Kultserie "Schwarzwaldklinik" "Heile Welt hat immer Konjunktur"
TV-Traumhochzeit im Schwarzwald: Am Ende der Serie steuert Chirurg Udo (Sascha Hehn), der Schwerenöter der Serie, in den Hafen der Ehe und heiratet Krankenschwester Elke (Barbara Wussow). Die letzte Folge mit dem Titel "Hochzeit mit Hindernissen" wurde am 25. März 1989 im ZDF ausgestrahlt.
Schickes Ende: In der finalen "Schwarzwaldklinik"-Sendung am 25. März 1989 treten noch mal alle Darsteller in eleganter Robe auf. Zur Hochzeit von Udo und Elke sind auch Theres Rotenburg und Frederik Gessner eingeladen (Beatrice Kessler und David Cameron).
"Schwarzwaldklinik": Als Außenkulisse für das Gebäude der fiktiven "Schwarzwaldklinik" diente der Carlsbau im Glottertal bei Freiburg. In Wirklichkeit war das Sanatorium Glotterbad eine Fachklinik für Psychosomatik, Psychotherapeutische und Innere Medizin. Zuletzt wurde es zur Kinder- und Familienrehabilitation genutzt. 2008 stand das Gebäude zum Verkauf. Noch heute ist das Glottertal für Fans der Serie ein beliebtes Ausflugsziel.
Malerische Kulisse: "Ich habe diese wunderschöne Region aus dem Dornröschenschlaf geholt", sagt Produzent Wolfgang Rademann. Das Glottertal im Südschwarzwald - hier mit Blick auf die fiktive "Schwarzwaldklinik" - diente allerdings nur für die Außenaufnahmen der Krankenhaus-Fernsehserie als Kulisse. Die Innendrehs fanden in einem Hamburger Studio statt.
TV-Helden im weißen Kittel: Ein Millionenpublikum saß gebannt vor der Mattscheibe, wenn Klausjürgen Wussow als Professor Brinkmann und Gaby Dohm als Krankenschwester Christa in der ZDF-Kultserie "Die Schwarzwaldklinik" das Leben ihrer Patienten retteten und nebenbei ihr eigenes Privatleben meisterten.
Revival der "Schwarzwaldklinik": Die erfolgreiche Serie "Die Schwarzwaldklinik" wurde am 22. Oktober 1985 auf ZDF zum ersten Mal ausgestrahlt - und feierte 20 Jahre später ein Comeback im Fernsehen. Zum Start der Dreharbeiten für die Jubiläumssendung posieren vor der Kulisse des Titisees Klausjürgen Wussow, Eva Habermann, Produzent Wolfgang Rademann sowie Sascha Wussow, der echte Sohn von Klausjürgen Wussow. Sein Filmsohn Udo alias Sascha Hehn (nicht im Bild) war beim Revival ebenfalls mit von der Partie.
Serien-Vorbild: Als Vorlage für die "Schwarzwaldklinik" diente Produzent Wolfgang Rademann, der auch die "Traumschiff"-Reihe entwickelte, die tschechische Arztserie "Das Krankenhaus am Rande der Stadt" aus den siebziger Jahren - hier das Cover des gleichnamigen Romans.
Zwischenmenschliches am Krankenbett: In der letzten Folge hat Gert Fröbe als hundertjähriger Patient Theodor Katz einen Gastauftritt. Katz, der wegen eines Schwächeanfalls in der Klinik liegt, wünscht sich Deftiges als Verpflegung - Blutwurst und Schwarzwälder Schinken. Professor Brinkmann (Klausjürgen Wussow) und Schwester Ina (Gaby Fischer) kosten die heimischen Delikatessen.
Schöne, heile Welt: Für die Rolle des Professor Brinkmann war ursprünglich Armin Mueller-Stahl vorgesehen. Der Schauspieler sagte aber ab, weil er sich auf seine Hollywood-Karriere konzentrieren wolle. "Ein sensationeller Glückstreffer", wie Wolfgang Rademann rückblickend feststellt, "mit Wussow habe ich den besten Halbgott in Weiß bekommen, den es je gab". Wussow starb 2007 in Berlin.
Schluss mit dem Schwarzwälder Schinken: Nach vier Jahren "Schwarzwaldklinik" befanden Drehbuchautor Herbert Lichtenfeld und Produzent Wolfgang Rademann, dass die Geschichte "fix und fertig auserzählt" sei. Am 25. März 1989 wurde die letzte Folge ausgestrahlt. Im Bild ist Gert Fröbe als Patient Theodor Katz zu sehen, der seinen 100. Geburtstag in der Schwarzwaldklinik feiern muss. Unter den Gratulanten ist auch der Ministerpräsident (Heinz Weiss).
SPIEGEL-Titel 1985: Zum Serienstart titelte der SPIEGEL am 28. Oktober 1985 mit der "Schwarzwaldklinik". Die Geschichte hieß damals "Romanze in Mull". "Das war für mich eine Ehre", sagt Produzent Wolfgang Rademann heute. "Der Verriss einer TV-Serie als großes Thema beim Medienflaggschiff, so etwas hatte es noch nie gegeben."