25 Jahre WWW Wie das WWW erfunden wurde
Tim Berners-Lee (M.) gilt als Erfinder des World Wide Web (WWW). 1991 demonstriert er auf einer Konferenz in San Antonio, Texas, wie das World Wide Web funktioniert.
Berners-Lee an seinem Arbeitsplatz am Forschungszentrum Cern (1994): Der Phyiker und Informatiker lud am 6. August 1991 in einer Usenet-Diskussionsgruppe dazu ein, den ersten öffentlich zugänglichen Webserver bei seinem Arbeitgeber zu besuchen. Es war der Startpunkt fürs Web, wie wir es heute kennen.
Nari Kannan (1991): Der Informatiker bat am 2. August 1991 in einer Diskussionsgruppe im Usenet um Hilfe: "Weiß jemand etwas über die Entwicklung qualifizierter Hypertext-Links?" Ein paar Tage später antwortete ihm Tim Berners-Lee - mit einer öffentlichen Einladung, Dokumente vom ersten WWW-Server abzurufen.
Die Idee fürs Web: Berners-Lees Thesenpapier "Informationsmanagement: Ein Vorschlag" von 1989 leitete die größte Umwälzung in Medien und Kommunikation seit Einführung des Fernsehens ein.
Kein PC: Das Protokoll für das WWW entstand auf einem NeXT-Rechner. Dieser hier war tatsächlich der erste Webserver überhaupt. Die Erstversion des Web entstand auf diesem Arbeitsrechner und fand zuerst auch nur darauf statt.
So sah die Homepage des Forschungsinstituts Cern 1990 mit einem der ersten, textbasierten Browser aus. Die Software entwickelte Tim Berners-Lee weiter, zum grafikfähigen "WorldWideWeb browser", der wie hier auf Rechnern mit dem NeXTStep-Betriebssystem lief.
Tim Berners-Lee 1991 mit Nicola Pellow: Die britische Mathematikerin schrieb den ersten Textzeilen-Browser und später mit Robert Cailliau den ersten WWW-Browser für Macs.
Robert Cailliau (1995): Der Informatiker hatte wie Berners-Lee am Cern an Möglichkeiten gearbeitet, das Informationsmanagement zu verbessern. Als sie voneinander erfuhren, gab Cailliau sein eigenes Projekt auf und arbeitete mit Berners-Lee und vielen anderen am Cern für das WWW-Projekt.
Gemeinfrei: Mit diesem Dokument erklärte das Cern am 30. April 1993 das WWW zum öffentlichen Eigentum.
Die Erklärung umfasst den am Cern entwickelten Browser, die Server-Software und anderen Programmcodes. Die Verantwortlichen des Forschungszentrums erklären, sie wollen damit Kompatibilität, Netzwerk-Standards und computergestützte Zusammenarbeit fördern.
Tim Berners-Lee schrieb in Diskussionsforen , das Ziel sei es, "Wissen ohne Diskriminierung zu teilen". Jedermann auf der Welt solle gleichen Zugang haben.
Web-Sir: Queen Elizabeth II. erhob Berners-Lee 2004 in den Ritterstand. Hier ein Foto vom Februar 2009, als Berners-Lee Gast bei der Vorstellung der neuen Webseite des Königshauses war. Berners-Lee leitete das World Wide Web Consortium, eine Organisation zur Wahrung von Standards im WWW. Ende 2010 warnte Berners-Lee in einem Aufsatz vor der Vorherrschaft weniger Online-Riesen, die digitale Informationen einsperren. Seiten wie Facebook saugten Daten auf, gäben aber selbst wenig preis. Nach wie vor setzt sich der 61-Jährige für ein freies Internet und den Netzzugang für alle Menschen ein.