100 Jahre Turnschuhkult O Sohle mio!
Converse All Star: Das erste Paar Chucks mit dem typischen Gummi-Logo auf dem Knöchel. Mit diesen Schuhen wurde tatsächlich noch Basketball gespielt.
Danke Chuck! Der Basketball-Spieler Chuck Taylor ließ sich einst, um seinen Knöchel während des Spiels zu schützen, ein rundes Stück Gummi an den Turnschuh nähen. Die Schuhproduzenten von Converse dankten ihm für die Idee, indem sie auf jedem ihrer Schuhe sein Autogramm verewigten - bis heute.
Chuck Taylor: Der Legende nach kontaktierte im Jahr 1921 der Basketballspieler Charles "Chuck" Taylor die Firma Converse, um Verbesserungsvorschläge zu machen. Er ließ unter anderem den Converse-Sticker mit seinem Logo auf die Innenseite des Schuhs nähen, um die Knöchel der Spieler zu schützen. Die Firma war ihm dafür so dankbar, dass sie den Schuh nach ihm benannte - Chucks.
Schuhfabrik: Ein zeitgenössisches Bild aus der Converse-Fabrik in ihren Anfangszeiten. Mittlerweile gehört Converse allerdings zu Nike und mit den beschaulichen Produktionbedingungen ist es lange vorbei.
Zum Jagen und Fischen: Das ihre Schuhe nicht nur bequem sondern auch robust sind, zeigte Converse in dieser Werbung zum 50. Geburtstag der Firma.
Einer für alle: Chucks sind in nahezu allen Jugendbewegungen im Trend, auch viele Skater schwören auf die bequemen Treter.
Friedlich vereint: Chucks und ein Nike-High-Heel-Turnschuh stehen nebeneinander im Regal eines New Yorker Schuhgeschäfts. Converse wurde 2003 vom einstigen Rivalen Nike aufgekauft.
Bunt an Bunt: Ein Model der John Bartlett Show zeigt seine Chucks während der Olympus Fashion Week für die Frühjahrssaison 2005 in New York City.
Siebenmeilenstiefel: Chucks gibt es in jeder beliebigen Größe, von Größe 17, die einem halbjährigen Baby passt, bis hin zu Quadratlatschen in Größe 53. Etwa in der Größe müsste auch der sein, den der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Converse, Jack Boys, hier in der Hand hält.
Undercover: Chucks gibt es mittlerweile in drei Varianten: Die klassischen, knöchelhohen Chucks, die als "Original" am Ältesten sind. Die flachen Chucks, die bis unter den Fußknöchel reichen, gibt es seit 1957. Und den neuesten, schienbeinhohen, bei den man den Stoff oben runterstülpen kann.
100 Jahre Converse Chucks: Eine Werbeanzeige zum diesjährigen 100. Geburtstag der Kultschuhe.
Schweißfuß: Das einzige Problem der Chucks: irgendwann fangen sie unweigerlich an zu stinken - doch zum Glück sind die guten Stücke waschmaschinenfest.
At the Carwash: Die wirklich coolen Jungs trugen schon immer Chucks - wie diese Autowäscher 1975 in New York City.
Zeig her Deine Füße: Auch Schauspielerin Ellen Degeneres ("The Ellen Show") mag ihre Chucks, deren typisches Rautenmuster auf der Sole sie 2003 den Zuschauern der "The Tonight Show with Jay Leno" zeigte.
Zauberhafte Schuhe: Zwei von drei Teenangern tragen am liebsten Chucks - eindrücklich bewiesen bei einem Fotoshooting für den Film "Harry Potter und der Feuerkelch" 2005 in London beim Auftritt der Hauptdarsteller Rupert Grint, Emma Watson und Daniel Radcliffe (v.l.n.r.).
Rebellenpose: MTV-Star und Schauspieler Johnny Knoxville auf dem roten Teppich der ARIA Awards 2006 in Sydney, Australien. Und was trägt ein echter Rebell zu dieser Gelegenheit? Richtig, alte Chucks.
Auf dem blauen Teppich: Zur Premiere des Kinofilms "Miami Vice" 2006 in London gab es keinen roten sondern einen blauen Teppich - und Ewan McGregor in Chucks.
Auf dem Roten Teppich: Besonders viel Geschmack nicht nur in der Wahl seiner Socken, sondern auch seiner Chucks bewies der Musiker Mark Hoppus bei der Premiere von "Fluch der Karibik 2" 2006 im Disneyland, Kalifornien.
Mit Kippe und Chucks: Der ehemalige Guns'n'Roses Gitarrist Slash führte 2005 auf dem Roten Teppich vor der UK Music Hall Of Fame das Schuwerk vor, mit dem er zu seinen besten Zeiten auf der Bühne gestanden hatte.
