30 Jahre "Star Wars" - DER SPIEGEL
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"Star Wars" Krieg der Schere

Chaotische Drehtage, entsetzte Produktionsleiter: Regisseur George Lucas empfand die Arbeit an seinem wichtigsten Film 1977 als Folter. Aus Verzweiflung richtete er sogar eine Schere gegen sich selbst. Dann hatte "Star Wars" Premiere - und revolutionierte die Filmindustrie. Von Benjamin Maack
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Weltraumkrieger: Harrison Ford als Schmuggler Han Solo und Peter Mayhew als der Wookie Chewbacca im ersten "Star Wars"-Film "Eine neue Hoffnung - A new Hope", nach der neuen Zählung "Episode IV". Star Wars ist ein modernes Märchen: Gut gegen Böse und Helden, die die Prinzessin aus den Klauen des finsteren Herrschers befreien müssen.

Foto: 20th Century Fox
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Weltraummärchen: Zu Beginn des dritten Teils der ersten "Star Wars"-Triologie "Die Rückkehr der Jedi-Ritter - Return of the Jedi" wird Prinzessin Leia (Carrie Fisher) von dem bösen Schwabbelmonster Jabba the Hutt als Sklavin gefangen gehalten. Zum Glück kann Luke Skywalker sie retten und das Monster töten. Es stellt sich außerdem heraus, dass Luke und Leia so eine starke Verbindung zueinander haben, weil sie Zwillinge sind. Der Liebe zwischen Leia und Han Solo steht somit nichts mehr im Weg. Die geradezu "lächerliche" Geschichte wurde viel kritisiert - aber sie berührte die Menschen: Star Wars ist ein Märchen für das Kind in jedem von uns.

Foto: 20th Century Fox
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Hinter dem Horizont: Star Wars beginnt mit: "Vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxie..." Auch wenn es nach Science-Fiction aussieht, ist es doch ein Märchen. So klingt auch die Geschichte: Der junge Held, der noch nicht weiß, dass er ein Prinz ist, muss die Prinzessin aus den Fängen des Bösen befreien und hat zum Glück einige treue Gefährten, die ihm dabei helfen. Erst später erfährt er, dass der böse Herrscher sein Vater ist, den er vernichten muss, um die Galaxie vom Terror zu befreien.

Im Bild: Mark Hamill als Luke Skywalker mit dem Androiden C-3PO im ersten "Star Wars"-Film "Eine neue Hoffnung".

Foto: AP/Lucasfilm Ltd. & TM.
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"Eine neue Hoffnung": Als der erste "Star Wars"-Film 1977 in die Kinos kam, glaubte niemand, dass das "infantile Weltraummärchen" auch nur seine Produktionskosten wieder einspielen könnte. Es wurde einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Foto: 20th Century Fox
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"Star Wars"-Fieber: Zuerst glaubte niemand an "Star Wars", nicht mal Regisseur George Lucas - aber die mittlerweile sechs Filme gehören zu den erfolgreichsten der Filmgeschichte, unzählige Fans haben sie im Kino gesehen und Merchandising-Artikel und DVDs gekauft. Hier posieren einige von ihnen verkleidet als "Star Wars"-Charaktere vor der Premiere von Episode III "Die Rache der Sith - Revenge of the Sith".

Foto: REUTERS
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Das Böse: Anakin Skywalker (im Hintergrund) wechselt in Episode III "Die Rache der Sith - Revenge of the Sith" endgültig auf die dunkle Seite der Macht und wird zum bösen Herrscher Darth Vader. Das "Star Wars"-Universum wird von einem komplizierten Mythologiegeflecht zusammengehalten, während die Geschichte den Kampf Gut gegen Böse beschreibt. Der böse Darth Vader kann am Ende allerdings nur von seinem Sohn Luke Skywalker besiegt werden, da dieser noch einen letzten Funken des Guten in seinem Vater sehen kann.

Foto: 20th Century Fox
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Alptraum: Furchteinflößende Maschinen und Roboter in ihrem Kampf gegen das Gute tauchen in allen sechs "Star Wars"-Filmen auf. Diese hier sind aus einer Szene in Episode I "Die dunkle Bedrohung - The Phantom Menace", in dem es eigentlich um einen Streit über Handelszölle und korrupte Politiker geht. Es gibt meterweise Literatur über Vergleiche zwischen "Star Wars" und realen politischen und historischen Gegebenheiten.

Foto: 20th Century Fox
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Roboter unter sich: Der Android C-3PO und sein kleiner Freund R2-D2 auf dem Planeten Tatooine - Die ist eine Szene im ersten "Star Wars"-Film "Eine neue Hoffnung - A new Hope". Anthony Daniels, der Darsteller des goldenen Protokolldruiden C-3PO, war der einzige Schauspieler, der in allen sechs Filmen mitspielte.

Foto: 20th Century Fox
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Generationenkonflikt: Luke Skywalker, der bei seiner Tante und seinem Onkel auf dem Wüstenplaneten Tatooine aufwächst, würde am Anfang des ersten "Star Wars"-Films "Eine neue Hoffnung - A new Hope" gern hinaus ins All und Abenteuer erleben, muss aber seinen Zieheltern helfen. Eine Situation, in die sich viele Jugendliche gut hineindenken können. Ein Erfolg der Filme war sicherlich die Mischung aus alltäglichen und fantastischen Situationen - der Zuschauer kann sich in die Figuren hineinversetzen und erlebt mit ihnen Dinge, die er nie zu träumen gewagt hätte.

