18 Jahre Google: Endlich erwachsen - DER SPIEGEL
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Google-Geburtstag Die Geschichte der Suchmaschine in Bildern

Wer googelt, der findet - und das schon seit 18 Jahren: 1998 gründeten die Studenten Larry Page und Sergey Brin den Suchmaschinenriesen Google.
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Wer googelt, der findet - und das schon seit 15 Jahren: 1998 gründeten die Studenten Larry Page und Sergey Brin den Suchmaschinenriesen Google.

Sergey Brin und Larry Page 2004 in der Firmenzentrale in Mountain View

Foto: AP
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1996

Frühwerk: Noch als Stanford-Student bastelte Larry Page 1996 den Code für die Indexsuche "BackRub". Was aussieht wie das Literaturverzeichnis einer Uni-Hausarbeit war in Wahrheit der technische Vorläufer für seinen späteren Suchmaschinenriesen. 75 Millionen Einzelseiten tummelten sich im "BackRub"-Verzeichnis, die damalige Datenmenge würde heute auf eine handelsübliche Festplatte passen.

Seine Kommilitonen Scott Hassan, Alan Steremberg und Sergey Brin halfen - mit letzterem gründete Page später Google.

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1998

Die Garage zur Welt: Am 4. September beantragen Page und Brin die Firmengründung von Google, ein Wortspiel mit "Googol", dem mathematischen Fachbegriff für eine Eins mit 100 Nullen. Das erste Büro der Beiden befindet sich in einer kalifornischen Garage, Adresse: 232 Santa Margarita Avenue, Manlo Park (vermutlich irgendwo hinter dem Baum). Die Garagenbesitzerin Susan Wojcicki ist übrigens bis heute Vizepräsidentin des Milliardenkonzerns.

Foto: Google
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Auch Googles erste Startseite sah noch nicht so ganz nach Milliardenkonzern aus. Schnell entwickelt sich das Design aber weiter, schon bald strahlen von der Startseite die bunten Google-Lettern, die anfangs noch etwas eckiger daherkamen als heute - eine Erfindung Brins.

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1998

In diesem Jahr entsteht eher durch Zufall das Doodle. Die erste Kritzelei am Firmenlogo (links oben) fiel aber im Vergleich zu späteren Motiven noch recht moderat aus. Page und Brin ließen sich vom Burning-Man-Festival in Nevada inspirieren, das sie kurz vorher besucht hatten.

Von links oben: das erste Google-Doodle, das Doodle zur WM 2002, zum Michelangelo-Geburtstag 2003, zu Leonardo da Vincis Geburtstag 2005, "Der Schrei" zu Edvard Munchs Geburtstag 2006, zum Earth Day 2007, zum Geburtstag der "Sesamstraße" 2009, zu Jule Vernes Geburtstag 2011 und 2013 zum Tour-de-France-Jubiläum.

Foto: Google
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2000

Wirb oder stirb: Zur Jahrtausendwende blieb wider Erwarten ein Großteil der Computer dieser Welt doch heil, und Google wurde mit über einer Milliarde Webdokumenten die größte Suchmaschine der Welt.

Der zunehmende Erfolg sorgte für einen der größten Brüche in der Unternehmensphilosophie: Google schaltete fortan Werbung. Zwei Jahre zuvor kritisierten Page und Brin noch genau diese Art der kommerziellen Nutzung von Suchmaschinen in einem Stanford-Papier heftig.

Foto: Google
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2002

Google tlhIngan Hol! Google bekam eine 72. Sprachausgabe: Klingonisch. Im Suchfeld steht: "chu'lu'ta'" - Befehlskurzform auf Klingonisch für "Es wurde aktiviert".

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2004

Darüber spricht die Welt: Der Duden nahm das Wort "googeln" - sprich: "guhg(e)ln" - als Verb in sein Wörterbuch auf. Er war damit zwei Jahre früher dran als der "Webster" und das "Oxford Dictionary". 2006 muss der Verlag jedoch die Definition auf Druck des Unternehmens ändern von "im Internet, bes. in Google suchen" zu "mit Google im Internet suchen". Auch andere Wörterbücher kamen der "Bitte" des Konzerns nach.

Foto: REUTERS
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2004

Google im Plus: Am 19. August feierte Google seinen Börsengang. Der Ausgabekurs der Aktie am New Yorker Technologieindex Nasdaq betrug 85 US-Dollar. Inzwischen ist der Wert einer einzelnen Google-Beteiligung mehr als das Zehnfache wert.

Foto: REUTERS
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2005

Google global: Die bis dahin zwar riesige, aber sonst ziemlich dröge Suchmaschine wurde um zwei ihrer mächtigsten Werkzeuge erweitert: Mit "Google Maps" konnte plötzlich jeder per Mausklick sein eigenes Grundstück von oben sehen - und das seines Nachbarn. Ab April 2006 stellte der Konzern auch für die meisten Gebiete in Deutschland hochauflösende Satellitenbilder bereit.

