Ayrton Senna Tod eines Helden
Start in Imola: Bereits beim Start zum Rennen waren zwei Fahrer nur knapp eine Katastrophe entgangen. In der rechten Startreihe blieb J.J. Lehto einfach stehen. Die meisten der hinter ihm startenden Fahrer konnten ausweichen - Pedro Lamy jedoch schlug mit seinem Lotus wie eine Bombe im Heck des Bennetton-Ford von Lehto ein. Beide Fahrer wurden jedoch nur leicht verletzt.
Ayrton Senna: Drei Weltmeisterschaften (1988, 1990 und 1991), 41 Grand-Prix-Siege und 65 Pole-Positions waren die Bilanz des charismatischen Formel-1-Fahrers.
Ein Bolide in Trümmern: Nach Sennas tödlichem Unfall in der Tamburello-Kurve wird das Wrack seines Williams-Renault abtransportiert.
Gegen die Wand: Die Betonmauer in der Tamburello-Kurve, gezeichnet vom Einschlag des Williams-Renault vom Ayrton Senna.
Letzte Tipps: Nach dem Warm-Up am Sonntag Morgen vor dem Großen Preis von San Marino fachsimpelt Ayrton Senna mit Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda. Wenige Stunden später ist Senna tot.
Rubens Barrichello: Sichtlich gezeichnet von seinem schweren Unfall im ersten Freien Training am Freitag war der Brasilianer beim Großen Preis von San Marino auf die Zuschauerränge verbannt.
Rubens Barrichello: Bereits am Freitag, im ersten freien Training, hatte Rubens Barrichello einen grauenhaften Crash. Er war in der Kurve einfach geradeaus gefahren, war über die Curbs abgehoben und im freien Flug mit 180 Sachen in die Reifenstapel direkt neben der Piste eingeschlagen.
Roland Ratzenberger: Der österreichische Formel-1-Fahrer nach seinem Unfall in Imola bewusstlos im Cockpit seines Simtec-Ford. Ratzenberger war bei vollem Tempo von der Strecke abgekommen, gegen eine Mauer geprallt und hatte sich das Genick gebrochen. Er verstarb später.
Keine Hoffnung: Hilflose Streckenposten und Rettungskräfte umringen das Wrack von Ayrton Sennas Williams Renault.
Trümmerhaufen: Das völlig zerstörte Wrack von Sennas Williams-Renault nach dessen Unfall in der Tamburello-Kurve. Über den Unfallhergang und die Todesursache von Senna wurde viel spekuliert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hatte die Safety-Car-Phase nach einem Unfall beim Start die Reifentemperatur so weit gesenkt, dass die Pneus weniger Druck und damit auch Höhe aufwiesen. Dadurch war die Bodenfreiheit des Wagens verringert. Senna setzte in der Tamburello-Kurve schlicht auf - und flog ab. Beim anschließenden Crash in die Betonmauer durchschlug dann ein Teil der Radaufhängung den Helm des Brasilianers.
Sekunden nach dem Crash: Beim Einschlag in die Mauer wurde die komplette rechte Seite des Williams-Renault zerstört und das rechte Vorderrad zwischen Mauer und Wagen eingeklemmt. Genau das wurde Senna zum Verhängnis. Ein Aufhängungsteil des hin- und her schlagenden Vorderrades durchbohrte den Helm des Brasilianers - und tötete ihn.
Erste Hilfe: Rettungskräfte bemühen sich direkt nach seinem schrecklichen Crash um das Leben von Ayrton Senna. Vergeblich - nur wenig später stirbt der brasilianische Formel-1-Fahrer an seinen schweren Kopfverletzungen.
Heldenverehrung: Passanten vor einem Portrait von Ayrton Senna in Sao Paolo. "Jeder Formel-1-Fahrer hat ein Limit. Meins ist ein bisschen höher", steht daneben. Ein Ausspruch, der Senna zugeschrieben wird.
Das Begräbnis: Am 5. Mai, dem Tag von Sennas Beerdigung, säumten fast eine Millionen Menschen in São Paolo die Route von den Assembleis Legislativa zum Morumbi-Friedhof, wo Senna zur letzten Ruhe gebettet wurde. Kollegen wie Alain Prost, Emerson und Christian Fittipaldi, Rubens Barrichello, Gerhard Berger, Derek Warwick und Damon Hill trugen abwechselnd den Sarg, blass und nach Fassung ringend.
Entsetzen bei der Siegerehrung: Nicola Larini und Michael Schumacher tief betroffen auf dem Siegerpodium nach dem Großen Preis von San Marino. Erst nach dem Rennen hatten die Piloten erfahren, wie kritisch der Zustand von Ayrton Senna wirklich war.
Der Tag, als der König starb: Die Tamburello-Kurve in Imola war lange Zeit eine der schnellsten Kurven der Formel 1. Trotzdem Senna bei seinem Abflug voll auf der Bremse stand, traf er mit hoher Geschwindigkeit auf die Begrenzungsmauer.
Chancenlos: Nach einigen Pirouetten kommt das Wrack von Sennas Williams-Renault am Rand der Strecke zum Stehen.
Senna und Schumacher: Senna direkt nach dem Einschlag in die Betonmauer. Rechts im Bild der Benetton-Ford von Michael Schumacher. Schumacher hatte sich gerade ein packendes Duell mit dem Brasilianer geliefert, als dieser Abflog. Der Deutsche gewann später das Rennen - das Ende der Senna-Ära markierte gleichzeitig auch den Beginn der Schumacher-Ära.