20 Jahre Mauerfall - DER SPIEGEL
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20 Jahre Mauerfall Auf Streifzug in den Osten

Als die Mauer fiel, stand selbst die Fußballwelt still. Nur einer rieb sich die Hände, nicht die Augen: Bayer-04-Manager Reiner Calmund brach sofort gen Osten auf und hatte binnen weniger Tage die besten DDR-Kicker eingekauft. Am Ende stoppte ihn nur Helmut Kohl persönlich. Von Jürgen Löhle
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Andreas Thom: Der Berliner Stürmer Andreas Thom (l.) im Zweikampf mit Andreas Trautmann. Thom war der erste DDR-Spieler, den Leverkusens Manager Reiner Calmund nur wenige Tage nach dem Mauerfall 1989 für seinen Verein verpflichten konnte.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1988-0406-032

Foto: Das Bundesarchiv/Rainer Mittelstädt
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Matthias Sammer und Ulf Kirsten: Bei Dynamo Dresden spielten sie noch zusammen, und wäre es nach Reiner Calmund gegangen, hätten sie das auch bei Bayer 04 Leverkusen getan. Doch als Calmund binnen weniger Tage nach dem Mauerfall drei Starkicker aus dem Osten verpflichtete, griff Kanzler Kohl höchstpersönlich ein. "Ihr könnt nicht die ganze DDR leer kaufen", sollen seine Wort zum Bayer-Management gewesen sein - Sammer wurde zum VfB Stuttgart bugsiert.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1988-1022-021

Foto: Das Bundesarchiv/Jan Peter Kasper
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Thom-Transfer: Ex-BFC-Dynamo-Stürmer Andreas Thom bei der Pressekonferenz anlässlich seines Vereinwechsels zum West-Club Bayer 04 Leverkusen. Bereits am 12 Dezember 1989 hatten beide Clubs den Vertrag unterzeichnet - vom 1. Februar 1990 an stürmte Thom für die Werks-Elf des Bayer-Konzerns.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1989-1216-015

Foto: Das Bundesarchiv/Peer Grimm
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Matthias Sammer: Der ehemalige Dynamo-Dresden-Spieler Matthias Sammer sollte, genau wie Ulf Kirsten und Andreas Thom, zu Bayer 04 Leverkusen gelotst werden. Doch Kanzler Kohl waren drei Ex-DDR-Kicker bei einem einzigen Westclub zuviel - er intervenierte bei den Bayer-Oberen, Sammer ging zum VfB Stuttgart. Mit dem wurde er 1992 am letzten Spieltag Meister - mit einem 2:1-Sieg in Leverkusen.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1990-0404-025

Foto: Das Bundesarchiv/Matthias Hiekel
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Matthias Sammer: Matthias Sammer kurz vor seinem Wechsel zum VfB Stuttgart.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1990-0602-009

Foto: Das Bundesarchiv/Bernd Settnik
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Reiner Calmund: Der Manager des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen am 27.08.2002 in Dresden. Als erster Bundesligamanager hatte er sich direkt nach dem Mauerfall um die Verpflichtung hochkarätiger DDR-Kicker bemüht.

Foto: dpa
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Calmund und Kirsten: Ulf Kirsten gratuliert Leverkusens Manager Reiner Calmund zu dessen 48. Geburtstag. Die beiden verband eine lange Geschichte: Calmund hatte Kirsten direkt nach dem Mauerfall zum Werksclub gelotst, wo Kirsten mit 182 Bundesligatoren zum absoluten Stürmerstar avancierte.

Foto: Maria-Luisa Pirrottina/ Getty Images
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Magere Ausbeute: Obwohl Kirsten bei Leverkusen zum unumstrittenen Stürmerstar wurde und auch bei Champions-League-Partien - wie hier 1997 gegen Sporting Lissabon - glänzte, konnte er mit der Werkself in 13 Spielzeiten keine Meisterschaft erringen.

Foto: AP
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Abschied: Obwohl er als einer der ersten DDR-Kicker in den Westen abgewandert war, feierten tausende Fans 2003 im Dresdener Rudolf-Harbig-Stadion Ulf Kirsten bei seinem Abschiedsspiel.

Foto: dpa
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Der letzte Auftritt: DDR-Fußballnationalmannschaftskapitän Matthias Sammer ausgepumpt nach dem Spiel in der Umkleidekabine des Brüsseler Constant-Vandenstock-Stadions. Die DDR-Fußballnationalmannschaft hatte am 12.09.1990 vor 10.000 Zuschauern das letzte ihrer insgesamt 293 Länderspiele gewonnen. Belgien wurde durch zwei Sammer-Tore mit 2:0 bezwungen.

Foto: dpa
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