40 Jahre Atari Asteroiden, Panzer und Brust-Controller
Gruppenbild der Atari-Gründer (Bushnell, 2. v. l.): Den ersten "Pong"-Automaten stellte Bushnell in einer Bar im kalifornischen Sunnyvale auf. Nach wenigen Tagen rief der Besitzer bei Bushnell an, das Gerät sei kaputt. Der Fehler lag aber nicht am Automaten selber, sondern am Münzbehälter: Er war voll. Ein beispielloser Siegeszug hatte begonnen.
Werbeplakat für "Pong": Der Spielautomat war die kommerzielle Geburtsstunde der Game-Industrie - auch, wenn andere vorher schon versucht hatten, mit elektronischen Spielen Geld zu verdienen.
Bushnell-Memo von 1973: Anfangs hieß Atari "Syzygy" - der Name wurde aber wegen eines Markenkonflikts aufgegeben. "Atari" ist ein Wort aus dem Vokabular des Brettspiels "Go" - es entspricht in etwa der Ansage "Schach".
Futuristisch gestalteter "Pong"-Automat: Schon im ersten Jahr wurden Tausende "Pong"-Geräte überall in den USA aufgestellt.
"Pong" für zu Hause: "Super Pong" war die verbesserte Version der ersten Atari-Heimkonsole. Obwohl die Spielzeugindustrie skeptisch war, wurde das an den Fernseher anzuschließende Produkt ein Erfolg.
"Gotcha" (1973): Arkade-Automat mit einer Labyrinthjagd für zwei Spieler. Für Kontroversen sorgten die weiblichen Brüsten nachempfundenen Controller am Gerät - bei einer späteren Version wurden sie durch normale Joysticks ersetzt.
Vier-Spieler-Variante "Quadra Pong": Das sogenannte "Cocktail Cabinet" für vier Spieler kam 1974 auf den Markt.
"Breakout" (erstmals veröffentlicht 1976): Steve Jobs, heute Apple-Chef, konstruierte das Spiel nach einer Idee von Nolan Bushnell - mit Hilfe des Apple-Mitgründers Steve Wozniak.
Plakat für "Breakout"-Spielautomaten: "Farbauflagen für das Spielfeld" ... "Mit Sound-Effekten"
Atari "Video Pinball" (Markteinführung 1977): Heimkonsole für drei Spiele - "Breakout", eine Flipper-Simulation und ein Basketball-Spiel. Schon in den Siebzigern ein Auslaufmodell
Atari 2600 Motherboard: Das Betriebssystem war in einem 32 Kilobyte großen Chip abgelegt, der Arbeitsspeicher war lächerliche 128 Byte groß.
Nolan Bushnell mit Restaurantmaskottchen Chuck E. Cheese: Die bläuliche Ratte mit der roten Melone sollte Kinder und Jugendliche in die mit mechanischen Figuren und Arkade-Automaten aufgehübschten Pizzaläden locken. Bushnell verkaufte seine Atari-Anteile und widmete sich ganz dem Restaurantgeschäft. Chuck E. Cheese existiert bis heute - inzwischen ist Chuck aber eine Maus.
Asteroids (1979): Eines der erfolgreichsten Spiele der sogenannten goldenen Ära der Arkade-Spiele
"Asteroids Deluxe" (1980): Der Nachfolger des Klassikers "Asteroids" als Arkade-Gerät von Atari - ohne Bushnell
"Battlezone" (1980): Kampfpanzer in Vektorgrafik - Anfang der Achtziger eine Revolution
"Battlezone"-Plakat (1980): "Superpanzer kämpfen im fernen Weltall"... "Spektakuläre visuelle Effekte, spektakuläre Explosionen"
"Centipede" (1980): Das populäre Arkade-Spiel erschien später, wie viele andere Atari-Titel auch, als Software-Version für Heimcomputer wie den Commodore 64
Mobilkonsole Atari Lynx: Kam 1989 auf den Markt und floppte - Nintendos Gameboy setzte sich durch, obwohl Lynx ein Farbdisplay hatte, der Gameboy aber nicht. Spätestens von da ab ging es stetig bergab mit Atari als Hardware-Hersteller, die Spielkonsole "Jaguar" (1993) konnte sich am Markt gegen die übermächtigen Konkurrenten Nintendo, Sega und später Sony nicht durchsetzen. Heute besteht Atari nur als Software-Marke weiter.
Nolan Bushnell in einem seiner uWink-Restaurants: Touchscreens an jedem Platz, Multiplayer-Games von Restaurant zu Restaurant