Augenblick mal! Was wächst denn da?
Was war denn da los? Der erste Gedanke: Geh zum Friseur! Das Haar wuchert ins Gesicht, es wächst beinahe ins linke Auge, es hängt wirr vom Kinn, es bedeckt die Ohren. Da muss doch mal einer mit der Schere bei! Der zweite Gedanke: Vielleicht trug man das früher so?
Natürlich nicht. Es sei denn, man war Imker wie Earl Kellogg. Der wollte 1954 an einem dieser in den USA so beliebten Bartwettbewerbe teilnehmen, der in seinem Fall anlässlich der Hundertjahrfeier des Floyd Countys in Charles City, Iowa, stattfand. Kellogg hatte allerdings ein Problem: Er hatte keinen Bart. Nur Bienen.
Also schmierte er sich Honig ums Maul und lockte so die Bewohner seiner 54 Bienenstöcke an. Die Immen flogen sofort auf Kellogg und tummelten sich an dessen Kinn, Wangen und um seine Stirn. Ob die perfekte Choreografie in Bartform für den Sieg reichte oder die Wertungsrichter die Flucht ergriffen, ist nicht bekannt.