100 Tage Obama Der Blitzstart-Präsident
Amtseid: Barack Obama legt am 20. Januar vor dem Kapitol in Washington den Schwur ab - und macht einen Fehler bei der Formel, weil sich der Präsident des Obersten Gerichtshofs, John Roberts, verhaspelt hatte. Die Zeremonie wurde zur Sicherheit kurze Zeit später im kleinen Rahmen wiederholt.
Obama-Mania: Millionen Menschen bejubeln am Tag der Amtseinführung den ersten afroamerikanischen Präsidenten der USA auf der Fanmeile in Washington. Die Rede des 47-Jährigen vor dem Kapitol wird auf Videoleinwänden übertragen.
Belle of the ball: First Lady Michelle Obama und der neue US-Präsident beim "Mid-Atlantic Inaugural Ball" in Washington - das Paar tanzte an dem Abend gleich auf mehreren offiziellen Festen. Mitfeiern konnte nur, wer sich die schwindelerregenden Preise für die Ballkarten leisten konnte.
Erste Amtshandlung: Der neue Präsident verfügt die Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo innerhalb eines Jahres und erlässt strengere Regeln für umstrittene Verhörtechniken von Geheimdiensten und Militärs.
Mitstreiterin: Barack Obama trifft Außenministerin Hillary Clinton im Weißen Haus. Im Vorwahlkampf hatten sich beide hart bekämpft. Mit dem übrigen Personal im Kabinett geht nicht alles glatt. Zwei Mal sagt ein designierter Handelsminister ab, bei Finanzminister Timothy Geithner gibt es Probleme mit der Steuererklärung - doch er bleibt.
Konjunkturpaket: Barack Obama unterschreibt bei einer Zeremonie in Denver ein 787-Milliarden-Dollar-Programm gegen die Rezession. Das sind umgerechnet 624 Milliarden Euro. Damit läuft in den USA zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise das größte Konjunkturprogramm in der Geschichte an.
Lockerungsübung: Als erster US-Präsident tritt Barack Obama in einer Late-Night-Sendung auf. Er ist Gast in Jay Lenos "Tonight Show", beim Quoten-König der Quasselshows. Ein missglückter Vergleich mit behinderten Olympioniken hinterlässt keine politischen Schäden bei Obama.
Afghanistan-Strategie: In einer Grundsatzrede verkündet der US-Präsident eine neue Taktik für den Krieg gegen al-Qaida und die Taliban in Afghanistan und Pakistan. Mit deutlich aufgestockter Entwicklungshilfe und zusätzlichen Truppen solle die Lage stabilisiert und extremistische Kräfte besiegt werden.
Königlicher Empfang: Queen Elizabeth II. und ihr Gemahl Prinz Philip empfangen das Präsidentenpaar in London. Bei der privaten Unterredung mit der Queen überreicht Obama ihr einen iPod mit Videos von ihrem Besuch 2007 in den USA und ihrer Lieblingsmusik. Im Gegenzug gibt es signierte Porträts von der Queen und ihrem Gemahl.
Gipfel-Stürmer: Für US-Präsident Barack Obama ist der G-20-Gipfel in London eine Gelegenheit, um die Akteure auf der Weltbühne kennenzulernen.
Männer-Trio: US-Präsident Barack Obama, Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi und Russlands Staatschef Dmitrij Medwedew strotzen auf dem Weltfinanzgipfel vor guter Laune. Das Fazit Obamas: Daumen hoch!
Zwischenstopp in Straßburg: Der US-Präsident und seine First Lady Michelle landen kurz vor Beginn des zweitägigen Nato-Gipfels mit der "Air Force One" in Straßburg. Mit einem "Doppel-Gipfel" in Deutschland und Frankreich feiert die Organisation den 60. Jahrestag ihrer Gründung.
Hoch hinaus: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla Bruni-Sarkozy empfangen das amerikanische Präsidentenehepaar in Straßburg. Dem Gardemaß der Obamas versucht Sarkozy durch einen simplen Trick zu begegnen: Er stellt sich auf die Zehenspitzen.
Seite an Seite: Angela Merkel begrüßt Barack Obama während des Nato-Gipfels in Baden-Baden auf dem Marktplatz mit militärischen Ehren. Anschließend ziehen sich die Kanzlerin und der US-Präsident in das Rathaus der Stadt zu Gesprächen zurück.
Gipfel-Retter: Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedsstaaten steigen in Straßburg nach dem Gruppenfoto vom Podium. Der US-Präsident soll die Türken dazu bewegt haben, ihren Widerstand gegen den künftigen Nato-Chef Rasmussen aufzugeben.
Atomwaffenfreie Welt: Obama gibt seiner Frau Michele bei seinem Prag-Besuch ein Küsschen auf die Wange. Zehntausende Menschen bejubeln ihn. Obama kündigt seinen Einsatz für eine friedlichere Welt an: "Wir werden damit anfangen, unser Atomwaffenarsenal zu reduzieren."
Heikle Mission: Barack Obama besucht die Türkei. Auf dem Programm von Obamas zweitägigem Besuch steht auch ein Treffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara.
Irak-Besuch: Obamas erster Besuch als US-Präsident im irakischen Kriegsgebiet. Im Camp Victory in Bagdad bereitet er die US-Soldaten auf schwierige Monate vor.
First Dog: Obamas Töchter bekommen einen Hund und nennen ihn Bo. Seitdem der sechs Monate alte Portugiesische Wasserhund ins Weiße Haus gezogen ist, ist die Nachfrage bei den Züchtern stark gestiegen.
Amerika-Gipfel: Obama trifft Venezuelas Präsident Hugo Chavez. Er erklärt sich beim Gipfel der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) im Karibikstaat Trinidad und Tobago bereit, nach Jahrzehnten der diplomatischen Eiszeit mit der kubanischen Regierung Gespräche über "eine große Bandbreite" von Themen aufzunehmen.
Mr. Cool: Der "Washingtonian", ein Hochglanzmagazin aus der Hauptstadt der USA, macht von sich reden, weil es Präsident Barack Obama mit nacktem Oberkörper auf dem Cover seiner Mai-Ausgabe zeigt und dazu textet: "Unser neuer Nachbar ist heiß."