50 Jahre Mauerbau - DER SPIEGEL
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50 Jahre Mauerbau Sinneswandel eines Ausreißers

Endlich frei! Im Sommer 1961 riss der 17-jährige Björn Pätzoldt von zu Hause aus und trampte wochenlang durch Frankreich und Spanien. Für ihn stand fest, dass er nie wieder in sein altes Leben zurückkehren würde. In einer Tapas-Bar aber erreichte ihn eine unfassbare Nachricht - und reumütig entschloss er sich zur Heimkehr.
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Eingesperrt hinter Stacheldraht: Am Morgen des 13. August 1961 begannen bewaffnete Grenzpolizisten mitten in Berlin Stacheldrahtverhaue zu ziehen, nachdem Walter Ulbricht als SED-Parteiführer und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrats der DDR in der Nacht zuvor den Befehl zur Abriegelung der Sektorengrenze in Berlin gegeben hatte. Die Aufnahme zeigt einen Teil der Berliner Mauer im August 1962 am Potsdamer Platz.

Foto: dapd
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Walter Ulbricht: Auf einer Pressekonferenz in Ost-Berlin am 15. Juni 1961 versicherte er: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Damit verwendete er erstmalig in der Öffentlichkeit den Begriff "Mauer" im Zusammenhang mit einer Abriegelung der Grenzen Ost-Berlins.

DDR-Staatsoberhaupt Ulbricht bei einer Rede 1969 in Ost-Berlin.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Gerhard Kiesling
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Mauerbau 1961: Eine Ost-Berliner Maurerkolonne errichtet unter Aufsicht von bewaffneten DDR-Volkspolizisten am 18. August 1961 an der sowjetisch-amerikanischen Sektorengenze am Potsdamer Platz eine mannshohe Mauer. Björn Pätzoldt erfuhr vom Bau des "antifaschistischen Schutzwalls" während seines Sommerurlaubs in Spanien - rasch kehrte er nach Deutschland zurück.

Foto: Upi/ dpa
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Getrennte Welten: Viele Berliner wurden durch den Mauerbau von ihren Familien und Freunden getrennt. Nicht wenige riskierten in den ersten Wochen und Monaten nach der Abriegelung Ost-Berlins am 13. August 1961 noch die Flucht in den Westen. Björn Pätzoldt, aufgewachsen im Westen, half einigen dabei - mit geschmuggelten Pässen.

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Provisorium: Am 13. August 1961 wurde in Berlin die Grenze zum Westen von ostdeutschen Soldaten vorläufig provisorisch mit Stacheldraht gesichert. Die zuschauenden West-Berliner Bürger scheinen die Aktion zum Teil nicht ganz ernstzunehmen. Viele hielten die Abriegelung der Grenzen damals nur für eine vorübergehende Phase.

Foto: dapd
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Per Bahn in den Osten: Kurz nach dem Mauerbau konnten West-Berliner noch mit dem öffentlichen Nahverkehr, nur lässig kontrolliert, in den Ostteil der Stadt fahren - doch wenige Tage später war damit Schluss.

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Bernauer Straße: Die Fenster der Wohnhäuser an der Grenze wurden zugemauert, damit niemand den Sprung nach "drüben" wagte.

Foto: Karl-Ludwig Lange
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