Vinyl-LP Diese Scheibe ist ein Hit!
Jukeboxen: Der runde Bogen und die seitlichen, von hinten durchleuchteten bunten Kunststoffsäulen sowie die verschnörkelten Chromapplikationen wurden zum Markenzeichen der erfolgreichsten Jukebox-Firma der USA der vierziger Jahre: Wurlitzer. Für 10 Cents konnte man um 1945 Hits von Frank Sinatra oder Glenn Miller auf Schellackplatte lauschen. Dann kamen der Rock'n'Roll und die Single-Vinyl und die US-Firma Seeburg konnte ihre Musikautomaten am schnellsten der neuen Zeit anpassen. Mit 100 unterschiedlichen Songs bot der neue Musikautomat mehr als das Doppelte an Wahlmöglichkeiten als bisher. Die Jukebox bekam ein eckiges Erscheinungsbild mit schmalen Chromleisten und Glaseinsätzen, die im harten Licht der Leuchtstoffröhren glänzten; heckflossenförmige Teile erinnerten an Cadillacs, Leuchtapparaturen an Autorücklichter. Die Jukebox und der Rock'n'Roll wurden in den fünfziger Jahren zur Jugendkultur in den USA.
Handarbeit: Eine Mitarbeiterin verpackt am 16. Juni 2004 Langspielplatten der Optimal Media Production GmbH in Röbel, dem größten Schallplatten-Presswerk in Deutschland.
Erinnerungsstücke: Ein Plattenspieler aus dem Jahre 1968 mit der Beatles-Single "Twist and Shout" von 1963 und dem Wappenzeichen der Schallplattenfirma Emi Electrola, dem Hund Nipper.
An den Turntables: Zwei Studenten des Berklee College of Music in Boston während eines Kurses zum Erlernen von Turntable-Techniken. Trotz digitalem Fortschritts gehören die Vinylscheiben nach wie vor zum Rüstzeug eines jeden DJs, der etwas auf sich hält. Aufnahme vom 12. Februar 2004.
Futuristischer Plattenspieler: Dieses High-End-Gerät aus Acryl und Aluminium der Firma Transrotor wurde am 10. Juni 1997 für Werbeaufnahmen auf dem Pariser Platz vorm Brandenburger Tor aufgebaut. Der 30.000 D-Mark teure Plattenspieler wurde dort nicht nur von diesen Schülern bestaunt.
Elvis-Platten: Sammler Markus Henfling präsentiert am 23. Mai 2007 in Erfurt seine Schallplatten mit Musik Elvis Presleys. Der "King of Rock'n'Roll" produzierte von Mitte der fünfziger bis in die siebziger Jahre über 800 Titel und verkaufte bis zu seinem Tod im August 1977 über 500 Millionen Tonträger. 2007 ermittelte die Tonträgerindustrie 1,43 Milliarden abgesetzte Tonträger.
Beatles-LP: Dieser Apfel kreiste in den fünfziger und sechziger Jahren auf unzähligen Plattentellern und tut es auch heute noch. Das fruchtige Logo der Pilzköpfe, wie hier in der Mitte der Schallplatte "Abbey Road", ist auch heute noch begehrtes Sammlerobjekt bei Vinylfans. Aufnahme vom 4. Juni 2008.
Plattenboden: Besucher des "Museum of Contemporary Art" in Chicago laufen am 28. September 2007 über den mit Schallplatten bedeckten Boden. Dieser wurde von dem Künstler Christian Marclay gestaltet.
Blues im Abendkleid: Diese Aufnahme aus dem Jahre 1955 zeigt zwei Frauen in Abendkleidern, die sich das Cover einer Single von "Big Bill" Broonzy ansehen.
Turntables to Go: Mit solchen tragbaren Single-Plattenspielern wie diesem von Philips ging's in den fünfziger Jahren samt Lieblingssongs von Elvis, Chubby Checker oder Bill Haley in den Park oder an den Strand zum Petticoat-Schwingen. Aufnahme vom 21. Mai 1958.
Let's twist: Ein junges Paar tanzt 1963 zu den Klängen aus der Jukebox in einer Bar - ganz im Zeichen der Musik, wie die Notenschlüssel-Applikation in der Mitte des Lautsprechers symbolisieren könnte.
Mini-Grammophon: Janis James am 26. August 1958 in der Earls-Court-Arena in London. In den Händen hält sie ein "Wondergram" - ein kleines Präzisionsgrammophon ohne Plattenteller, das Schallplatten aller Größen abspielen konnte.
Schatzsuche im Plattenladen: Überall in Deutschland gibt es ihn nach wie vor: den kleinen Plattenladen. In Wohnzimmeratmosphäre kann man sich durch Berge von Platten wühlen, betreut von beeindruckendem, fachkundlichem Wissen, das Hand und Fuß hat. Ob bei 33rpm Records in Bremen, Optimal oder Hausmusik in München, a-musik in Köln, dense oder Hard Wax in Berlin oder den unzähligen Plattenläden zwischen Schanze und Karoviertel in Hamburg - hier findet man je nach Musikgeschmack, alles was das Vinylherz begehrt. Auf dieser Aufnahme vom 31. August 2001 durchstöbert ein Kunde die Raritäten im Best Records-Schallplattenladen in München.
