125. Todestag - DER SPIEGEL
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125. Todestag Mensch Marx!

Gut, dass er das nicht mehr erleben musste: Für die Achtundsechziger hätte Karl Marx vor allem Hohn und Spott übrig gehabt. Und auch bei den heutigen Sozialdemokraten fände der Intellektuelle keinen Platz. Die würde den wüsten Rauschebart wohl zuerst zum Friseur und danach ins Jobcenter schicken, meint Franz Walter.
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Ein Klassiker: Ernster Blick und Rauschebart - so kennen wir Karl Marx

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dpa

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Marx-Fashion in Kuba: Der am 1. Mai 2007 in Havanna (Kuba) aufgenommene Schnappschuss zeigt eine junge Frau, die ein knappes Top mit Marx-Motiv trägt. Das mit Hilfe einer Schablone aufgesprühte Portrait des Philosophen erinnert in seiner reduzierten Gestaltung an Darstellungen des kubanischen Revolutionärs Che Guevara (1928-1967), der auf einem kleinen Anstecker ebenfalls in ihrem Outfit auftaucht.

Foto: Sven Creutzmann/Mambo Photograph/ Getty Images
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Marx-Schokolade: Karl Marx würde sich im Grabe umdrehen, wenn er die bunten Pralinen sehen könnte, die mit dem Motiv von seinen Kopf verziert wurden

Foto: REUTERS
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Frisch rasiert auf Jobsuche: SPD-Chef Kurt Beck im Dezember 2006 von Journalisten mit "Bild" konfrontiert. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident war auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt von dem Arbeitslosen Henrico Frank angepöbelt und für Hartz IV verantwortlich gemacht worden. Beck hatte darauf entgegnet: "Waschen und rasieren Sie sich, dann haben Sie in drei Wochen einen Job." Frank hatte sich nach Becks Bemerkung rasiert und eine Pressekonferenz gegeben.

Ob der rauschebärtige und chronisch klamme Karl Marx vom SPD-Chef eine ähnliche Antwort bekommen hätte?

Foto: dpa
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Marxscher Entwurf: Das Manifest der Kommunistischen Partei - die einzig erhalten gebliebene Seite des Marxschen Entwurfs. Die ersten beiden Zeilen hat Jenny Marx geschrieben. Marx und Engels entwickelten gemeinsam das am 21. Februar 1848 in London veröffentlichte Programm im Auftrag des Bundes der Kommunisten.

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Superstar in China: In China ist Trier, der Geburtsort von Karl Marx, so bekannt wie Paris. Schon in der Schule hören die Kinder erstmals den Namen der Moselstadt. In fast jedem Geschichtsbuch zu finden, ist er spätestens an der Universität jedem Chinesen ein Begriff. Mehrere Tausend Chinesen reisen jährlich um den halben Globus, um das typische Trierer Bürgerhaus im Barockstil zu besuchen. Auf der undatierten, gemalten Abbildung der Eheleute Marx sind sie in einer Gartenlaube zu sehen. Der heute kontrovers diskutierte Denker trägt eines seiner Kinder auf den Schultern, im Hintergrund sitzt der enge Freund der Familie Friedrich Engels.

Foto: SPIEGEL-Archiv
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Sex mit Angestellten: Das undatierte Foto zeigt Helene Demuth, die Haushälterin von Jenny und Karl Marx. Marx und sie hatten eine Liebesaffäre, sie wurde schwanger und bekam einen Sohn, Frederick. Erst nach dem Tod von Karl Marx lüftete sein enger Freund Engels das Geheimnis um die Vaterschaft.

Foto: SPIEGEL-Archiv
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Unehelicher Sohn: Auf dem undatierten Foto ist der uneheliche Sohn von Karl Marx, Frederick Demuth, im Alter von etwa 70 Jahren zu sehen. Nach seiner Geburt gab ihn seine Mutter, Helene Demuth, die Haushälterin im Hause Marx war, in eine Pflegefamilie.

Foto: SPIEGEL-Archiv
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Revolution in der Tüte: Plastiktüte des "Verbandes Linker Buchläden" (VLB) mit dem Konterfei von Karl Marx von etwa 1974/75.
Quelle: Archiv Hamburger Institut für Sozialforschung

Foto: Hamburger Institut für Sozialforschung
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Marx als Chefredakteur: Auf der Pastellzeichnung aus dem Jahr 1953 von Ernst Schaumann ist Karl Marx als Chefredakteur der "Rheinischen Zeitung" (1842/1843) dargestellt

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Marx und Engels im Gespräch: Der undatierte Farbdruck nach einem Gemälde von G. Goron zeigt die befreundeten Philosophen Karl Marx und Friedrich Engels

