20. Todestag Robert Lembke - DER SPIEGEL
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Kultshow "Was bin ich?" "Niemand wollte das damals machen"

Gegen diese TV-Show war ein katholischer Gottesdienst pure Anarchie - dennoch liebten die Leute Robert Lembkes Sendung "Was bin ich?". Beständig wie ein religiöses Ritual flimmerte das heitere Beruferaten 377-mal über deutsche Mattscheiben. Erst nach Lembkes Tod 1989 kamen pikante Details ans Licht.
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"Was bin ich"-Jubiläum: Das "Was bin ich?"-Rateteam - Annette von Arentin, Anneliese Fleyenschmidt und Hans Sachs (v.l.n.r.) versammelten sich im April 1985 anlässlich der 300. Sendung hinter ihrem Showmaster Robert Lembke.

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Istvan Bajzat/ dpa

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"Was bin ich?": Alle Versuche, etwas an der Sendung "Was bin ich" zu ändern, scheiterten am Widerstand der Zuschauer. Selbst die Namensschilder vor den Ratefüchsen blieben jahrzehntelang stehen - obwohl jeder Zuschauer sie im Schlaf aufsagen konnte.

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Der Zufallsmoderator: Moderator von "Was bin ich?" wurde der Fernsehdirektor und Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks, Robert Lemke, eher durch einen Zufall. "Niemand wollte das damals machen", so Lembke, "die Leute vom Radio wollten ihr Millionenpublikum nicht aufgeben für die Spinner vom Fernsehen. Ich war eigentlich nur eine Übergangslösung".

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Frühe Jahre von "Was bin ich?": Robert Lembke in den Fünfzigern mit der Schauspielerin Ruth Leuwerik zu Gast in seiner Sendung. Am Schluss jeder Folge verabschiedete er seine Zuschauer stets mit dem gleichen Satz: "Ich hoffe, es hat Ihnen ein bisschen Spaß gemacht und Sie laden uns wieder zu sich ein beim nächsten "Was bin ich?".

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"Welche Sau ganz genau?": Nach Robert Lembkes Tod gab es einige Wiederbelebungsversuche für die "Was bin ich?"-Show - unter anderem mit Björn-Hergen Schimpf (M.) als Moderator und Kabarettist Herbert Feuerstein, Talkerin Vera Int-Veen, Schauspielerin Tanja Schumann und dem ehemaligen Bundesminister Norbert Blüm (v.l.n.r.) als Rateteam. Den Erfolg des Originals erreichten die Nachfolger allerdings nie.

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Preise für "Was bin ich?": Nicht nur die Zuschauer liebten "Was bin ich?" - es hagelte auch Preise für die Sendung. So erhielten Hans Sachs, Annette von Aretin und Robert Lembke 1967 bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" im Verlagshaus Axel Springer eine Teamkamera.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Alexander Enger
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Heiteres Beruferaten: Robert Lembke mit seinem Stargast Curd Jürgens in einer "Was bin ich?"-Sendung von 1975. "Sind Sie mit der Herstellung oder Verteilung einer Ware beschäftigt?" war zumeist die erste Frage der Ratefüchse. Die Antwort von Jürgens auf diese Frage ist leider nicht überliefert.

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Fernsehritual: Die Quizshow "Was bin ich?" war ein einziges Ritual mit einem immer wiederkehrenden Ablauf. Immer mit dabei: Eine Unterschrifttafel, auf die der Gast seinen Namen schrieb; ein Gong mit Schlegel, Namensschilder des Rateteams, Nummernschilder zum Umblättern und die verschiedenfarbigen Sparschweine.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?