Demo - durch die Stadt tanzen "Uns war schon bewusst, dass da etwas Großes passiert war"
Gefühl der Revolution: Bei der ersten Love Parade fand der Techno-Sound aus Kellerclubs wie der Turbine Rosenheim oder dem Fischlabor erstmals seinen Weg auf die Straßen von Berlin.
Wo geht's lang?: Ausgelassen feiern Raver auf der Straße des 17. Juni in Berlin die 13. Love Parade. Etwa 500.000 junge Leute nahmen im Juli 2001 an der größten Techno-Party der Welt zwischen Brandenburger Tor (im Hintergrund), der Siegessäule und dem Ernst-Reuter-Platz teil.
Feierndes Volk: Rund 150 junge Menschen hatten sich am 1. Juli 1989 in Berlin zusammengefunden, um auf der Straße zu Techno-Musik zu tanzen. Die erste Love Parade bestand nur aus drei Pritschenwagen auf denen zuvor aufgenommene Musikkassetten abgespielt wurden.
Natur Pur: Berauscht von Beats und Dosenbier tanzt dieses Blumenkind bei der 12. Loveparade am 8. Juli 2000 in Berlin.
Total anarchisch: Vom Wittenbergplatz zog die feiernde Gemeinde zum Ku'Damm, wo sie stehenblieben und eine Viertelstunde auf der Straße tanzend die Kreuzung blockierten. "Das hatte was total Anarchisches", erinnert sich Dr. Motte.
Der Gründer: Der DJ Dr. Motte spricht 2006 in Berlin auf einer Pressekonferenz. Bis Ende 2003 hatte er noch in Berlin die Love Parade organisiert, dann ging das Geld aus. Nachdem 2004 und 2005 die Veranstaltung nicht stattgefunden hatte, kaufte eine Fitnesskette die Marke und benutzt sie seitdem als Marketingevent und Abschreibungsprojekt.
Kellerkinder auf der Straße: Zur Zeit der ersten Loveparade, im Juli 1989 wurde Techno-Musik noch von einer Minderheit gehört. In kleinen Kellerclubs, die nur Eingeweihte kannten, wurde der neue Sound aufgelegt.
Zehnte Love Parade: Während bei der ersten Love Parade gerade einmal 150 Menschen getanzt hatten, waren es 1998 bereits Hundertausende, die sich zur zehnten Love Parade in Berlin eingefunden hatten.
Topp-Stimmung: Eine mit einem Bikini-Top bekleidete Love-Parade-Teilnehmerin (2. v. li.) blickt von einem Partywagen herab.
Ankündigung zur Ersten: Mit Plakaten wie diesen sollten am 1. Juli 1989 die frühen Berliner Techno-Fans zu einer Demo mit dem Motto "Frieden, Freude, Eierkuchen" gelockt werden - der ersten Love Parade.
Luftig: Luftaufnahme der Straße des 17. Juni in Berlin während der Love Parade. "Join the Love Republic" war das Motto im Jahr 2001.
Blumen am Hut: Wie bereits die Hippies vor ihnen, wollten die Techno-Fans eigentlich nur Frieden, Spaß und ihre Musik hören.
Love Parade 2006: In diesem Jahr wurde die Techno-Demo nicht mehr von Dr. Motte und Co. organisiert. Der Name "Love Parade" wurde von einer Fitnesskette aufgekauft. Von seiner Anziehungskraft hatte das Event dennoch nichts verloren. Partyfans aus der ganzen Welt kamen, um zu feiern.
Musik verbindet: Ein Raver-Pärchen bei der elften Love Parade in Berlin. Das Motto war "Music is the Key".
Love Parade 2003: Tausende Raver tanzen während der Love Parade 2003 auf der Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Nach Angaben des Veranstalters kamen zu der bunten Musikparade im Tiergarten rund 500.000 Besucher.
Sonnenparade: "Let the sun shine to your heart" war das Motto der neunten Love Parade, unter dem mehr als eine Million Techno-Fans in Berlin feierten - einige von ihnen nahmen das Motto arg wörtlich.
Gotthilf Fischer in Stimmung: Bei der zwölften Love Parade fuhr auch der deutsche Chor-Leiter Gotthilf Fischer auf einem der Wagen mit. Auf dem Bild grüßt er die Menge vor dem Brandenburger Tor. Presseberichten zufolge sollen Unbekannte dem 72-Jährigen während der Massenparty unbemerkt Ecstasy-Pillen in sein Bier getan haben.
Love Parade 1994: Wagen der Love Parade 1994 auf dem Ku'damm.