Geschichte der Computermaus 50 Jahre und kein bisschen überflüssig
Der Urahn: Die erste Computermaus, wie Douglas Engelbart sie 1963 entwickelt hatte. Ihr offizieller Name war zu der Zeit allerdings noch "X-Y-Positions-Anzeiger für ein Bildschirmsystem".
Jetzt starb der US-Amerikaner Douglas Engelbart 88-jährig in Atherton bei Palo Alto.
Exakt 20 Jahre nach der Erfindung stellte Microsoft eine erste Maus vor: 1983 - ein Jahr nach der Gründung der Microsoft Hardware Division. Für schlappe 195 US-Dollar erleichterte das Eingabegerät die Arbeit am Computer erheblich.
1987 führte IBM die Computerreihe Personal System/2 ein - und passende Mäuse mit PS/2-Anschluss. Diese waren vor allem im Sinne besseren Bedienkomforts designt, das System mit zwei Tasten blieb erhalten und ist bis heute PC-Standard.
Experimente: 1991 stellte Microsoft seine erste Laptop-Maus zum seitlichen Einhängen in die Tastatur vor. Die BallPoint Mouse enthielt eine Rollkugel, welche mit den Fingern bewegt werden musste. Heute sind ähnliche Modelle unter dem Namen Trackball bekannt.
Microsoft EasyBall: 1995 stellte Microsoft die erste Computermaus speziell für Zwei- bis Sechsjährige vor. Eine dicke gelbe Kugel und ein großer Knopf zum Klicken sollten den Komfort für die jüngsten PC-Nutzer erhöhen.
IntelliMouse Trackball: 1996 hatte Microsoft die IntelliMouse mit einer Kombination aus ergonomischerem Design und Bildlaufrad eingeführt, welche ein leichteres Scrollen erlaubte. Ein Jahr später kam dann die IntelliMouse Trackball auf den Markt, bei der sich zusätzlich zum Rädchen auch die Kugel auf der Oberseite der Maus befand.
Mousepad überflüssig: Bei der 1999 erschienenen IntelliMouse Explorer von Microsoft wurden die beweglichen Teile sowie die Mauskugel durch einen optischen Sensor und einen digitalen Signalprozessor ersetzt. Durch diese neue Technik konnte sich die Maus nun endlich auf vielen Untergründen frei bewegen - und hörte auf, bis zum Verstopfungs-Exodus als eine Art Schmutzdetektor jede noch so kleine Fussel zu sammeln.
Trackball Explorer 2000: Der Trackball dieses Modells wird für mehr Präzision mit dem Zeigefinger bedient. Zusätzlich enthält das Eingabegerät aus dem Jahr 2000 fünf programmierbare Tasten sowie ein Rädchen zum Scrollen.
Mighty Mouse: Am 2. August 2005 stellte Apple seine erste USB-Mehrtastenmaus vor. Zuvor hatte das US-amerikanische Unternehmen fast drei Jahrzehnte lang ausschließlich Eintastenmäuse verkauft, wobei unter Mac OS X bereits Mehrtastenmäuse anderer Hersteller verwendet werden konnten.
In Zeiten, in denen Mäuse in zig Varianten zum Alltagsgegenstand geworden waren, zählte nur noch Design: Die Computermaus im Bambus-Stil mit zwei Tasten und einem Rädchen zum besseren Scrollen appellierte an eine "grüne" Kundschaft.
Sexy Maus: Die mit einem eleganten Dessous gekleidete Body Mouse verspricht sinnliche Stunden am Computer. Frauen aufgepasst: Es sind auch "männliche Mäuse" zu haben.
Erste Lasermaus: Logitech brachte 2004 mit seinem Modell MX 1000 die weltweit erste Lasermaus auf den Markt. Statt der normalen Leuchtdioden wurde nun eine Laserdiode als Lichtquelle eingesetzt.
Maus im Wandel: Die erste Computermaus von Douglas Engelbart 1998 neben einer Version von Logitech aus dem Jahr 1998.
Scharfe Maus: Diese optische Maus in Form einer Chilli-Schote ist nicht nur etwas für Vegetarier - mit USB- und PS/2-Anschluss war sie sowohl PC- als auch MAC-kompatibel.