20 Jahre Mauerfall - DER SPIEGEL
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20 Jahre Mauerfall "Keine Menschenopfer für die Psyche"

Die Deutschen und die Wende: Der Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz erklärte auf SPIEGEL ONLINE, der Untergang der DDR sei "keine Revolution" gewesen, die Menschen im Osten seien zum Westen "übergelaufen". Der Philosoph Richard Schröder sieht das anders - und attestiert Maaz moralische Unreife.
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Maueröffnung am Brandenburger Tor: Diese Bilder gingen am 9. November 1989 um die Welt. Bis heute gehen die Meinungen auseinander: War der Mauerfall eine Revolution oder nicht?

Foto: DPA
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Demonstrationszug: Die friedlichen Demonstrationen gegen das in der DDR herrschende Regime hatten bereits früh angefangen. So marschierten bereits im Januar 1989 rund 800 SED-Kritiker durch Leipzig.

Foto: Archiv Bürgerbewegung Leipzig
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Arbeiteraufstand 1953: Zwei Demonstranten schleudern am 17. Juni 1953 Steine gegen sowjetische Kampfpanzer auf dem Leipziger Platz in Ost-Berlin. Diese hatten dort infolge der Demonstrationen und massiven Proteste - auch in Form von Verwüstung - Stellung bezogen. Im Juni 1953 protestierten in der gesamten DDR zwischen einer halben und einer Million Menschen gegen die Politik der SED, jedoch ohne Erfolg. Die Revolution wurde niedergeschlagen und war gescheitert.

Foto: AP
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Herzliche Begrüßung: Nach seiner Ankunft in Ostberlin am 6. Oktober 1989 begrüßt der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow (l.) Erich Honecker mit Umarmung und Kuss.

Foto: AP
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Parade zum 40. Jahrestag der DDR: Am 7. Oktober 1989 feierte die DDR mit ihrer Politprominenz ihr 40-jähriges und letztes Jubiläum mit einer großen Militärparade. Einen Monat später fiel die Mauer und die, die hier noch auf der Ehrentribüne stehen, wurden entmachtet.

Foto: dpa
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Mauerfall: Zahlreiche Schaulustige hatten sich am 12. November 1989 auf dem Potsdamer Platz versammelt, um die feierliche Öffnung des Grenzübergangs mitzuerleben. Ebenfalls erschienen waren Hunderte Soldaten, die die Menge in Schach halten sollten. Zu dieser Zeit waren befanden sich zusätzlich noch 400.000 sowjetische Soldaten in der DDR, die zu der angespannten Stimmung beitrugen. Ohne die Zustimmung Michail Gorbatschows hätte es in diesem Herbst keinen Umsturz gegeben.

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Gedenkkreuze für die Mauertoten: Touristen betrachten im August 2007 die Gedenkkreuze für die an der Berliner Mauer getöteten Flüchtlinge an der Spree beim Reichstag.

Foto: AP
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Richard Schröder: Der Theologe und Philosoph spricht bei einer Gedenkveranstaltung zum 17. Juni 1953 am 17. Juni 2009 im Deutschen Bundestag in Berlin. Schröder war Vorsitzender der SPD-Fraktion in der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR und wurde später Verfassungsrichter in Brandenburg. Er galt immer wieder als Kandidat für das Bundespräsidentenamt.

Foto: dpa
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Psychotherapeut Maaz: Der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie war von 1980 bis 2008 Chefarzt der Psychotherapeutischen und Psychosomatischen Klinik im Evangelischen Diakoniewerk Halle. Bekannt machte ihn nach dem Ende der DDR sein Bestseller "Der Gefühlsstau" (1990). Darin analysiert Hans-Joachim Maaz die Folgen staatlicher wie familiärer Repression für die DDR-Bürger. Seit 2008 hat er eine eigene Hörfunk-Kolumne ("Alles Psycho?") auf dem Kulturkanal MDR Figaro.

Foto: Jörg Gläscher
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?