30 Jahre Zauberwürfel - DER SPIEGEL
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Rubiks Würfel Die Suche nach der Gotteszahl

1980 durchbrach der Ungar Ernö Rubik mit einem handtellergroßen Spielzeug den Eisernen Vorhang und startete einen weltweiten Siegeszug. Im einestages-Interview spricht der Erfinder über die Schattenseiten seines Rubik's Cube - und die Jagd nach der ersehnten Gotteszahl.
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Erfinder des Zauberwürfels: Ernö Rubik am 10. Dezember 1981 in London mit seiner Erfindung, dem Zauberwürfel.

Foto: AP
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Der Würfel im Original: Sechs Jahre dauerte es von der ersten Idee des Cube bis zur Marktreife, sagt Erno Rubik über seine Erfindung, den Zauberwürfel - hier ein frühes Modell aus Holz.

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Meisterschaft: Schon früh im Lebenszyklus des Cube begannen sich Jugendliche im Wettwürfeln zu messen - auch wenn die Zeiten für die schnellste Lösung im Laufe der Jahre enorm gedrückt wurden. Das Bild zeigt den dänischen Cube-Champion Jan Sørensen (rechts) und den Zweitplatzierten Simon Laub bei den Meisterschaften in Dänemark, 1981.

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Rubik's Cube: Der Zauberwürfel kam 1980 auf den Weltmarkt und wurde sofort Spielzeug des Jahres. Bereits zwei Jahre später waren hundert Millionen Exemplare des Rubik's Cube verkauft.

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Autor James Nourse: Der US-Amerikaner James Nourse, 1981. Er ist Autor des Buches "The Simple Solution to Rubik's Cube". Weil kaum jemand den Zauberwürfel alleine lösen konnte, gerieten Ratgeber für die Ordnung des Cube in den frühen Achtzigern zu absoluten Beststellern.

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Zauberwürfel auf Siegeszug: Die Ideal Toy Company erwarb 1980 die Lizenz zur Vermarktung des Zauberwürfels. Werbeplakate wie dieses waren eigentlich überflüssig: Raketengleich schossen die Verkaufszahlen Jahr für Jahr in die Höhe, Ende 1982 waren bereits 180 Millionen Exemplare über die Ladentische gegangen, Plagiate nicht mitgerechnet. Mitte der Achtziger flaute die Begeisterung dann ab, Videogames liefen dem Würfel den Rang ab, doch seit einigen Jahren verzeichnen die Händler wieder steigende Absatzzahlen.

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Rubik und sein Würfel: Ernö Rubik, der Erfinder des Zauberwürfels, präsentiert das erfolgreiche Spielzeug auf einer Spielzeugmesse in den achtziger Jahren.

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Kleiner Scherz: Für alle, die an der Lösung des Rubik's Cube verzweifelten, ist der Pink-Cube gedacht.

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Als Marke um die Welt: Die ungarische Briefmarke von 1982 kündet von dem großen Erfolg des Zauberwürfels von Ernö Rubik.

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Kinderspielzeug: Der zehnjährige Terry O'Neill versucht sich am 2. Februar 1981 auf der britischen Spielzeug- und Hobby-Messe in London an der Lösung des Rubik's Cube.

Foto: Getty Images
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Zauberwürfel: Rubik's Cube mit Originalverpackung von 1981.

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Kunstobjekt: "George Bush with Rubik's Cube, 2008", so der Titel einer Installation der britischen Künstlerin Alison Jackson, ausgestellt im Café der Tate-Gallerie in Liverpool im Rahmen der Liverpool Biennale.

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Bestseller: Der 13-jährige Patrick Bossert war von dem Rubik's Cube so fasziniert, dass er über dessen Lösung 1981 ein Buch veröffentlichte. "You can do the Cube" wurde in Großbritannien zum Bestseller.

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Promo-Promi: US-Premiere für "Rubik''s Cube", den Zauberwürfel, feierte der Spielzeug-Konzern Ideal Toy in Beverly Hills bei Kohlrouladen, Paprikahuhn und Zigeunergeigen mit Zsa Zsa Gabor als Zugnummer. Das Alt-Starlet konnte mit der eckigen Denksport-Neuheit allerdings wenig anfangen: "Wenn ich ein Genie wäre", gurrte Zsa Zsa, "würde ich nicht Spielzeug verkaufen."

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Titelstory: Der Rubik's Cube schafft es auf den Titel der März-Ausgabe des "Scientific American"-Magazins, 1981. Schon früh widmeten sich Wissenschaftler auf der ganzen Welt der Suche nach der sogenannten God's Number, der Anzahl der geringst möglichen Züge zur Lösung des Würfels.

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Hilfsmittel: Diese amerikanische Anzeige von 1982 bewirbt das Schmiermittel "Cube Lube", Pflicht für alle Würfelspieler im Geschwindigkeitsrausch - ein entsprechend geschmierter Zauberwürfel ließ sich noch schneller drehen.

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Erik Akkersdijk bei den "Aachen Open": Der aktuelle Weltrekord für das Lösen eines Zauberwürfels liegt bei 7,08 Sekunden, er wird gehalten vom Niederländer Erik Akkersdijk, der die neue Bestmarke bei der Czech Open 2008 setzte. Es gibt außerdem Rekorde für einhändig (13:80 Sekunden), mit verbundenen Augen (35:96 Sekunden) und mit den Füßen (36:72 Sekunden). Im April 2009 benötigte der Amerikaner Adam Morgan 47 Sekunden für das Ordnen des Würfels - während eines Fallschirmsprungs.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?