11. September 2001 Der Tag des Schreckens
Es war der Tag, der ein ganzes Jahrzehnt prägen sollte: Am 11. September 2001 steuerten al-Qaida-Terroristen gekaperte Flugzeuge in das World Trade Center und ins Pentagon. Knapp 3000 Menschen kamen ums Leben.
Um 8.46 Uhr rast ein Flugzeug in den Nordturm des World Trade Center in New York. In den Stationen der Feuerwehr schrillen die Alarmsirenen, Notrufe gehen ein. Zunächst ist unklar: War es ein Unglück oder ein Anschlag? Aber als eine weitere Passagiermaschine auf den zweiten Turm zufliegt (Foto), wird klar: Die Stadt ist Ziel eines Terroranschlags.
Eine Wolke aus brennendem Treibstoff tritt aus dem Gebäude aus - an Bord von United Airlines Flug 175 waren noch 31.000 Liter Kerosin.
US-Präsident George W. Bush ist an diesem Vormittag zu Besuch in einer Grundschule in Florida. Als der Südturm des World Trade Center getroffen wird, flüstert Stabschef Andy Card dem Präsidenten ins Ohr: "America is under attack." Amerika wird angegriffen.
In den obersten Stockwerken des Hochhauses bricht ein Inferno aus Rauch und Flammen los. Während die Angestellten fliehen, rennen Feuerwehrleute zum Rettungseinsatz ins Gebäude. Mehr als 300 von ihnen kommen ums Leben.
In den oberen Etagen des Nordturms sind Dutzende Menschen gefangen. Einige werden in ihrer Verzweiflung in die Tiefe springen.
Viele Menschen bringen sich über die Brooklyn Bridge aus Manhattan in Sicherheit.
Binnen Sekunden stürzt der Südturm des World Trade Center um 9.58 Uhr zusammen. Alle Menschen, die noch im Gebäude waren, sterben.
Das World Trade Center, Herz des New Yorker Finanzdistrikts, ist vernichtet - nach dem 11. September wird das Gelände Ground Zero heißen.
Um 10.28 Uhr brechen die Etagen des Nordturms ein. Diejenigen, die noch im Gebäude sind, hören dumpfe Schläge, die immer näher kommen.
Die Menschen auf der Straße schreien, viele weinen. New Yorks Bürgermeister Rudolph Giuliani ruft die Menschen auf, Ruhe zu bewahren.
Nach dem Einsturz des World Trade Centers hüllt die riesige Staubwolke ganz Manhattan ein.
Diese Luftaufnahme aus einem Polizeihubschrauber zeigt das Ausmaß der Staubwolke.
Voller Staub und Asche läuft ein Mann durch die Straßen Manhattans. Um atmen zu können, hält er sich ein Tuch vor den Mund.
Panik hat Manhattan erfasst. Passanten flüchten vor der Staubwolke des zusammenbrechenden World Trade Center.
Bedrohlich drückt sich die Staubwolke nach dem Zusammensturz des Nordturms durch die Straßen Manhattans.
Auf den Straßen von New York liegen Trümmer, alles ist von einer Staubschicht bedeckt.
Passanten bringen sich vor der Staubwolke in Sicherheit. Asche fliegt durch die Luft, der Himmel ist verdunkelt.
In Manhattan sieht es aus wie nach einem heftigen Vulkanausbruch. Ohne Atemschutz bekommen die Menschen kaum Luft. Mit Wasser benetzen sie sich Augen, Nase und Mund.
Von Kopf bis Fuß ist diese Frau mit Staub bedeckt, sie sucht Schutz in einem Bürogebäude.
Trümmerteile und Dokumente sind nach dem Einsturz der Türme über ganz Manhattan verteilt.
Als sich der Staub langsam verzieht, wird das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar: Von den mehr als 400 Metern hohen Türmen sind nur noch Trümmer und ein paar Stahlstreben übrig.
Gespenstischer Anblick: Die Überreste der Gebäude, die einst die Südspitze Manhattans beherrschten.
Ein Mann steht einsam in den Trümmern des World Trade Center. Seine Rufe, ob jemand Hilfe brauche, bleiben unbeantwortet.
Wie kleine Spielzeugfiguren wirken die Feuerwehrleute neben den gigantischen Trümmern am Ort der Katastrophe.
In die Trümmer der beiden Türme hat jemand die US-Nationalflagge gesteckt.
In den Tagen nach dem Anschlag wühlen sich die Einsatzkräfte durch die Trümmer. Dieser Mann fordert Verstärkung an.
1st Class Preston Keres / U.S. Navy / REUTERS
Auch das Pentagon brennt: Das Verteidigungsministerium in Washington wird ebenfalls zum Ziel der Attentäter. Hier sterben am 11. September fast 200 Menschen, als eine dritte Passagiermaschine um 9.37 Uhr in das Gebäude rast.
Auf eine Brachfläche in der Nähe von Shanksville im US-Bundesstaat Pennsylvania ist die vierte Maschine gestürzt, die islamistische Terroristen entführt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass dieses Flugzeug das Weiße Haus oder das Kapitol hätte treffen sollen.
Die Freiheitsstatue am 15. September 2001. Noch vier Tage nach den Anschlägen lag eine Staubwolke über der New York. Das Trauma des Terrors überwand die Stadt in den folgenden Jahren, doch der 11. September gilt als historischer Marker - mit einem "davor" und "danach".