40 Jahre Porsche 917 Heiliger Gral mit 1400 PS
Jo Siffert und Derek Bell: Impression aus Le Mans vom Rennen 1971, in dem erneut die Porsche 917 dominierten.
Abgehängt: So wie hier in Monza 1971 sah es Anfang der siebziger Jahre häufig aus in der Sportwagen-Weltmeisterschaft - Porsche vorweg, dahinter der Rest. Um die Dominanz der Zuffenhausener zu beenden, änderte die oberste Motorsportbehörde Fia nach der Saison das Reglement.
Zwangsbeatmet: Schiere Power - ein seltener Einblick ins Herz der Porsche-917-CanAm-Renner. Die Zwölfzylindermotoren mit Turboaufladung gelten noch heute als stärkste Rennmotoren überhaupt.
Boxenstop für die Sau: Die Sau - das war der Spitzname des Porsche 917/20, einer Mischung aus Kurz- und Langheckversion. Auffällig war der Le-Mans-Starter vor allem wegen seiner rosaroten Lackierung, auf der die besten Stücke eines Schlachtschweins aufgetragen waren. Das Auto fiel allerdings zur Hälfte der Renndistanz aus.
Amerikanischer Botschafter: Roger Penske in der Boxengasse von Watkins Glen 1972. Der Rennstallbesitzer war in gewissem Sinne die US-Motorsport-Dependance von Porsche: Mit den Werkswagen vom Typ Porsche 917 fuhr er Mitte der siebziger Jahre in der Can-Am-Serie alles in Grund und Boden.
Phalanx in grün und weiß: Mit grünen Flanken traten die Porsche 917 in den ersten Rennen im Frühsommer 1969 an. Bis zum 1000-Kilometer-Rennen im August 1969, als Jo Siffert auf dem Österreichring siegte, blieb der Wagen jedoch erfolglos - technische Defekte warfen die 917 immer wieder aus den Rennen.
Vorbereitungen in der Scheune: Seltenes Nebeneinander von einer Porsche 917 Kurzheck- (im Vordergrund) und einer Langheckversion bei der Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans. Anfang der siebziger Jahre quartierten sich die Teams in den an der Rennstrecke liegenden Bauerhöfen ein, um die Autos auf das 24-Stunden-Rennen vorzubereiten.
Porsche 917: Porsche Chefentwickler Ferdinand Piech (l.) und einige Kollegen mit der Phalanx der Porsche Typ 917 im Werk 1 am 21. April 1969. Kurz darauf schritten die Fia-Kommissare zumindest den ersten Teil der Aufstellung ab - dann geleitete sie Piech zum Mittagessen.
Gewinnerteam: 1971 triumphierte Porsche in Le Mans. Im Bild der 917-Kurzheck mit der Nummer 22, der von Gijs van Lennep und Helmut Marko pilotiert wurde.
Rollender Start: Der Start zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Jahre 1971. Das Auto vorne Rechts, ein Porsche 917 Langheck, erreichte später auf der Mulsanne-Geraden eine Höchstgeschwindigkeit von 387 km/h.
Glücklicher Sieger: Pedro Rodriguez feiert gemeinsam mit Fans nach dem Rennen in Zeltweg 1971.
Kraftprotz: George Follmer in einem Porsche 917 auf der Rennstrecke von Watkins Glen in der kanadisch-amerikanischen CanAm-Serie 1972. Dort traten die schwäbischen Rennwagen mit bis zu 1400 PS an.
Eindeutiger Sieger: Mark Donohue, Rennfahrer und Ingenieur in Personalunion, bei einem CanAm-Rennen in Riverside 1973.
Präsentation der Rennwagen auf dem Hockenheimring: Fotograf Rainer Schlegelmilch, der das Gruppenfoto mit Fahrern und Verantwortlichen aufnahm (im weißen Rennoverall Jo Siffert), fuhr anschließend ein paar Runden im Langheck-Coupé mit. Seine Erinnerung: "Nie wieder hatte ich solch eine Todesangst. Es war einfach brutal."
Der erste Sieg: Der Schweizer Porsche-Werksfahrer Jo Siffert war - angeblich auf besonderen Wunsch des damaligen Entwicklungschefs Ferdinand Piech - mit einem Porsche 917 beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Österreichring angetreten und fuhr prompt als erster durchs Ziel.
1000 Kilometer durch den Regen: Beim Rennen in Brands Hatch 1970, einer Vollgas-Orgie im Regen, siegte ein Porsche 917. Das Foto zeigt zwei der Rennwagen im typischen Design des Gulf-Teams.
Der erste Le-Mans-Triumph von Porsche: 1970 fuhr der Porsche 917 Kurzheck mit der Startnummer 23 in den Farben von Porsche Salzburg mit den Fahrern Hans Herrmann und Richard Attwood zum ersten Porsche Gesamtsieg nach 24 Rennstunden an der Sarthe über die Ziellinie.
Gruppenbild in Le Mans, 1970: Die Porsche-Piloten Leo Kinnunen, Pedro Rodriguez, Brian Redman und Jo Siffert auf der Boxenmauer.
Gefährlicher Start: In Spa Francorchamps touchierten sich die Porsche 917 von Jo Siffert (l.) und Pedro Rodriguez (r.) beim Start beinahe. Eine brenzlige Situation, denn direkt danach geht es in die schwierige Eau-Rouge-Kurve.
Die Nr. 20: Zusammen mit den beiden 917 von Hans Herrmann und David Piper fuhr die Nr. 20 auf dem Solitude-Revival-Event in Stuttgart.