Winterreifen: Euro im Profil - DER SPIEGEL
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Winterreifen Euro im Profil

Wird's draußen kalt und frostig, wird dem Reifenhändler warm ums Herz. Dann stehen die Autofahrer Schlange, um ihr "Heiligs Blechle" für den Winter neu besohlen zu lassen. Wer gebrauchte Winterpneus oder die Schlappen aus der vorigen Saison aufzieht, sollte auf Alter und Zustand achten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Reifen altern durch Witterungseinflüsse und Lagerung. Zwar werden alle Pneus mit bestimmten Substanzen gefertigt, die sie vor der Alterung schützen sollen. Doch diese Mitteln diffundieren im Laufe der Zeit an die Reifenoberfläche. Dieser Prozess wird durch die Lagerung der Reifen in der warmen Jahreszeit verstärkt, da die auf fabrikneuen Reifen aufgetragene Schutzwachse durch den Gebrauch der Reifen abgefahren sind.

Folge: Winterreifen verlieren nach und nach die für den Einsatz bei niedrigen Temperaturen nötige Flexibilität. Die Bremswege verlängern sich und die Seitenführung lässt nach. Daher sollten die Winterspezialisten nach spätestens vier Wintern durch neue Reifen ersetzt werden.

Besondere Beachtung verdient auch die Profiltiefe. Haben die Reifen weniger als vier Millimeter Restprofil, sollte ebenfalls ein neuer Satz angeschafft werden. "Wenn Winterreifen diese Grenze unterschreiten, geht ihre Haftung auf Schnee und Eis spürbar zurück", erklärt Markus Burgdorf vom Reifenhersteller Continental.

Zur Überprüfung kennt Burgdorf eine einfache Methode. "Wird die Jahreszahl auf einem Mark-Stück noch ganz vom Profil verschluckt, sind mindestens vier Millimeter Profil vorhanden. Zeigt sich die Jahreszahl, sind neue Winterreifen fällig." Das funktioniere auch nach dem 1. Januar 2002: Zeigt sich die goldene Umrandung der 1-Euro-Münze, sind die vier Millimeter Restprofil unterschritten.