InterRail Freiheit auf Schienen
Warten auf den Waschmaschinen-Express: In den Sommerferien 1972, der Stunde Null von Interrail, startete einestages-Autor Uli Booms (dritter von links) im Hellas-Express gen Griechenland. Zwei Tage im Zug, bei brütender Hitze und beklemmender Enge, zwei Flaschen harter Spirituosen und eine Beinahe-Prügelei standen ihm in diesem Moment noch bevor.
Am Strand von Rimini 2003: Griechenland, Türkei oder Jugoslawien hießen die Traumziele von Interrailern - vom Urlaub mit Eltern in Reih und Glied hatten sie genug.
Im Staub der Straße: Als einestages-Autor Rainer Schinzel 1965 von Hildesheim bis Marokko reiste, gab es das Interrail-Ticket noch nicht - er musste trampen und etliche Stunden im Staub der Straßen zubringen.
Galgenhumor: Hätte es Interrail schon gegeben, hätte auch Rainer Schinzel sicher die Bahn bevorzugt.
Greyhound: Als die Hälfte der Fantastischen Vier, nämlich Smudo und Thomas D., 1988 drei Monate lang quer durch die USA reiste, gab es zwar schon das Ticket "Interrail + Fähre" - allein es galt nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Weltenbummler: Bequemer als Interrail war der VW-Bus wohl schon immer - nur teurer. Der im Bild ist außerdem schon vergeben: Juliana und Dieter Kreutzkamp bummeln mit ihm seit 1977 durch die Welt.
Urlaub in der Heimat: Die freie Zeit im Liegestuhl vor dem Wohnwagen zu verbringen war und ist Interrailern einfach zu langweilig.
An der Bahnsteigkante: Diese drei jungen Reisenden waren nicht nur in Sachen Mode auf der Höhe der Zeit - auch das obligatorische Twen-Abenteuer Interrail wollten sie nicht auslassen.
Beuys in Badehose: An den Strand eines unbekannten Urlaubsorts am Indischen Ozean war Maler Beuys wahrscheinlich nicht per Interrail gelangt.
InterRail, die 35.: Diese drei jungen Damen starteten 35 Jahre nach Uli Booms in ihren Abenteuerurlaub auf Rädern - das Vierteljahrhundert hatte Interrail im Jahr 1997 voll.
Schiene neben Rädern: In Zeiten des ICE wurde aus dem einfachen Interrail-Ticket der "Global Pass", der bis heute existiert.