Wem das zu sehr von oben herab war, der konnte kurze Zeit später mit "Google Earth" auch dreidimensional über ganze Landstriche und Großstädte scrollen und gleiten. Nach dem Hurrikan "Katrina" nutzten einige Retter und Überlebende das Programm, um sich einen Überblick über das Ausmaß der Katastrophe zu verschaffen.

Foto: Google Earth
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2006

Diese Seite ist in Ihrem Land nicht verfügbar: In China ging google.cn an den Start. Die Suchmaschine fischte von der Regierung für unliebsam befundende Resultate automatisch heraus und blieb über lange Zeit eine der größten Kontroversen des Unternehmens, das sich immer wieder als Verfechter des freien Internets inszenierte.

März 2009 blockierte die chinesische Führung den Zugang zu YouTube, das inzwischen Google gehörte. Ein Jahr später griffen chinesische Hacker Google an. Der Konzern drohte damit, aus China auszusteigen - wenn nötig komplett. Seit dem 23. März 2010 leitet Google alle Suchanfragen aus China auf die Hongkonger Seite um.

Foto: Getty Images
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2007

Zeigt her eure Häuser: In sieben US-Städten startete die Maps-Erweiterung "Street View". Mit ihr konnte man sich fortan durch abfotografierte Straßenzüge klicken, die Autos unter Nachbars Carport begutachten und sogar Liebeswütige beim Kopulieren in freier Natur beobachten.

Ab Juli 2008 rollten Googles Kameraautos auch durch Deutschland. 2010 ging der Dienst schließlich in 20 deutschen Großstädten online, einige Hausbesitzer und -bewohner ließen daraufhin ihre Fassade in dem Dienst verpixeln, um ihre Privatsphäre zu schützen.

Foto: dpa
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2008

Nach Hause telefonieren: Bereits 2005 hatte Google das Unternehmen Android gekauft, das ursprünglich ausschließlich für die Bedienung von Digitalkameras gedacht war. Am 22. Oktober 2008 kam das erste Android-Handy in den USA auf den Markt. Google wurde damit neben Apple zu einem der wichtigsten Unternehmen im Smartphone-Geschäft.

Foto: dpa
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2011

Der Neue ist der Alte: Nach zehn Jahren löst Google-Gründer Larry Page seinen langjährigen Vertrauten Eric Schmidt ab und wird CEO seines eigenen Unternehmens - ganz wie zu Zeiten von Garagen-Google. Hätte er ja eigentlich auch die Visitenkarte von damals gleich behalten können.

Foto: Getty Images
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2012-2013

Stolze Leistung: Google geriet zusammen mit anderen US-Unternehmen wie Starbucks, Apple und Facebook in die Kritik, weil der Milliardenkonzern mit wohlklingenden Steuertricks wie dem "Dutch Sandwich" oder dem "Double Irish" seine Gewinne so lange hin- und herschob, bis er kaum noch Abgaben zahlen musste. Dem britischen "Independent" sagte der einstige Google-CEO Eric Schmidt: "Ich bin sehr stolz auf die Struktur, die wir geschaffen haben."

Foto: Google
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2013

Zum Jubiläum - ein Gläschen: Google ist längst aus seinen Suchmaschinen-Schuhen herausgewachsen und vermarktet inzwischen auch eigene Computer, Telefone - und zwischenzeitig auch Brillen.

Google Glass, das nur als Entwicklerversion verfügbar war, ist ein Mini-Computer auf einem Brillenrahmen, der in etwa die Befehle und Funktionen eines Smartphones beherrscht. Alle Informationen werden vor dem Auge des Trägers eingeblendet. Später stampfte Google das Projekt ein.

Foto: Getty Images
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2014

Milliardenwette auf das Internet der Dinge:2014 kauft Google den Thermostat- und Feuermelderhersteller Nest Labs. Es ist nach der 12,5-Milliarden-Dollar Übernahme von Motorola Mobility die bis dato zweitteuerste Übernahme in der Unternehmensgeschichte von Google.

Nest Labs kostete Google dagegen nur 3,2 Milliarden Dollar - Beobachter hatten damals eigentlich damit gerechnet, dass Apple zuschlägt.

Foto: AP/dpa
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2015

Neuer Name: Unter einer Holding namens Alphabet spaltet Google sich in Tochterfirmen auf. Als Google firmiert fortan nur noch das traditionelle Web-Geschäft. Der Rest des Google-Reichs wandelt sich zu unabhängigen Firmen. "Unser Konzern läuft heute gut, aber wir denken, dass wir es sauberer und verantwortlicher machen können", schrieb Gründer Larry Page.

Foto: PAWEL KOPCZYNSKI/ REUTERS
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2016

Chat mit der künstlichen Intelligenz (KI) von Google:In seiner neuen Messaging-App Allo soll ein virtueller Assistent Nutzern per Chat im Alltag helfen. Er soll beispielsweise Nachrichten beantworten oder ein Restaurant finden und gleich einen Tisch bestellen. Kurz nach dem Erscheinen spricht der Assistent allerdings erst Englisch, weitere Sprachen sollen aber folgen.

Nicht alle freuen sich über Allo: Whistleblower Edward Snowden etwa warnte intensiv vor der neuen App. Man sollte sie einfach nicht benutzen, so Snowden auf Twitter.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?