Volvo: Kameras sichern toten Winkel - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Volvo Kameras sichern toten Winkel

Klein und fein ist der Sensor, den Volvo demnächst in seine Ausstattungsliste aufnimmt: Digitalkameras in den Außenspiegeln überwachen den toten Winkel. Droht eine Kollision mit einem Objekt in dem schlecht einsehbaren Bereich, warnt ein rotes Licht den Fahrer.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mainz - Noch in diesem Jahr bietet Volvo nach eigenen Angaben als erster Pkw-Hersteller der Welt sein so genanntes Blind Spot Information System (Blis)an. Wie der schwedische Automobilhersteller in Mainzmitteilte, wird dieses System ab Dezember für die Baureihen S60, V70,X70 sowie in S80 und XC90 gegen einen Aufpreis von etwa 600Euro lieferbar sein. Erstmals hatte Volvo diese Technologie 2001 in dem "Safety Concept Car" (SCC) gezeigt.Blis warnt vor Objekten im toten Winkel. Der schlecht einsehbare Bereich schräg hinter demAuto führt immer wieder zu schweren Unfällen. Bei Lkw könne das Sehfeld des Fahrers bis zu 38 Prozent eingeschränkt sein, teilt der Deutsche Verkehrsrat mit, dort könnten ganze Schulklassen verschwinden und für den Fahrer nicht erkennbar sein. Volvo beobachtet mit zwei in den Außenspiegeln integrierten digitalen Kameras, die eine große Anzahl an Aufnahmen pro Sekunde macht, diesen "blinden Fleck".Das System vergleicht die Aufnahmen und registriert so, wenn ein Objekt in den 9,5 Meter langen und drei Meter breiten überwachten Bereich gelangt. Nähert sich dort ein anderes ein Pkw, Lkw oder Motorrad, weist eine rote Kontrolllampe in der Tür auf die drohende Kollision hin. Das System arbeitet laut Volvo bei Tag und Nacht, es reagiert nicht auf parkende Fahrzeuge, Fahrbahnbegrenzungen oder andere statische Objekte. Bei extremschlechter Sicht etwa bei Nebel oder Schneetreiben schaltet Blis allerdings automatisch ab.