25 Jahre Pixar - DER SPIEGEL
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25 Jahre Pixar Licht aus, Lampen an!

Scheitern als Erfolgsmodell: Heute verdienen die Pixar Studios mit Animationsfilmen wie "Cars" Millionen. Am Anfang standen vor allem Rückschläge. Überleben konnte die Firma nur dank der unverbrüchlichen Liebe ihrer Gründer zum Trickfilm - und der Finanzspritzen des Apple-Gurus Steve Jobs.
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Wie zwei Lampen zu Stars wurden: Der Eineinhalbminüter "Luxo Jr." von 1986 ist einer der Meilensteine in der Geschichte des computeranimierten Films. Zwei Schreibtischlampen spielen in dem Pixar-Filmdebüt mit einem Ball, der schließlich kaputt geht.

Die kleine Leuchte Luxo Junior ist seitdem für Pixar das, was für Disney Mickey Maus ist. Fortan hat der kleine Star vor jedem Pixar-Kinofilm seinen großen Auftritt: Er darf ins Bild hoppeln und das "i" im Schriftzug der Firma platthüpfen.

Foto: Disney/ Pixar
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Kinder in Männern: Trotz steiler Karriere und Millionen auf dem Konto haben sich Ed Catmull (zweiter von links) und John Lasseter (dritter von links) offenbar eine kindliche Freude an verrückten Hemden bewahrt.

Hier posieren sie mit dem Disney-Aufsichtsratsvorsitzenden Rich Ross (links) und dem Disney-Home-Entertainment-Vertriebschef Bob Chapek vor der Premiere des Disney-Films "Die Prinzessin und der Frosch" im November 2009.

Foto: REUTERS
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Ein Traum wird Film: Seit Mitte der siebziger Jahre teilten Alvy Ray Smith und Ed Catmull die Vision, einen vollständig am Computer animierten Film zu erschaffen. Mit "Toy Story" ging er 1995 endlich in Erfüllung.

Foto: ddp images
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Revolution im Wald: Viel Story hat der Kurzfilm "The Adventures of André and Wally B." nicht. In dem nicht einmal zweiminütigen Kurzfilm von 1984 geht es um André, der von der Biene Wally B. durch den Wald verfolgt und schließlich gestochen wird.

Der Film war eine Zusammenarbeit von Alvy Ray Smith und John Lasseter und entstand noch bei Lucasfilms Spezialeffekteabteilung Industrial Light & Magic. "The Adventures of André and Wally B." gilt als der erste computeranimierte Trickfilm mit einer (wenn auch simplen) Story und richtigen Protagonisten.

Foto: Disney/Pixar
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Spielzeug mit Gewissen: In dem fünfminütigen Kurzfilm "Tin Toy" von 1988 flieht ein kleiner Spielzeugmusikant vor einem Baby. Als das Baby jedoch hinfällt, muss er eine Entscheidung treffen - überleben oder tun, was ein Spielzeug tun muss.

Der computeranimierte Trickfilm von 1988 erhielt einen Oscar in der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm". Seitdem haben Pixar-Filme weitere 13 Oscars abgeräumt - weitere 36-mal wurden Werke des Animationsstudios nominiert.

Foto: Disney/Pixar
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Pixar-Gründer: Einstein und Walt Disney waren die großen Vorbilder von Ed Catmull. Deshalb war es schon früh sein Traum, Trickfilme mit dem Computer zu animieren. Der Pixar-Mitgründer und mittlerweile vierfache Oscar-Gewinner ist einer der wichtigsten Visionäre im Bereich der Computergrafik.

Foto: REUTERS
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Vergessener Firmengründer? Merkwürdigerweise erinnert sich heute kaum noch jemand an Pixars Co-Gründer Alvy Ray Smith - scheinbar nicht einmal Pixar selbst. Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung erhielt "Toy Story 3"-Regisseur Lee Unkrich einen Oscar und bedankte sich brav bei "den drei Gründern von Pixar" - Lasseter, Catmull und Jobs.

Das Foto wurde von Kathleen King  zur Verfügung gestellt.

Foto: Kathleen King
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Neuveröffentlichung nach Schönheits-OP: Um bei einer Party mitfeiern zu können, versucht ein Schneemann in dem Kurzfilm "Knick Knack", aus seiner Schneekugel auszubrechen.

Der Vierminüter von 1989 wurde 2003 noch einmal komplett neu gemacht, damit er in den Kinos vor "Findet Nemo" laufen konnte. Allerdings mit einigen kleinen Veränderungen: Die Bikinischönheit mit der der Schneemann feiern möchte, und die Meerjungfrau im Aquarium, bei der er am Ende landet, haben in der neuen Version wesentlich kleinere Brüste. John Lasseter, der die Regie bei "Knick Knack" führte, erklärte diese Korrekturen mit seiner Verantwortung als Vater.

Foto: Disney/Pixar
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Wenn Räder träumen: 1987 produzierte Pixar den vierminütigen Kurzfilm "Rots Traum". In ihm träumt ein kleines rotes Einrad, das als längst vergessenes Sonderangebot in einem kleinen Fahrradladen steht, von einem großen Auftritt im Zirkus. Doch als es aufwacht, kommt niemand, um es zu kaufen.

