50 Jahre Ikea - DER SPIEGEL
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50 Jahre Ikea Der Inbusschlüssel zum Glück

Schrauben Sie noch oder leben Sie schon? Vor 50 Jahren revolutionierte ein schwedisches Einrichtungshaus mit seinem Do-It-Yourself-Konzept die Vorstellung vom Möbelkaufen. Dabei hatte das Lebensgefühl Ikea am Anfang sogar Punk-Potential - davon ist heute allerdings nichts mehr übrig. Von Ariane Stürmer
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Poppiger Möbelgeschmack: Der zweite Ikea-Katalog in deutscher Sprache erschien 1975. Das Motto "Wer jung ist, hat mehr Geschmack als Geld" warb offensiv um junge Leute mit wenig Geld - aber einem anderen Wohnideal als die deutsche Schrankwand der Eltern.

Foto: Ikea
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Gruselalarm: Mit der Lizenz zum ungläubigen Staunen. Ikea-Katalog 1989 mit Oma-Couch im Grusellook. Auch das gab's, Billig-Image und junge Zielgruppe hin oder her.

Foto: Ikea
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Erstauflage: Der erste Ikea-Katalog in deutscher Sprache von 1974. Ein Sessel für 124 Mark unterstrich das Motto "Wer jung ist, hat mehr Geschmack als Geld". Der Elch im Logo von Ikea war Anfangs das Markenzeichen der Möbelkette - bis 1984.

Foto: Ikea
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Regal nach Baumarkt-Prinzip: Nein, das ist nicht Ivar. Gestatten - Bosse, massive Kiefer, anno 1974.

Foto: Ikea
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Ikea-Grauen: Ja, auch das ist echt Ikea, anno 1974. Dunkel, dunkler, kariert, so wollte der typische Ikea-Kunde eigentlich nicht wohnen. Schon gar nicht mit Zinnbechern im Regal.

Foto: Ikea
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Möbelkauf wie im Supermarkt: Die Schlangen an den Kassen waren auch 1977 schon lang. Mit dem neuen Cash-and-Carry-System beim Möbelkauf sparte Ikea jährlich Millionen an Personalkosten. Das schlug sich in den Preisen nieder. Warten für das Schnäppchen war trotzdem angesagt.

Foto: IKEA
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Regal im Wald: "Die besten Ideen kosten oft am wenigsten Geld." - So lautete das Motto des Ikea-Kataloges 1978/79. Typisch für den schwedischen Einrichter waren in den Siebzigern helle Vollholz-Möbel und der Elch im Firmenlogo.

Foto: Ikea
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Ordnung im Kleiderschrank: Das Schranksystem Pax ist einer der Dauerbrenner im Ikea-Sortiment. Was in den siebziger Jahren auf Kunden noch spießig gewirkt hätte, ist im Jahr 2007 unverzichtbar: Ordnung im Familienhaushalt.

Foto: IKEA/dpa/tmn
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Wohnidylle: 1984/85 warb Ikea mit zwei Klassikern auf dem Titelfoto seines Kataloges, dem Lack Couchtisch und den Billy-Bücherregalen. Beide Möbel zählen bis heute zu den Verkaufsschlagern des Konzerns. Der 1984er-Katalog war der erste, der ohne das charakteristische Elchlogo über dem blau-gelben Ikea-Zeichen erschien.

Foto: Ikea
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Preiskampf: Der Ikea-Katalog von 1995 machte die Konkurrenz zum Thema: "Wer ist preiswerter als Ikea?" fragte man den Kunden.

Foto: Ikea
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Gealterte Kunden: Die rebellischen Siebziger - die Ikea-Kunden der ersten Stunde - haben inzwischen Kinder und Enkel und Ikea wird deutlich heimischer. "Der schönste Ort der Welt - Zuhause" ist das Motto des Kataloges von 1999.

Foto: Ikea
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Kult: Im neuen Jahrtausend wirbt Ikea nur implizit mit seinen Möbeln. "Rosa!" fragt eine Frau die andere. Die fragt: "Meinst du?" Der Katalog von 2001 ist der erste (und bislang einzige), der kein Möbelstück an prominenter Stelle bewirbt, sondern nur die Idee hinter Ikea.

Foto: Ikea
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Spielwiese Ikea: 2004 stehen Kinder im Mittelpunkt des Kataloges. "Lass den Spieltrieb raus!" ist zugleich die versteckte Aufforderung an Erwachsene zum Einrichten mit neuen Möbeln: Ikea, die Spielwiese für Erwachsene.

Foto: Ikea
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"Das unmögliche Möbelhaus": 1974 eröffnete Ikea seine erste deutsche Niederlassung in Eching bei München. Damals trug die Firma noch den Beinamen "das unmögliche Möbelhaus aus Schweden" - und für viele Deutsche war es das auch. Billig und dann auch noch mit Do-It-Yourself-Konzept - das rief erstmal Skepsis hervor.

Foto: Ikea/privat
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Verkaufsschlager Billy: Das Regal Billy ist seit 1978 im Sortiment von Ikea und seither einer der Verkaufsschlager. Farbe und Größe des Regals können Kunden frei wählen. Das Foto entstand am 17. Oktober 2002 in der Ikea-Filiale in Wallau.

Foto: dpa
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Jahrtausendwende: Ikea im Jahr 2000. Kunden schieben ihre Möbel-Pakete über den Parkplatz vor dem Ikea-Markt in Wallau bei Wiesbaden. Unter dem Dach des Einganges steht die Kommode Bialitt in dem für Schwedenmöbel typischen hellen Holz.

Foto: AP
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Elche in München: Zur Eröffnung des ersten Ikea-Möbelhauses in der Bundesrepublik 1974 in München-Eching strömten die Besucher in Scharen.

Foto: IKEA
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Karierter Pop: Helles Regal, buntes Sofa und ein Sessel mit Chromgestell - so sah ein wohnlich eingerichtetes Zimmer im Ikea-Katalog von 1974 aus.

Foto: Ikea
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Alkohol beim Abendbrot: "So schön, so freundlich hell und warm könnte dieser Tisch in Ihrem Wohnzimmer aussehen", schrieb Ikea über die Brage-Serie in einem Katalog 1974. Helles Holz war etwas Neues im Vergleich zu den dunklen Wohnwänden der Elterngeneration. Ikea unterstrich das jugendliche Image seiner Möbel zusätzlich mit Accessoires. Vor allem männlichen Heranwachsenden dürfte beim Anblick der vier Bierdosen ganz warm ums Herz geworden sein.

Foto: Ikea
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Knallgelbes Wohnen: 1974 bewarb Ikea in seinem ersten deutschen Katalog das Regal Pinal als "zweckmäßiges, sehr stabiles Bücherregal aus brennlackiertem Stahlblech." Topfpflanze, knallgelbe Tapete und Bilder der Altvorderen stehen aus heutiger Sicht in Kontrast zum frischen Image des Möbelhauses.

Foto: Ikea
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IKEA Filiale in Dubai: Der internationale Siegeszug von IKEA - Möbelhäuser dauert an, wie hier eine Filiale in Dubai.

Foto: Lukas Sobotta
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?