Klimaforschung Woher kennt man das Wetter von früher?
Klimaarchiv: Zum Beispiel gaben Tropfsteine Auskunft für die neue Studie über die 1430er-Jahre. Sie wachsen etwa einen Zentimeter in 100 Jahren und speichern dabei quasi das Klima: Beispielsweise verrät der Anteil unterschiedlicher Arten von Sauerstoff Temperatur und Niederschlagsmenge. Radioaktive Substanzen erlauben die Bestimmung des Alters einer Tropfsteinschicht.
Bohrkern aus dem Grund eines Schweizer Sees: Auch Sedimentschichten verraten die Witterung vergangener Jahre.
Sedimentkern: In Seen lagern sich am Boden Schlickpartikel in typischer Schichtung ab: Hellen Lagen sind die gröberen Ablagerungen des Sommers - wenn das Wasser bewegter ist, sinken nur gröbere Partikel ab. Dunklere Schichten entstehen im Winter - wenn der See zugefroren ist, liegt das Wasser still, und es lagern sich selbst kleinste Körnchen ab, die eine homogenere, mithin dunklere Farbe hinterlassen.
Erbohrte Sedimentschichten aus einem Schweizer See unter dem Mikroskop: Je nach Wetter lagern sich unterschiedliche Partikel ab. Auch aus diesen Daten haben Forscher das Wetter der 1430er-Jahre rekonstruiert.
Globale Temperaturmessung: Seit 1880 erheben Forscher direkte Messungen der Temperatur von Luft und Ozeanen rund um den Globus. Über die Zeit davor geben schriftliche Aufzeichnen, Ablagerungen im Ozean, Fossilien Eisbohrkerne und andere Spuren Auskunft über das Klima.
Simulation: Mit Computern versuchen Forscher, das Klima nachzubilden. Es gilt die Maxime: Je besser das Klima der Vergangenheit rekonstruiert wird, desto vertrauenswürdiger erscheinen ihre Ergebnisse für die Zukunft.