"Space Invaders" Angriff der Aliens
Aliens greifen an!: Auf dem Bildschirm nähert sich eine Phalanx von Außerirdischen einer einsamen Laserkanone. Sie ist die letzte Verteidigungslinie zwischen den furchterregenden Monstern und der Erde. "Space Invaders" auf der Atari-2600-Konsole.
Einladung zum Spielen: Ein "Space Invaders"-Automat in einem japanischen Spielzeuggeschäft.
Weltraumkrieger: Erst nachdem "Space Invaders"-Erfinder Tomohiro Nishikado ein "Star Wars"-Prospekt in die Hände gefallen war, verlegte er die Handlung seines Spiels ins All. Der Film lief zwar noch nicht in Japan, hatte in den USA aber gerade alle Rekorde an den Kinokassen gebrochen.
Retro-Spielhalle: In den Räumen des RetroGames e.V. kann man noch Videospiele der achtziger Jahre spielen. Hier spielt der Vereinsvorsitzende Christian Keller. Im Vordergrund ist der Klassiker "Pac-Man" zu sehen.
Merkwürdiges Monster: Das Monster auf diesem Plakat ziert auch die Arcade-Automaten von "Space Invaders". Viele fragen sich, warum. Denn ein solches Monster taucht nirgendwo im Spiel auf. Der Grund dafür: eigentlich sollte das Spiel ursprünglich "Space Monsters" heißen. Doch der damalige Chef des Arcade-Automaten-Herstellers Bally Midway entschied, das Spiel in "Space Invaders" umzutaufen. Die Grafiker, die das Automaten-Design verantworteten, waren mit ihrer Arbeit aber schon fertig. Sie hatten ein Weltraum-Monster entworfen - ohne sich vorher die Spielgrafik anzusehen. Der Spieltitel ging, das Monster blieb.
Old-School-Spiel: Die Grafik war pixelig, die Sounds quäkten Mono aus den Boxen - und selbst die drei Farben waren hingeschummelt. Das rote Ufo und die grünen Bunker wurden mit hinter den Bildschirm gelegten bunten Folien erzeugt. Trotzdem revolutionierte "Space Invaders" die Videospielwelt.
Sie waren hier: Statt langweiliger Kreise im Kornfeld wurde hier ein Alien-Kunstwerk im "Space Invaders"-Stil geschaffen.
Ein wichtiger Punkt: Die in "Space Invaders" von Erfinder Tomohiro Nishikado erstmals eingeführte Highscore-Liste war eine Revolution. Wer mehr Invasoren und Ufos abschoss, erreichte höhere Punktzahlen - und konnte sich vielleicht sogar in der Bestenliste des Automaten verewigen.
Arcade-Spielen heute: Auch heute noch gibt es überall auf der Welt Videospielhallen. Hier spielen jordanische Teenager 2002 in einer Arcade in Amman. "Space Invaders" hat diese Entwicklung Ende der siebziger Jahre entscheidend beflügelt. Der Automat war der Erste mit einer Highscore-Liste. Fortan ging es für die Jugenlichen nicht nur darum, ihr Können zu perfektionieren und mit einer Münze so lange wie möglich am Automaten zu bleiben, sondern auch darum, die Bestleistungen der anderen zu übertreffen.
Außerirdisches Merchandise: Die Außerirdischen aus "Space Invaders" gehören neben "Pac-Man", "Lara Croft" und "Super Mario" zu den größten Ikonen der Videospielgeschichte. Sie zieren heute alle möglichen Produkte wie T-Shirts, Autofußmatten oder Geschenkpapier.
"Krieg der Welten": Basierend auf dem Roman von H. G. Wells war "Krieg der Welten" (USA 1953) einer der ersten großen Alien-Invasionsfilme. "Space Invaders" nahm nicht nur den Gedanken der angreifenden Außerirdischen auf, Tomohiro Nishikado ließ sich sogar von den meerestierhaften Invasoren aus H.G. Wells' Bestseller inspirieren.
Eindringen in den öffentlichen Raum: Als kleine Klebekunstwerke des Street-Art-Künstlers Invader gelangen die "Space Invaders" ins Stadtbild von Metropolen rund um den Globus.
Gleiches Spiel, andere Optik: Hier eine poppigere Version des Klassikers. "Space Invaders" ist heute fest im popkulturellen Kanon verankert. Auf Computern, Spielkonsolen, Handys und PDAs laufen hunderte verschiedene Versionen des Spiels.
Highscore-Jagd wie früher: In der Videospielhalle von Retrogames e.V. in Karlsruhe kann man Arcade-Feeling wie vor 25 Jahren erleben.
Spielcover der Konsolen-Cartridge: Atari kaufte eine "Space Invaders"-Lizenz - und wurde dadurch umgehend zum Big-Player im Videospielgeschäft. Praktisch über Nacht vervierfachten sich die Verkaufszahlen der Atari-2600-Konsole.
Das Original: Grüne Bunker, weiße Aliens - so sah das Spiel auf dem ersten "Space Invaders"-Automaten aus.
Mangelware: "Space Invaders" war in Japan so beliebt, dass bald nach dem Erscheinen 1978 die 100-Yen-Münzen knapp wurden - weil in ganz Nippon mit eben diesen Geldstücke die Automaten gefüttert wurden. Unbestätigten Gerüchten zufolge musste die Regierung daraufhin die Menge der Münzen in Umlauf verdreifachen.
Videospiel-Party: RetroGames e.V. in Karlsruhe restauriert alte Videospielautomaten, Flipper, Heimcomputer und Videospielkonsolen, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Dort kann jeder der mag, gegen einen kleinen Unkostenbeitrag das alte Arcade-Gefühl wieder aufleben lassen.
Mit Furnier beim Spielturnier: Eine "Space Invaders"-Lizenz rettete Ataris Existenz. Einfach jeder wollte am heimischen Fernseher Aliens jagen.
In der Welt zu Hause: Überall verteilt auf der Welt findet man die schönen Space Invader! Hier ein Bild aus London.
Space Invaders: Das 1978 erschienene Spiel "Space Invaders" ist der absolute Klassiker unter den Videospielen. der Programmierer Toshihiro Nishikado hatte damit ein Spiel geschaffen, das wie kaum ein anderes die frühe Zeit der Spielkonsolen prägte.