Dschungelcamp Ich bin ein Star, ich ess das auf
Erste Staffel (2004) - Schabenbad und "Hackebeil"
Ekligster Moment: "Das kann ich nicht", hatte er vorher noch gesagt. Kurz danach fand sich Daniel Küblböck für 66 Sekunden in einem Glaskasten wieder. Bei ihm: 30.000 Kakerlaken. Der Quengelsänger stellte damit sogar einen Weltrekord auf. Noch nie zuvor hatte ein Mensch so lange in so vielen Schaben gebadet. Der "Kakerlakensarg" hat seit Küblböcks mutigem Einsatz im Dschungelcamp Tradition.
Größter Zickenkrieg: Bis heute erinnern sich viele an Caroline Beil nur als das "Hackebeil" - und das nicht nur weil eine Horde Strauße sie beim Eierstehlen mächtig niederpickte.
Mit Ex-Hochsprung-Star Carlo Thränhardt lästerte die Ex-"Blitz"-Moderatorin auch kräftig über ihre Camp-Kameraden: Susan Stahnke nerve doch nur, mit ihrer "gespielten Dummheit". Und der Daniel? Sei eh "auf dem absteigenden Ast" - und auch nur deshalb im Dschungelcamp. Stellt sich nur die Frage, warum eigentlich Frau Beil im australischen Urwald hockte?
Der Gewinner: Ruhe ausstrahlen, täglich meditieren und abends noch ein Liedchen schmettern - so wurde Costa Cordalis zum König im RTL-Dschungel. Für seine finale Prüfung, für die der Schlagerbarde seinen Lockenkopf in eine Kiste voller Spinnen stecken musste, hatte er einen Trick: "Ich habe mir vorgestellt, dass mich ein schönes Mädchen streichelt", sagte er später zu "Bild".
Heute...
...ist sein Gesicht zwar völlig spinnenfrei, dafür aber deutlich fülliger als noch zu Camp-Zeiten. Zuletzt gastierte der untersetzte Cordalis deshalb bei der Sat.1-Show "Big Stars - Promis specken ab". Die Serie soll in diesem Jahr ausgestrahlt werden.
Zweite Staffel (Herbst 2004) - Horror-Strauße und Busenwunder
Peinlichster Moment: Die Aufgabe war eigentlich klar gestellt. Neun Bausteine gefüllt mit Vogelfutter sollten inmitten eines Straußengeheges zu jeweils drei Türmen aufgebaut werden. Neun Bausteine - drei Türme - fünf Minuten Zeitlimit. So weit, so simpel. Für den Moderator Carsten Spengemann offenbar nicht einfach genug.
Der hievte zwar die mit Leckerlis gespickten Sandeimerchen in die Gehegemitte, baute sie aber zunächst nebeneinander statt übereinander auf. Erst Sekunden vor Schluss bastelte Spengemann doch noch ein Türmchen. Seine Verteidigung: "'Jurassic Park' ist nichts dagegen!"
Größter Zickenkrieg: Bis heute hält Dolly Buster den Rekord für den schnellsten Dschungel-Auszug. Gerade einmal 36 Stunden hielt die Porno-Queen es aus, dann flüchtete sie Dekolleté über Kopf. Grund für Busters schnelles Urwald-Aus war vor allem ein Zickenkrieg mit einer, die es in dieser Staffel noch ziemlich weit bringen sollte.
Die Gewinnerin: Sie lästerte mit und über jeden - und brachte so schließlich auch Busenwunder Dolly Buster zu ihrem Turbo-Auszug: Désirée Nick.
Über Buster ätzte sie: "Die schluckt auch alles runter, was ihr zwischen die Lippen kommt." Die Entertainerin selbst aß sich im Camp unter anderem mit Känguruhoden an Käsefrüchten in die Herzen der Zuschauer.
Heute...