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Familie Marx mit Friedrich Engels: Auf dem undatierten Foto ist Karl Marx (links) mit seinen Töchtern Jenny, Laura, Eleanor und dem Freund der Familie, Friedrich Engels (rechts), zu sehen

Foto: SPIEGEL-Archiv
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Sponsor und Freund Engels: Eine undatierte Zeichung zeigt den mit Marx sehr eng befreundeten Friedrich Engels (1820-1895) an dessen Grab im März 1883 in London. Der deutsche Philosoph starb 64-jährig in seinem Londoner Exil. Lediglich elf Personen wohnten drei Tage später seiner Beerdigung auf dem Friedhof in Highgate bei. Engels untersützte Marx regelmäßig finanziell.

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Am Grab des Philosophen: Das am 1. Januar 1951 aufgenommene Foto zeigt den serbischen und jugoslawischen Politiker und Schriftsteller Milovan Djilas (1911 - 1995, links) bei seinem Besuch am Grab von Karl Marx in London

Foto: Getty Images
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Ein altes Ortsschild von Karl-Marx-Stadt, aufgenommen 2003 im Industriemuseum in Chemnitz. Zum Gedenken an den 135. Geburtstag des Philosophen Karl Marx war die Stadt am 10. Mai 1953 nach einem SED-Parteibeschluss umbenannt worden. Nach einer Bürgerbefragung im Frühjahr 1990 erhielt Chemnitz seinen alten Namen zurück. Als Touristenattraktion erinnert seit 1971 der riesige Marx-Kopf, im Volksmund "Nischl" genannt, des russischen Bildhauers Lew Kerbel an Karl Marx, der nie einen Fuss nach Chemnitz gesetzt hatte.

Foto: ddp
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Personenkult: Karl-Marx-Monument in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) auf einem Foto von 1979. Marx selbst hatte zeitlebens nur Verachtung empfunden für Hagiografien und Personenkult.

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Schöner Schein im Sozialismus: Karl Marx als Werbeträger für Kosmetika - das gab es nur im Realsozialismus. Ein Kosmetikgeschäft Unter den Linden bietet "Fabulon"-Produkte feil unter dem Motto "Weiter voran für Frieden und Sozialismus!". Aus dem Bildband "Als noch Osten war" von Udo Hesse im Berlin Story Verlag, 2007.

Foto: Udo Hesse
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Tschüss, Kalle: An dem als "Marx-Relief" bekannten Bronze-Relief am ehemaligen Hauptgebäude der Universität Leipzig begann im August 2006 die Demontage. Das 33 Tonnen schwere Werk war von 1970 bis 1973 von den Künstlern Frank Ruddigkeit, Klaus Schwabe und Rolf Kuhrt für die Hochschule geschaffen worden.

Foto: dpa
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Zu Füßen von Marx: Das Foto zeigt den Chef der Kommunistischen Partei Russlands Gennadij Sjuganow auf der Mai-Kundgebung der Kommunisten 1999 in Moskau. Rund 15.000 demonstrierten damals am Fuße des Denkmals von Karl Marx.

Foto: dpa
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Mit Marx gegen die Globalisierung: Gegner des Weltwirtschaftsforums in Basel protestierten 2006 mit Porträts von Marx, Engels und Lenin gegen die Globalisierung.

Niemand hatte die Globalisierung so früh und hellsichtig antizipiert wie Karl Marx, nämlich bereits in den 1840er Jahren, als die Mehrheit der europäischen Nationen noch tief in der Feudalität steckte.

Foto: REUTERS
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Marx tragbar: Marx ist käuflich. Auf dem Weltsozialforum 2003 in Porto Algere (Brasilien) waren jede Menge Idole zu haben - T-Shirts mit Aufdrucken von Marx, Lenin, Che Guevara und Bob Marley.

Foto: Getty Images
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Karl Marx for ever: Das Karl-Marx-Theater in Havanna (Kuba) - Der Name des deutschen Philosophen ist in riesigen goldenen Lettern an der Außenfassade angebracht

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Geburtshaus von Karl Marx: 1947 wurde das Geburtshaus von Karl Marx in Trier als Museum eröffnet

Foto: dpa
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Karl Marx lebt - in Frankreich! Zwei Frauen laufen an einem riesigen Pakat mit der französischen Aufschrift "Karl Marx n'est pas mort" (übersetzt:"Karl Marx ist nicht tot") vorbei. Das Foto wurde am 12. September 2004 in Paris während der Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens der von der Französischen Kommunistischen Partei (PCF) gegründeten Tageszeitung "L'Humanité" aufgenommen.

Foto: ? Emmanuel Fradin / Reuters/ REUTERS
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