Foto: AP
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"Star Wars": Eine Weltraum-Kampfszene in "Star Wars" - der erste Film war technisch gesehen brillant, so gut waren die Animationen vorher in keinem Science-Fiction-Film gewesen. Häufig wurde allerdings kritisiert, dass die Schüsse im All in Wirklichkeit nicht zu hören wären. Aber sind Laserschwerter und X-Flyer realistischer?

Foto: 20th Century Fox
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"Star Wars": Regisseur George Lucas mit dem Darsteller Anthony Daniels als Protokolldruide C-3PO während der Dreharbeiten zu Star Wars. Der ferne Planet Tatooine, auf dem der erste Teil spielt, ist in Wirklichkeit die Wüste von Tunesien. Am ersten Tag nach Drehbeginn begann es hier zu regnen - das erste Mal seit fünf Jahren. Es gab jedoch nicht nur Pannen bei den Dreharbeiten, niemand glaubte an die Geschichte. Lukas glaubte, dies sei der letzte Film, den er je drehen würde. Doch das Publikum liebte "Star Wars", und der erste Teil wurde einer der erfolgreichsten Blockbuster aller Zeiten.

Foto: 20th Century Fox
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Kampftraining: Im zweiten Teil der ersten "Star Wars"-Trilogie "Das Imperium schlägt zurück - The Empire strikes back" fliegt der junge Luke Skywalker nach Dagobah, um von Yoda zum Jedi-Ritter ausgebildet zu werden. "Star Wars" sind nicht einfach nur Filme - George Lucas hat mit ihnen ein neues Universum erschaffen: Planeten und Völker mit einer eigenen Logik und Mythologie.

Foto: 20th Century Fox
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Mini Darth Vader: Star Wars ist ein Science-Fiction-Märchen, das Kinder und Erwachsene bereits seit 1977 begeistert. Hier stehen Fans an, um noch Premierenkarten für Episode III "Die Rache der Sith - Revenge of the Sith" zu kriegen.

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Angriff der Vokuhilas: Eine Szene wie aus einem Fantasy-Abenteuer - die haarigen wie mutigen Wookies im Kampf. Auf die Bezeichnung kam George Lucas, als einer seiner Freunde mit seinem Wagen durch ein Schlagloch fuhr und rief. "Wookie, was für ein Loch!" Der Berühmteste von ihnen: Chewbacca, Han Solos pelziger Mitstreiter.

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Spitzohriges Grüngesicht: Jedi-Meister Yoda hatte einst auch Luke Skywalker den Umgang mit dem Lichtschwert gezeigt - sehr zu dessen Nutzen.

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"Star Wars"-Krieger im Straßenkampf: Ein Fan, verkleidet als "Star Wars"-Krieger, regelt am Tag der Premiere von "Star Wars: Episode III" in New York den Verkehr.

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Padme Amidala: Die Mutter von Prinzessin Leia, der jünsten Senatorin aller Zeiten und Anführerin des Aufstands gegen das Imperium. Man ahnt, woher Prinzessin Leia ihr Faible für eingedrehte Schneckenfrisuren hat.

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Obi und Anakin: Noch kämpfen Sie gemeinsam gegen das Böse ...

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Schlacht im Weltraum: Wie es sich gehört, beginnt auch "Star Wars: Episode III" mit einem ordentlichen Showdown. Hier stürzt gerade ein Raumschiff auf den Planeten Coruscant.

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Schwangere Sternenkriegerin: Zur Premiere von "Star Wars: Episode III" posierte die schwangere Jewels Green mit "Star Wars"-Figuren im Ziegfeld-Theater in New York. Der sechste Film der Serie von George Lucas lief am 19. Mai 2005 US-weit an.

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Der Mann, der Darth Vader wurde: In "Star Wars: Episode III", die als Prequel die Vorgeschichte der ursprünglichen Story erzählt, wird aus dem Jungspund Anakin der böse Darth Vader.

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Hamburger "Star Wars"-Fans: Stilecht kamen die Fans zur ersten Vorstellung von "Star Wars: Episode III" in Hamburg am 18. Mai 2005.

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Suche im weiten All: Yoda (l.) und Senator Organa scheuen auf der Suche nach anderen überlebenden Jedi-Rittern kein Meteoritenfeld.

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En garde! Nein, das ist nicht der längste Vibrator der Welt - bis zum bitteren Ende kämpft Mace mit seinem Laserschwert gegen das Imperium.

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Final Countdown: Was für Nichteingeweihte aussieht wie eine Tanzszene aus "Flashdance", ist tatsächlich der schlussendliche Showdown zwischen Anakin Skywalker/Darth Vader und Obi-Wan Kenobi inmitten Lava speiender Vulkane.

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Zeitungsleser Darth Vader: In Lima konnten Passanten am 18. Mai 2005 einen Zeitung lesenden Darth Vader beobachten. Hugo Casachahua, der sich als solcher verkleidet hatte, vertrieb sich die Zeit bis zum Start der Premiere von "Star Wars: Episode III".

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Chewbacca beim Shoppen: Seltsame Gestalten waren am 18. Mai 2005 überall in den USA anzutreffen, so beispielsweise Chewbacca beim Einkaufen in Boston. Dieser "Star Wars"-Fan wartete auf den Kinostart von "Star Wars: Episode III".

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Obi-Wan Kenobi: Ewan McGregor spielte in "Star Wars" die Rolle des Obi-Wan Kenobi. Der Jedi-Ritter übernimmt die Ausbildung von Anakin Skywalker, der später auf die dunkle Seite der Macht wechselt.

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