Numerus clausus Tür zu, die Studenten kommen!
>Draußen vor der Tür: Die Tür der Beratungsstelle in der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund im Februar 2004. Die ZVS war nach einem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts von 1972 von den Ländern eingerichtet worden, um das Problem der zu großen Studienbewerberzahlen für die Universitäten und Fachhochschulen in der alten Bundesrepublik in den Griff zu bekommen.
Einschreibung in Tübingen: Nachzügler schreiben sich im Oktober 2000 im Studentensekretariat der Universität Tübingen für das kommende Semester ein. Einige hoffen auch noch auf einen Studienplatz, der über die ZVS vergeben wird - wer sich dort allerdings nicht fristgerecht eingeschrieben hat muss bis zum nächsten Semster warten.
Klappe der Hoffnung: Der Briefkasten der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund. Bis vor einigen Jahren spielten sich hier zweimal im Jahr bizarre Szenen ab - wenn am 15. Januar und 15. Juli die Bewerbungsfristen für das nächste Semester abliefen, drängten sich in der ZVS-Zentrale die Studienbewerber, die ihren Antrag offenbar nur unter Zeitdruck fertig stellen können. Auch an Feiertagen und Wochenenden hatte die ZVS dann bis 24 Uhr geöffnet. Wer trotzdem zu spät kam, musste ein halbes Jahr warten. Heute gehen allerdings die meisten Anträge digital ein.
Gedränge im Hörsaal: Eine Vorlesung an der Technischen Hochschule Karlsruhe im November 2002. Eigentlich sollten ZVS und Numerus clausus überfüllte Hörsäle verhindern - ein Vorhaben das nur mäßig gelungen ist.
Angehende Ärzte: Diese Glücklichen haben Studienplätze in Medizin ergattert, dem klassischen Numerus-clausus-Fach. Sie sitzen im Oktober 2003 zu Beginn des Wintersemesters in einem vollbesetzten Hörsaal an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Briefflut bei der ZVS: Einen Postsack mit Briefzusendungen wird im Juli 1998 in der Poststelle der Zentralstelle zur Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund geleert. Rund 10.000 Briefe kamen hier in den letzten Tagen vor Bewerbungsschluß täglich an - die ZVS-Poststelle besitzt sogar eine eigene Postleitzahl. Inzwischen ist die Postflut allerdings etwas zurückgegangen, die meisten Anträge kommen inzwischen elektronisch.