60 Jahre US-Käfer Der erste Beetle
Käfer auf großer Fahrt: Der Käfer mit seinem Drehmomentschwachen und bei höheren Drehzahlen eher lauten Motor war nicht unbedingt ideal für lange Reisen auf dem Highway - die Amerikaner liebten ihren kleinen Bug trotzdem.
Käfer als Statement: Partisan in der Republikaner-Hochburg - ein Hippiekäfer in Texas.
Das Hippiemobil: Hier gehört er hin - Haight Ashbury in San Francisco war in den sechziger und siebziger Jahren das Zentrum der linksalternativen Bewegung. Und ein "Bug", wie sie ihn liebevoll nannten, für viele Hippies der Wagen der Wahl.
Antrittsbesuch: Im hellen Anzug lacht und strahlt bei Carl Hahns Antrittsbesuch in San Francisco Reynold C. Johnson, der VW- Vertragsgroßhändler für Nordkalifornien. Neben ihm der großartige VW-Exportchef Manuel Hinke (aus Peru); Ganz rechts: Alfred Kalmbach, verantwortlich für die USA westlich des Mississippi. Karmann Ghia Coupés und Cabrios wurden damals zu 50 Prozent in den USA verkauft. Heute haben sie Kult-Status.
Werbung für VW: Bill Bernbach, Mitbegründer der amerikanischen Werbeagentur Doyle, Dane und Bernbach (DDB) - damals ein Winzling in der Branche mit 2,5 Millionen Dollar Umsatz - tauchte im Sommer 1959 in die Wolfsburger VW-Welt ein. Von links: Helmut Schmitz, späterer VW-Werbechef und in die Hall of Fame der deutschen Werbung aufgenommen, der legendäre Bill Bernbach, C.H.H. und Ned Doyle.
Eröffnung des Geschäftssitzes: Heinrich Nordhoff (M.) und Frank Novotny (r.) eröffneten mit Carl Hahn 1962 den neuen Geschäftssitz der Volkswagen of America in Englewood Cliffs (N.J.). Anschließend hielt Nordhoff vor Vertretern der US-Automobilindustrie in Detroit einen vielbeachteten Vortrag, der wegen der eskalierenden Kuba-Krise von Art Railton und Hahn über Nacht noch einmal überarbeitet worden ist.
Käfer läßt grüßen: Viele Fahrer in den USA nutzten ihren Käfer als politisches Statement - vor allem die Hippies. Dieser Fahrer hingegen sendet in den achtziger Jahren freundliche Grüße in Richtung Iran.
Lotto King Käfer: Ein als Werbeschild bemalter Beetle vor einer Lotterie in Chicago 1988.
Chromzierrat am US-Käfer: Anders als seine deutschen Pendants bekam der US-Käfer üppigeren Chrom spendiert - so wie dieses Modell von 1961.
Die Käferpolizei: Eine wohl eher scherzhaft gemeinte Verkleidung - ein US-Käfer als Streifenwagen.
Leuchtkäfer: Künstler Eric Staller und sein "Lightmobile" - ein mit 1659 LEDs verzierter Käfer von 1967.
Ein VW Käfer mit Schneckenhaus: Ein Wohnmobil mit Käferschnauze 1994 in San Diego, Kalifornien. Die einfache Technik des Volkswagens inspirierte landauf, landab Bastler zu verschiedenen Modifikationen des Käfers - die wohl bekannteste ist der Meyer Manx Dune Buggy.
Spitzenkäfer: Dieser Käfer-Besitzer hatte offensichtlich zu viel Zeit - und ersetzte die Blechkarosserie durch ein kunstvoll verlötetes Stahldrahtgeflecht.
Krawatte am Käfer: Immer beliebt - der Käfer als Kunstobjekt. In diesem Fall als leicht overdresster Krawattenträger bei der Artist Parade 1992 in Houston, Texas.
Mittendrin statt nur dabei: Ein Käfer als Statist bei einer Demonstration 1969 in Berkeley, Kalifornien.
Sessel für Käferfans: Bei den Serienfahrzeugen verbirgt sich unter der Fronthaube des Käfers ein Ersatzreifen und ein kleiner Kofferraum. Diese Haube hier dagegen beherbergt ein Model.
Anzeigenmotiv "Think Small": VW war der erste Großkonzern, der sich mit einen Anzeigenkampagne in den sechziger Jahren konsequent selbst auf die Schippe nahm.
Anzeigenmotiv "Lemon": Mit der von der Agentur Doyle Dane Bernbach entwickelten Werbekampagne fuhr der Beetle direkt in die Herzen der amerikanischen Käufer.
Anzeigenmotiv "A Volkswagen, oviously": Mit der Tatsache, dass der Käfer Jahr für Jahr optisch beinahe unverändert vom Band lief, ging man bei VW ganz offensiv um - und erreichte mit dieser Art von Humor Millionen von Amerikanern. Die rissen den Händlern die Autos förmlich aus den Händen.
Zuckersüße Grüße: Appell an die Patrioten - mit diesem Motiv stellt Volkswagen klar, wie stark die Produktion des Käfers seinerzeit mit der amerikanischen Industrie verwoben war.
Eine Herde von Käfern: Nach anfänglichen Absatzschwierigkeiten entwickelte sich der Beetle in den USA zum absoluten Renner - und beherrschte, vor allem in Großstädten, zeitweise sogar das Straßenbild.
Käfer Bovenden: VW Käfer mit Hippie-Bemalung.
Abgestellter Herby: Vergessen zwischen Kakteen und SUV's in der texanischen Sonne - Sollte wohl mal die Rolle des Käfers aus Hollywood in Erinnerung bringen und gleichzeitig als feuriges Gefährt seinen Dienst leisten.