Einen Korb geben: Das Basketball-Spiel zwischen den Philippinen und Mexiko während der Olympischen Spiele im August 1936 in Berlin. Chucks wurden zu dieser Zeit tatsächlich noch beim Sport getragen, die US-Basketballmannschaft gewann sogar olympisches Gold in den Schuhen.
Cobain bei den Awards: Nirvana-Sänger Kurt Cobain bei seinem Auftritt während der MTV Music Awards im September 1992 in Los Angeles. Zu seinem Standard-Outfit gehörten Chucks ebenso wie zerrissene Jeans.
Hoch hinaus: Von Chucks gibt es mittlerweile unzählige Modelle. Eines der schrägsten ist sicherlich dieses Paar mit hohen Absätzen, das die Schauspielerin Kristin McQuaid zu einer Filmpremiere im September 2003 in Hollywood trug.
Das Ehepaar Lennon: Direkt nach ihrer Trauung am 20. März 1969 auf Gibraltar winken Yoko Ono und John Lennon mit ihrer Heiratsurkunde. Beide sind zur Feier des Tages ganz in weiß gekleidet, auch die Schuhe. Sonst bemalten sie sich ihre Chucks - wie viele andere Hippies auch - mit Blumen und Peacezeichen.
Nachtleben: Albert Hammond (r.), Gitarrist der Strokes und seine Freundin, das Model Agness Deyn turteln am 4. Juli 2008 im New Yorker Nachtclub The Plumm. Beide tragen - wie sollte es anders sein - Chucks. Neben ihnen steht Noah Ashman, Besitzer des Clubs, der sich persönlich um das Wohlergehen seiner berühmten Gäste kümmert.
The Ramones: Bei ihren Auftritten brachten Johnny (l.) und Joey Ramone mit ihrer Punkband The Ramones ihr Publikum regelmäßig zum kochen. Wie hier bei einem Konzert 1977 im legendären CBGB's in New York. Dazu trugen sie stilecht Chucks.
Unterm Hammer: Die original Chucks, die einst Keith Moon von The Who trug, wurden im April 2007 im Londoner Auktionshaus Christies versteigert.
Am Boden: Auch Ewan McGregor trug als Junkie Renton in dem Film "Trainspotting" von 1996 Converse Chucks.
All Stars: Ein frühe Werbung für Chucks-Basketballschuhe. Die Bitschaft: dieser Turnschuh macht aus jedem Spieler einen Star.
Connectivity: Die aktuelle Converse-Werbung zum 100. Geburtstag der Chucks. Ganz bewusst wird hier mit dem Glamour um die Chucks und den Legenden, die sie trugen, geworben.
On Stage: Je mehr man seine Chucks liebt, desto länger trägt man sie - auch wenn sie schon dreckig und zerrissen sind.
Chucks, etwa 15 Jahre alt: Nach 15 Jahren, ziehe ich diese Chucks nur noch selten an. Aber eher um sie zu schonen. Als ich diese Chucks 1993 gekauft habe, gab es zwei Gruppen von Chucksträgern, zumindest in Süddeutschland: Kinder aus reicheren Familien, die Marken-Sportschuhe auf Segelbooten tragen wollten, und dann immer mehr Alternative und Punks, die wohl die Leichtfüssigkeit schätzten, die diese Schuhe ihrem Träger vermitteln.
Ich machte seinerzeit meinen Führerschein mit diesen Schuhen und mein Fahrlehrer meinte, in denen wäre das Gefühl für die Pedale einfach viel besser!
Als Azubi in einem Sportschuhgeschäft konnte ich mir dann sechs Paar leisten und zwar auch welche, die damals in Deutschland noch nicht so üblich waren, aus Wildleder und Wolle oder karierte und auberginefarbene. Standardfarben im Laden waren sonst: Weiss, dunkelblau, dunkelgrün, rot, schwarz. Flach für 59,90 DM und hoch für 69,90 DM.
So hat wohl jede Generation ihr eigenes Chucks-Gefühl.
"Product Red": Ein eher untypisches Paar Converse-Schuhe: Anfang 2008 in England gekaufte Chucks komplett aus Gummi.
