Wartung Frühjahrsputz fürs Auto
München - Um dauerhafte Schäden zu vermeiden, sollten auch kleinere Lackschäden sofort behoben werden. Der Münchner Automobilclub Kraftfahrer-Schutz empfiehlt, verbeulte oder beschädigte Reifen umgehend auszutauschen; ebenso Scheibenwischer, die nach dem Winter Schlieren ziehen.
Starte der Motor nur mühsam, sei unter Umständen eine neue Batterie fällig. Das Einfetten der Batteriepole empfiehlt sich bei älteren Fahrzeugen. Eine Motorwäsche, bei der mittels Pressluft Wasserablagerungen auch aus den kleinsten Ritzen herausgepustet werden, darf aus Umweltschutzgründen nur bei Tankstellen und Werkstätten durchgeführt werden. Salze und Ablagerungen, die sich in den Wintermonaten am Unterboden festsetzen, werden mit einer Unterbodenwäsche beseitigt. Nach Angaben des ADAC genügt allerdings eine gründliche Reinigung im Frühjahr für das ganze Jahr.
Beim Reinigen des Innenraums sollten immer die Fußmatten herausgenommen werden. Hier könne sich Feuchtigkeit sammeln. Bei dauerhafter Nässe sind Korrosionen am Bodenblech nicht ausgeschlossen. Vor allem in Raucherautos rät der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz dazu, die Scheiben auch von innen mit Glasreiniger zu säubern. So werden festsitzende Beläge vermieden.
Autowaschanlagen auf dem Prüfstand
Der ADAC hat Autowaschanlagen unter die Lupe genommen. Geprüft wurden die drei gängigen Reinigungssysteme mit PE-Bürsten, Textilmaterial und Schaumstoff. Alle drei Systeme erhielten eine gute Burteilung in punkto Waschleistung. Allerdings können gröbere Schmutzpartikel in der Waschstraße wie Schmirgelpapier wirken, ergab der ADAC-Test. Bei sehr starker Verschmutzung sollte das Auto deshalb unbedingt mit einem Dampfstrahler vorgereinigt werden und Waschprogramme grundsätzlich eine Vorwäsche beinhalten.
Bei der Lackbeanspruchung gab es deutliche Unterschiede. Waschstraßen, die mit Schaumstoffmaterial arbeiten, erzielten die besten Ergebnisse. Auf der glatten festen Oberfläche des Schaumstoffs können sich keine Schmutzpartikel festsetzen, deshalb blieb der Lack der Testwagen unversehrt. Ein weiterer Vorteil gegenüber PE-Bürsten und Textilmaterial: Schaumstoff hinterlässt keinen Abrieb und keine Rückstände auf dem Lack. Autowaschanlagen, die mit Textilmaterial arbeiten, erzielten das zweitbeste Testergebnis. Manko: Bei starker Verschmutzung können sich kleine Schmutzteilchen im Textilgewebe festsetzen. Deshalb seien kleine Lackkratzer nicht ganz auszuschließen. Die viel verbreiteten PE-Bürsten beurteilte der ADAC am kritischsten. Diese können besonders auf dunklem Lack Rückstände hinterlassen und ihn stumpf und zerkratzt aussehen lassen.