...ist die "Dschungelqueen mit Weltklasse", wie sie die "FAZ" einmal nannte, den RTL-Promisendungen treu geblieben. Zuletzt wurde sie bei "Der VIP Bus - Promis auf Pauschalreise" gesichtet. Für "Bild" verdingte sich die Lästerqueen im vergangenen Jahr außerdem als Dschungel-Kolumnistin. Im März kommt ihr neuestes Ratgeberbuch heraus, Titel: "Neues von der Arschterrasse".
Dritte Staffel (2008) - Hitlergruß und Känguru-Anus
Peinlichster Moment: Es hätte so schön werden können in Staffel drei des Urwald-Unsinns. Kein Zickenkrieg, alle hielten zusammen und hatten sich weitestgehend lieb.
Damit es aber nicht zu langweilig wurde, traf einen der Urwald-Bewohner plötzlich ein Skandal abseits der Dschungelwelt: In einem Video, das vor Show-Beginn gedreht wurde, war Camp-Teilnehmer DJ Tomekk zu sehen, wie er "Deutschland, Deutschland über alles" anstimmte und salutierte - mit Hitlergruß. Für "seinen niveaulosen Humor" entschuldigte sich der Musiker zwar - doch das half auch nichts mehr: RTL schmiss den Daneben-DJ raus.
Der Gewinner: Mnjam, mnjam, mnjam! Erdwürmer statt Pasta, Grashüpfer statt Gummibärchen, gekochter Känguru-Anus statt Schnitzel und Krokodilpenisse statt Hot Dogs. Bei seiner finalen Dschungelprüfung musste Ex-Bro'Sis-Sänger Ross Antony einigen Verführungen widerstehen - und dafür gleich mehrere Gänge Ekelessen tapfer ertragen.
Sein Einsatz lohnte sich: Die Zuschauer kürten ihn überraschend zum "Dschungelkönig". Bis dahin galt Antony eigentlich als Urwald-Weichei.
Heute...
...ist Antony semi-erfolgreicher Showhopper. Nachdem er 2008 den Dschungelthron erklommen hatte, nahm er am "Perfekten Promi Dinner" teil, hatte Gastauftritte bei "Big Brother", Staffel neun, zehn und elf, und durfte unter anderem mit Detlef D! Soost "Popstars"-Juror spielen.
Von seinen eigenen Shows wie "Einmal im Leben - 30 Dinge, die ein Mann tun muss" oder "Ross in tierischer Mission" nahm hingegen kaum jemand Notiz - genau wie von seinem 2013 veröffentlichten Solo-Erstlingsalbum "Meine neue Liebe".
Vierte Staffel (2009) - Würmersaft-Happy-Hour ohne Heuschrecken-Snacks
Ekligster Moment: Um für ihr Team zehn Sterne - und damit zehn Essensrationen - zu erspielen, musste Entertainerin Lorielle London zu Beginn der vierten Staffel eine Ekel-Cocktailrunde nach der nächsten wegziehen. Auf der Karte standen unter anderem Käfersaft, Straußenei-Schnäpse und eine Känguru-Penis-Colada. Schluck!
Größter Zickenkrieg: Sie zankte, zeterte und zickte vor einem Millionenpublikum - am liebsten gegen ihre Camp-Konkurrentin Gundis Zambo. Am Ende verließ DJane und Urwald-Zicke Giulia Siegel, rechts, aber vor ihrer Erzrivalin das Camp. Angeblich weil ihr der Rücken schmerzte. Nach dem ominösen Dschungel-Aus versöhnten sich die beiden Streithennen später erstaunlich unkompliziert bei einem Essen.
Die Gewinnerin: Als Camp-Seniorin blieb Ingrid van Bergen bei den Ekelprüfungen weitgehend verschont - und schaffte es ins Finale. Dort zeigte sie aber schließlich ihre Urwald-Skills - und würgte mit Genuss Heuschrecken und Skorpione hinunter. Für ihren mutigen Einsatz wählten die Zuschauer sie zur "Dschungelqueen". Mit 77 Jahren ist van Bergen die bislang älteste Gewinnerin der Show.
