10 Jahre Columbine-Massaker - DER SPIEGEL
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Columbine-Massaker "Ich hasse die ganze Scheißwelt"

Sie erschossen zwölf Mitschüler, einen Lehrer - dann richteten sie sich selbst: Am 20. April 1999 stürmten Eric Harris und Dylan Klebold die Columbine High School in Colorado und richteten das bis dahin schlimmste Schulmassaker in der Geschichte der USA an. Dabei war die Tat nie als Amoklauf geplant.
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Überwachungsvideo aus der Schule: Eric Harris (l.) und Dylan Klebold während ihres Amoklaufs in der Cafeteria

Foto: Anonymous / AP
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Private Aufnahmen: Eric Harris (l.) and Dylan Klebold untersuchen in einem Video eine abgesägte Schrotflinte. Der Film wurde etwa sechs Wochen aufgenommen bevor sie zwölf ihrer Mitschüler, einen Lehrer und anschließend sich selbst töteten. Der Mythos, die beiden hätten zu einer schwarz gewandeten "Trenchcoat-Mafia" gehört, ist übrigens nicht wahr. Harris und Klebold trugen die Mäntel am Tag ihrer Tat nur, um ihre Waffen darunter zu verstecken.

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"Library Media Center": Am Eingang zur Schulbibliothek der Columbine High School befinden sich auch Wochen nach dem Massaker noch Reste des Polizeiklebebands. Hinter dieser Tür hatten die beiden Täter am furchtbarsten gewütet.

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Tatwaffen in der Vitrine: Bei einer Ausstellung im Februar 2004 werden in Golden, Colorado erstmals die Waffen der beiden Todesschützen gezeigt.

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Schießübung: Eric Harris in einem Video vom März 1999. Wahrscheinlich benutzte er die Waffe auch sechs Wochen später bei dem Massaker an der Columbine High School in Littleton.

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Beweisstücke: Mit dieser Munition töteten Eric Harris and Dylan Klebold am 20. April 1999 13 Menschen in der Columbine Highschool.

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Fünfzehn Kreuze: Eine Woche nach dem Massaker an der Columbine High School stellte ein Schreiner aus Chicago auf einem Hügel bei der Schule diese Kreuze auf - 13 für die Opfer, 2 für die Täter. Aus Protest zerstörte der Vater eines getöteten Schülers das Denkmal - vor den Kameras von CNN.

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Wut und Trauer: Schüler der Columbine High School und Angehörige trafen sich fünf Tage nach dem Massaker zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer. Mit ihren Protesten gegen die lockeren Waffengesetzte in den USA kamen sie jedoch nie gegen die mächtige Waffenlobby an.

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Nach dem Amoklauf: Mitglieder eines Sondereinsatzkommandos der Polizei bei ihrem letzten Kontrollgang in der Columbine High School am 20. April 1999. Als sie am Morgen dieses Tages die Schule erreichten, dachten die Einsatzkräfte noch eine kleine Armee hätte die Schüler in Geiselhaft genommen - dabei waren es nur zwei bewaffnete Schüler. Etwa 90 Minuten nach Beginn ihres Amoklaufs nahmen die beiden sich mit Kopfschüssen das Leben. Doch auch Stunden später befürchtete die Polizei noch, dass sich Komplizen im Gebäude befinden könnten - erst um 16.30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

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Überlebende von Columbine: Eine Mutter hält am Tag des Amoklaufs erleichtert ihre Tochter vor der Columbine High School im Arm.

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Rätselhafte Tat: Der spätere Amokläufer Eric Harris bei Schießübungen mit einer Pistole. Die Motive der beiden Täter sind bis heute nicht geklärt.

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Depressiver Teenager: Dylan Klebold mit einer abgesägten Schrotflinte sechs Wochen vor dem Blutbad, das er und sein Freund Eric Harris in ihrer Schule anrichteten. Klebold war depressiv und nahm deshalb ein Medikament namens Luvox. Dem Hersteller wurde später vorgeworfen das Antidepressivum trüge Mitschuld an dem Amoklauf. Die Umsätze fielen daraufhin so stark, dass das Medikament schließlich vom Markt genommen wurde.

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Gedenkveranstaltung: 70.000 Menschen versammelten sich am 25. April 1999 in Littleton, um der Opfer des Schulmassakers zu gedenken.

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Portrait von Dylan Klebold: Weder er noch der zweite Täter Eric Harris entsprachen dem typischen Profil eines Amokläufers. Sie waren keine stillen Außenseiter, die von ihren Mitschülern gemobbt wurden, sie waren sogar fast beliebt.

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Eric Harris auf seinem Jahrbuchfoto von 1999: In der Literatur über den Amoklauf an der Columbine High School wird er als eiskalter Psychopath mit "einem lächerlichen Überlegenheitskomplex" beschrieben. Auch seine Tagebücher beweisen, dass er mit schweren seelischen Störungen zu kämpfen hatte.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?