Japanische Chucks: Es war irgendwann Mitte März 2005. Ich war gerade mit einer sehr guten Freundin in Japan. Die meiste Zeit war ich mit meinen hellblauen Chucks unterwegs, die allerdings schon völlig durchlöchert und dank eines Sportfreude-Stiller-Konzerts vor dem Japan-Besuch mit Bier und Dreck besudelt waren. Dann erhielt ich eine Mail in der es um ein Vorstellungsgespräch wegen eines Praktikums in Japan ging. Ich traf mich dann mit den Organisatoren des Austausches in Japan und brauchte neue Schuhe. Natürlich fiel die Wahl auf Chucks, aber weniger auffällig als die zerlöcherten Blauen. In einem Schuhgeschäft in Harajuku fiel meine Wahl dann auf die schwarzen Chucks mit den gelben Streifen und dem karierten Innenstoff. Rund 2500 Yen haben die gekostet, ein Schnäppchen. Naja, das Gespräch lief gut, auf die Schuhe achtete eh keiner. Meine blauen Chucks ließ ich in Japan zurück - kein Platz mehr im Koffer. Die Japan-Chucks sind mittlerweile (nach nur drei Jahren) wieder völlig durchlöchert. Aber ich werfe sie nicht weg. Zu viele Erinnerungen, an Japan und ein Mando-Diao-Konzert. Deshalb auch die Beschriftung mit Songzitaten.
Ich hatte als Kind schon Chucks. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Schuhe früher mehr ausgehalten haben. Oder liegt es an mir? Ich habe mittlerweile schon wieder ein neues Paar. Und es wird sicher nicht das letzte sein.
Buckethead mit Chucks: Gitarrist Buckethead mit Chucks und Regenjacke auf der Bühne. Natürlich neben den obligatorischen Utensilien Maske, KFC-Eimer und einer maßgeschneiderten E-Gitarre von Jackson. Das Bild zeigt ihn vor seinem Intermezzo bei Guns 'N' Roses.
Hilfiger: Auch Mode-Designer Tommy Hilfiger schwört auf Chucks. Während seine Freundin, das Model Dee Ocleppo, bei den Filmfestspielen in Cannes lieber in High Heels am Bootssteg des Eden Roc Hotels in Cap d'Antibes auf das Boots-Taxi wartet.
© Mario Moschel, www.knipserpix.de
Meine Chucks: Dies sind alle Chucks, die ich besitze. Ich liebe diese Schuhe und trage sie fast nur. Ich glaube nicht, dass es nur bei diesen bleibt. Ich habe vor, mir noch einige mehr zu kaufen damit ich für jedes Outfit den passenden Schuh habe!
Lumpenchucks: Dieses Paar Chucks wurde 1991 in New York gekauft. Ich hatte damals das Glück, einige Monate in den Staaten verbringen zu dürfen. Und was wünschten sich meine alten Klassenkameraden als Mitbringsel? Chucks! Die in Deutschland für Sechstklässler unerschwinglich teuren Schuhe ließen sich in Übersee oft zu rund einem Viertel des Preises erwerben, zumal sie dort gerade aus der Mode gekommen waren. Mehrere Stunden lang klapperte ich mit meinem Vater jedes Sport- und Schuhgeschäft auf der Manhattaner Canal Street ab, um die modischen Treter in gewünschten Farben und Größen zu ergattern. Nach dem Rückflug mit etwa 10 Paar Chucks im Gepäck und ihrem Verteilen an Freunde und Freundinnen blieb dieses Paar übrig, das mir und meinen Füßen ans Herz wuchs. Während meine Freundinnen das Schicksal schuhewegwerfender Mütter erlitten, ließ mich die meinige gewähren, ließ mich die Schuhe gelegentlich waschen, häufig flicken aber vor allem behalten. Nach vielen Näharbeiten, die ob der Verwendung von Mutters härtesten Nadeln, Nylonfaden und Zange wohl eher Handwerk als Handarbeit zu nennen waren, stieg ich irgendwann auf die unkompliziertere Klebeband-Methode um. Mittlerweile werden die Schuhe (wenn man sie noch so nennen kann) nur noch gelegentlich als sommerliche Sandalen verwendet, nicht mehr wie früher als ständige Begleiter zu jeder Jahreszeit.
Berliner Band Orphan Hate: Ungewollt gut in Szene gesetzt - die Band Orphan Hate auf einem Promofoto mit den für eine Metalband ungewöhnlichen, aber schicken "Chucks".
Loveparade-Chucks: Meine Chucks nach der Loveparade 2008. Einmal in die Waschmaschine und sie sehen wieder aus wie neu. Chucks trage ich schon seit Mitte der neunziger Jahre, als die Schuhe aus den meisten Regalen der großen Schuhgeschäfte verschwunden waren. Durch den Erfolg der Schuhe in den letzten Jahren ist leider auch der Preis gestiegen, doch irgendwo findet man immer ein Schnäppchen.
Meine Chucks: Meine Chucks. 4 Jahre alt. Viel getragen. Sehr oft repariert. Mehr Geld für den Schuster ausgegeben, als die Chucks gekostet haben. Mich nervt, dass mittlerweile jeder sie anhat, aber was will man machen. Sie bleiben kultig.
Converse-Zebras: Die berühmten Chucks im Zebra-Outfit