Heute...
...ist van Bergen 82 Jahre alt, hat den Zweiten Weltkrieg, einen mehrjährigen Gefängnisaufenthalt und eben das "Dschungelcamp" überstanden.
Nach ihrer Krönung zu "Ingrid I." war van Bergen als Mutter in der deutsch-österreichischen Arztserie "Doctor's Diary" zu sehen. Ihre Rolle erlag allerdings 2011 dem Serientod. Dem "Stern" sagte die Schauspielerin und Synchronsprecherin vergangenes Jahr, dass sie momentan Kurzgeschichten aus der Sicht von Tieren schreibe. Zuletzt habe sie über einen spanischen Kampfstier und einen Schimpansen im Versuchslabor geschrieben. Dschungel-Spätfolgen?
Hier ist sie am 18. Dezember 2013 in Hürth bei der Aufzeichnung der Fernsehshow "30 Jahre RTL" mit Thomas Gottschalk zu sehen.
Fünfte Staffel (2011) - Stahlmägen und "Dingens"-Kämpfe
Ekligster Moment: Genaugenommen war es nicht bloß ein Moment, dem Jay Khan seinen ehrerbietenden Titel zu verdanken hat. Nacheinander musste der "Mann mit dem eisernen Magen" alles essen, was ihm vorgesetzt wurde. Auf der Speisekarte standen lebende Regenwürmer, Kamelschwanz, Schafsaugen und ein Obstteller mit Kotzfrüchten.
Größter Zickenkrieg: Eine gegen alle. Weil mehrere Kandidaten drohten, sich zu verabschieden, wenn Sarah "Dingens" Knappik bleibt, warf die Blondine kurzerhand freiwillig das Handtuch.
Sie hatte behauptet, Jay Khan ("Mann mit dem eisernen Magen") habe sie für ein abgesprochenes Techtelmechtel gewinnen wollen. Trotz massiven Mobbings hielt sie es elf Tage durch. Und Khan? Hatte tatsächlich eine Camp-Affäre - allerdings nicht mit Knappik, sondern mit Ex-Bro'Sis-Sternchen Indira Weiss.
Der Gewinner: Noch am Anfang als softer Außenseiter verschrien, galt Moderator Peer Kusmagk spätestens nach dem Abgang der beiden Turteltauben Jay und Indira als Titelfavorit.
Über seinen Dschungelaufenthalt philosophierte er später: "Ich kann sagen, dass diese Zeit mein Leben verändert hat." Er habe im Camp mit dem Rauchen aufgehört und angefangen zu meditieren.
Heute...
...kann der Promi alle Ruhe brauchen. Jüngst zeriss ihn die Schauspielerin Katrin Sass vor laufender Kamera für seine Dschungelzeit.
Offenbar verärgert über die Grimme-Preis-Nominierung des Dschungelcamps, beschimpfte sie Kusmagk als Abzocker, der nur wegen seiner Gage von "50.000 Knatter" in das Camp gegangen sei. "Wie blöd muss man sein?", brüllte Sass bei "Markus Lanz". "Ich fresse Schwänze, aber erhobenen Hauptes?" Lachen im Publikum - und auch ein bisschen Applaus.
Sechste Staffel (2012) - Merry Meeräschen-Eingeweide!
Ekligster Moment: Weihnachten war längst vorbei, die Märkte mit ihren Glühwein- und Bratwurstständen abgebaut. Aber in Australien ticken die Uhren scheinbar anders - und so mussten Moderatorin Ramona Leiß und Mentalist Vincent Raven in der sechsten Staffel ein elfgängiges Ekel-Menü auf dem "Dschungel-Weihnachtsmarkt" hinunterwürgen.
Auszug aus der Speisekarte gefällig? Pürierte Kotzfrucht, kandierte Kakerlaken, gekugelte Meeräschen-Eingeweide, zäher Schweine-Anus - und als Krönung: ein bisschen Buschschwein-Sperma. Am Ende gab's neun von elf möglichen Sternen. Hut ab!
