sie zahlen durchschnittlich 1,089 Euro je Liter, wie der Vergleich ergab. Nur 0,8 Cent teurer ist Diesel im zweitplatzierten Freiburg. Anders als beim Ottokraftstoff haben Erfurt und Kiel die Plätze 19 und 20 beim Diesel getauscht. In Erfurt kostet der Selbstzünderkraftstoff 1,149 Euro, in Kiel 1,159 Euro.
Der ACE Auto Club Europa empfiehlt Urlaubern, die über das Osterwochenende eine Reise über die deutschen Grenzen hinaus planen, nicht gleich vom Start weg mit vollem Tank zu fahren. In den Zielländern seien die Kraftstoffpreise mitunter deutlich niedriger, beispielsweise in Österreich, wo dann relativ günstig nachgetankt werden könne.
Dort koste der Liter Normal, Super oder Diesel um bis zu 30 Cent weniger als in Deutschland, teilte der ACE in Stuttgart mit. Um rund vier Cent pro Liter über dem Durchschnitt liegen den Angaben des Clubs zufolge derzeit die Preise an den deutschen Autobahntankstellen.
Noch unter den Rekordpreisen im September
Im bundesweiten Durchschnitt muss der Autofahrer an Markentankstellen rund 1,32 Euro für Superbenzin und 1,14 Euro für Diesel bezahlen. Das entspricht ungefähr dem Preisniveau vom vergangenen Oktober und liegt noch deutlich unter den Rekordständen des vergangenen Jahres, die nach dem Hurrikan "Katrina" in den USA Anfang September erreicht wurden.
"Die regionalen Preisunterschiede sind inzwischen wieder wesentlich ausgeprägter als in den vergangenen Monaten", heißt es in der Mitteilung des ADAC. Die Tankstellenfirmen sehen solche Preisunterschiede als Ausdruck des Wettbewerbs auf dem Benzinmarkt, der regional zu unterschiedlichen Ergebnissen führe.
Laut ADAC waren die Preise für Super und Diesel pünktlich zum Beginn der Osterreisewelle am vergangenen Wochenende um vier Cent je Liter gestiegen. Der ADAC hatte den Mineralölunternehmen in diesem Zusammenhang vorgeworfen, immer dann die Preisschraube kräftig nach oben zu drehen, wenn mit starkem Autoreiseverkehr zu rechnen ist.
abl/ddp/dpa