Violine aus dem Drucker Hier entsteht die Stradivari der Zukunft
Die erste Violine aus dem 3D-Drucker: Der französische Musiker Laurent Bernadac mit seinem Werkstück.
Neuartiges Design: Marsgeige, Vogelskelett oder Geistervioline? Die ersten Kommentatoren hatten verschiedene Assoziationen. Die nächsten Bilder dokumentieren, wie das Instrument entstanden ist.
Erste Skizzen: Das Design sollte traditionelle Formen enthalten, die, durch moderne Technologien verfeinert, zu einem leichten und transparenten Entwurf führen.
Weitere Schritte im Designprozess: Gute Austarierung des Gewichts für bessere Spielbarkeit, die Einarbeitung der Ergebnisse akkustischer und mechanischer Studien.
Der Druckprozess: Das Instrument wird mit Stereolithografie hergestellt, da so eine hohe Festigkeit erreicht wird.
Nachbearbeitung: Auch in einem Instrument aus dem Drucker steckt noch viel Handarbeit.
Der Feinschliff: Der Korpus wird mit Reinigungsflüssigkeit und Druckluft gesäubert.
Oberflächenbehandlung: Wo das Instrument mit den Saiten in Berührung kommt, wird die Oberfläche aufgerauht, um guten Klang und leichte Spielbarbarkeit zu gewährleisten.
Polymerisierung: Weitere Aushärtung soll das Instrument vor Schäden bewahren.
Endmontage: Beim entscheidenden, aber auch kompliziertesten Schritt wird die Violine mit den Saiten bespannt. Nun muss sich zeigen, ob der Kunststoff dem Zug und Druck standhält. Er hält.
Der Praxistest: Mozart-Sonaten spielt Laurent Bernadac nicht, seine elektrische Violone ist für Moderneres ausgelegt.