Als Lasseter einmal gefragt wurde, warum der Kurzfilm kein glückliches Ende habe, witzelte er, das sei eben Pixars Blaue Periode gewesen.

Foto: Disney/Pixar
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Wiedersehen der Pioniere: Einige der ehemaligen Mitarbeiter des New York Institute of Technology bei einem Treffen auf der Computergrafik-Konferenz SIGGRAPH 1998 in Orlando, Florida.

Mit dabei: die Pixar-Gründer Alvy Ray Smith (dritter von rechts) und Ed Catmull (vierter von rechts).

Das Foto wurde vom New York Institute of Technology Computer Graphics Lab  zur Verfügung gestellt.

Foto: Mike Chou
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Der erste Versuch: Schon Mitte der siebziger Jahre wuchs in einer Gruppe junger Forscher der Wunsch, einen Film aus dem Rechner zu zaubern. Es war das Computer Graphics Lab am New York Institute of Technology, kurz NYTech, zu dem auch Ed Catmull und Alvy Ray Smith gehörten. An dem ersten Versuch arbeiteten die beiden jedoch nicht mit. Das Projekt war ein Sci-Fi-Film namens "The Works", in dem ein Roboter versucht, nach dem Dritten Weltkrieg die Erde wieder bewohnbar zu machen.

"Als die Produktion begann, brauchten Ed und ich nicht lange, um zu erkennen, dass es zu dieser Zeit noch unmöglich war, einen Animationsfilm zu drehen", erinnert sich Alvy Ray Smith. Die Computer waren längst nicht leistungsfähig genug. Sie hatten recht: Etwa sechs Jahre wurde an "The Works" gearbeitet, der Film kam nie über wenige Szenenschnipsel hinaus. Doch der Traum vom Kinofilm aus dem Computer hatte sich in den Köpfen von Smith und Catmull festgesetzt.

Das Foto wurde vom New York Institute of Technology Computer Graphics Lab  zur Verfügung gestellt.

Foto: New York Institute of Technology
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Aus dem Rechner in den Film: Schon bei Lucasfilm sorgte das Team um die späteren Pixar-Gründer Alvy Ray Smith und Ed Catmull für technische Durchbrüche. "Ich leitete die Abteilung für Computergrafik", erinnert sich Alvy Ray Smith, "und sorgte dafür, dass wir die Genesis-Demo in 'Star Trek 2: Der Zorn des Khan' machen konnten."

Die Sequenz in dem Film von 1982 zeigt einen Planeten, der sich von einem kargen Felsbrocken in ein vor Leben strotzendes Paradies verwandelt und gilt als die erste komplett an einem Rechner erschaffene Filmszene.

Foto: ddp images
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Geburtsstätte der Pixar-Werke: Um die komplexen Filme von Pixar herzustellen, betreibt das Animationsstudio eine eigen Renderfarm. Statt eines leistungsstarken Supercomputers werden in Emeryville, Kalifornien, viele einzelne Computer zusammengeschlossen, um die Bilder zu berechnen. Das hat den Vorteil, dass für mehr Kapizitäten das System leicht erweitert werden kann. Sollte ein Computer einmal ausfallen, kann er leicht ersetzt werden, ohne dass es größere Ausfälle gibt.

Foto: Deborah Coleman/Pixar
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Der Disney-Pixar-Deal: Disney-Geschäftsführer Robert Iger (Mitte), Steve Jobs (links) und der Pixar-Vizepräsident John Lasseter posieren am 24. Januar 2006 im Hauptsitz der Animationsfilmfirma im kalifornischen Emeryville gemeinsam für die Kameras. Disney hatte an diesem Tag bekannt gegeben, dass es seinen ehemaligen Partner Pixar übernommen hatte.

Foto: AP
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Spielzeug auf Abwegen: 1995 brachte Pixar mit "Toy Story" den ersten vollständig am Computer erstellten Spielfilm in die Kinos. Die Geschichte um Spielzeug, das zum Leben erwacht, wenn niemand im Raum ist, wurde ein Riesenerfolg und gewann sogar einen Oscar.

Die Puppe hier rechts im Bild sollte laut Originaldrehbuch eigentlich eine Barbie sein, doch Mattel gab keine Erlaubnis dafür und so wurde der Charakter geändert. Nach dem überbordenden Erfolg des Films änderte Mattel allerdings seine Meinung, so dass im zweiten Teil doch noch eine Barbie-Puppe auftaucht.

Foto: ddp images
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Aus der Animation in die Wirklichkeit: Vor dem Hauptsitz von Pixar steht eine riesige Skulptur der berühmten Schreibtischlampe aus dem Kurzfilm "Luxo Jr.".

Lasseter wurde zu dem Kurzfilm inspiriert, als er die Schreibtischlampe Luxo L-1 an seinem Arbeitsplatz stehen sah. Der 1937 vom norwegischen Designer Jac Jacobsen entworfene Designklassiker steht noch heute auf vielen Schreibtischen.

Foto: Disney/Pixar - Deborah Coleman
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?