Die Gewinnerin: Vielleicht war es ihre Urwald-Erfahrung, die Brigitte Nielsen den entscheidenden Vorteil gegenüber ihren Mitstreitern einbrachte. 2001 war die Schauspielerin nämlich schon einmal zu Gast in einem Dschungelcamp - allerdings in Italien. Vier Jahre später war sie außerdem Kandidatin bei einer britischen "Big Brother"-Promistaffel. Das stählt!
Im deutschen Dschungelcamp hinterließ die Ex von Action-Opa Sylvester Stallone gleich am ersten Tag einen bleibenden Eindruck. Über "Sly" lästerte Nielsen, er sei im Bett "wie ein Rabbit", wie ein Rammler. Und von Anabolika "bekommt man doch Schrumpfhoden, oder?", hakte Ramona Leiß interessiert bei der Schauspielerin nach. Nielsen: "Ja, ja, ja, ja."
Heute...
...liebt Nielsen nach wie vor das Reality-TV. Nicht einmal einen Monat nach ihrem Triumph bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" führte es Nielsen erneut in den australischen Dschungel. Diesmal für die britische Ausgabe der Trashsendung.
Zuletzt zog Nielsen für eine Anti-Pelz-Kampagne der Tierschutzorganisation "Peta" blank. In einem Video sagt sie: "Ihr seht stupid damit aus!"
Siebte Staffel (2013) - Schleimhochzeit und Schlammschlachten
Ekligster Moment: Nur neue Dschungel-Prüfungen! So lautete der Vorsatz für die siebte Staffel. Diese Ansage erwischte Ex-Topmodel-Teilnehmerin Fiona Erdmann und Popsternchen Joey Heindle besonders hart.
Auf ihrer vermeintlich harmlos klingenden - und doch arrangierten - "Dschungel-Hochzeit" mussten die beiden ihre Ringe mit dem Mund aus einem Glaskasten voller Ameisen und Kakerlaken holen. Der Brautschleier war mit Spinnen übersät. Für den Bräutigam tummelten sich im Zylinder Dutzende Mehlwürmer in grünem Schleim. Am Ende wurde es aber doch noch romantisch: Beim Hochzeitskuss musste Joey eine Kakerlake erst 15 Sekunden lang zwischen den Lippen halten und sie dann Mund zu Mund an seine Dschungelbraut übergeben.
Größter Zickenkrieg: Nicht nur bei den romantischsten, sondern auch bei den zickigsten Momenten der Staffel war Fiona in der Regel beteiligt. Mit ihrer Lagerkonkurrentin, dem It-Girl Georgina Fleur, lieferte sie sich eine legendäre Schlammschlacht. So hatte Fionas Freund Georgina in einem Brief als "Sams mit Haarverlängerung" verunglimpft, das es zu "eliminieren" gelte.
Doch auch nach ihrem jeweiligen Camp-Aus (Georgina wurde übrigens tatsächlich zuerst "eliminiert") gaben die beiden nicht Ruhe: Per Facebook warf Georgina ihrer Erzfeindin vor, ihre Schmuckkollektion billig abgekupfert zu haben. Der Bling-Bling-Streit beschäftigte am Ende sogar Anwälte.
Der Gewinner: Große Erfolge verlangen nach großen Worten - große Erfolge im Dschungelcamp können durchaus prosaische Aussprüche hervorrufen.
Nach seiner Kür zum bis dahin jüngsten Urwald-König jedenfalls plätscherte es ungläubig aus dem 19-jährigen Joey Heindle heraus: "Dschungelkönig? Kack die Wand an!"
Heute...
...hat der ehemalige "DSDS"-Teilnehmer einen neuen Job. Für die achte Staffel des Dschungel-Trashs soll Heindle als "Experte" bei "RTL Punkt 12" täglich das Treiben der neuesten B-Promi-Truppe kommentieren. "Kommentieren? Er? Kack die W..."