Kylie auf Vinyl: Im größten deutschen Schallplattenwerk, der Optimal Media Production in Röbel an der Müritz (Mecklenburg-Vorpommern), werden jährlich ca. 5 Millionen Vinyl-Schallplatten gepresst. 130-200 Gramm Polyvinylchloridgranulat werden auf 140 Grad erhitzt, in Eishockeypuck-Größe geformt und schließlich zur Schallplatte gepresst. Hier prüft ein Mitarbeiter am 29. Januar 2007 die neue Single-LP "I Believe in You" von Kylie Minogue.
Dr. Peter Goldmark: Der amerikanische Ingenieur ungarischer Herkunft in einer Aufnahme aus dem Jahre 1968. Goldmark (1906-1977) war 36 Jahre lang Leiter der Entwicklungsabteilung bei CBS (Columbia Broadcasting System). Eine seiner glorreichsten Erfindungen war die Langspielplatte aus Polyvinylchlorid im Jahr 1948.
Eine kleine Scheibe Rock'n'Roll: Ein junges Mädchen hört Single-Vinyls auf ihrem kleinen Plattenspieler. An den Wänden ihres Teenagerzimmers die Idole einer ganzen Generation: Bill Haley, Elvis Presley und Peter Kraus. Der Rock'n'Roll wurde zum Massenphänomen - auch in Deutschland. Aufnahme aus dem Jahr 1963.
Plattensammler: Justin Wright (l.) und Jerry Wilmoth arbeiten sich am 2. März 2008 auf der "Music Collector's Convention" in Indianapolis durch Tausende Vinylplatten.
DDR-Schallplatten: Die Rentnerin Gisela Bruchner zeigt am 28. Januar 2004 im Museum der DDR-Produkte in Erfurt eine Auswahl von Schallplatten aus der DDR. Mehrere tausend verschiedene Exponate - Alltagsprodukte aus den Jahren 1949 bis 1989 - hat sie für ihr privates Museum, das seit 1998 für Besucher offensteht, zusammengetragen.
Absolut Plattenspieler: An einem Haus im Berliner Stadtteil Friedrichshain warb die Wodka-Marke Absolut im Jahr 2003 mit einem überdimensionalen Schallplattenspieler. Aufnahme vom 2. November 2003.
Vinyl is back!: Die Vinyl hat den Weg zurück in die Regale der großen Ketten wie Saturn oder Media-Markt gefunden. Noch vor ein paar Jahren gab es die schwarze Scheibe nur beim Hifi-Fachgeschäft um die Ecke, auf Sammlerbörsen oder Flohmärkten. Jetzt hat der Saturn in Köln ganze 20.000 LP-Titel in seinem Sortiment. Die Nachfrage an Schallplatten ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, die Vinyl erlebt eine Renaissance - auch in den USA, wie diese Aufnahme eines Regals des US-Einkaufsriesen Fred Meyer vom 4. Juni 2008 bestätigt.
Schellackplatte: Ein Musikethnologe des Berliner Lautarchivs präsentiert eine historische Schellack-Schallplatte. Das Archiv verfügt über 4500 Tonträger. Aufnahme vom 11. Dezember 2006.
"Das war nur ein Moment": Manche kennen Manfred Krug nur aus dem "Tatort" der achtziger Jahre. In der DDR war er in den siebziger Jahren vor allem wegen seines gesanglichen Talentes beliebt. Dieses bunte LP-Album von 1971 zierte im Osten so manches Regal. Aufnahme vom 26.08.2005.
"Schneewittchensarg": Dieter Rams, langjähriger Leiter der Designabteilung der Braun GmbH, betrachtet am 29. August 2005 in Kronberg einen der von ihm gestalteteten "Schneewittchensärge" aus dem Jahre 1955 - eine Kombination aus Radio und Schallplattenspieler.
Die Beatles auf Schellack: Diese Platte mit dem Titel "Please, Please me" von John Lennon und Paul McCartney lässt jedes Beatles-Plattensammlerherz höher schlagen. Denn sie ist nicht etwa aus Vinyl, sondern aus Schellack - gepresst in Indien im Jahr 1963 und eine echte Rarität. Denn in Deutschland und den meisten anderen westlichen Ländern wurden schon seit 1958 keine Schellackplatten mehr produziert oder verkauft. Die neue Vinyl-Schallplatte hatte schon seit geraumer Zeit das Zepter an sich gerissen. Aufnahme vom 3. Januar 2008, Beatles-Museum in Halle.
Einblick ins Lager: In Boxen gelagerte Schallplatten-Labels der United Record Pressing Company in Nashville am 25. Januar 2007.
Vinyl ist Trumpf: Wenn Dieter Thomas Heck in den siebziger Jahren jeden Samstag um 19.30 Uhr in seiner ZDF-Hitparade die besten deutschen Schlager präsentierte, saß ganz Deutschland gespannt vorm Flimmerkasten. Per Postkarte wählten die Zuschauer damals ihren Favoriten. In einer Sendung im Jahr 1977 präsentiert Heck eine Sammel-LP zur ebenfalls sehr beliebten ZDF-Sendung "Musik ist Trumpf" seines Kollegen Peter Frankenfeld.
Es lebe Vinyl! : Viermal im Jahr erscheint die Zeitschrift "Analog" der Analogue Audio Association - einem Verein, der sich ganz und gar dem Vinyl verschrieben hat. Seit seiner Gründung im Jahr 1990 setzen sich die Mitglieder aktiv für die Erhaltung und Förderung der analogen Musikwiedergabe ein. Die Zeitschrift informiert über das Vereinsleben, anstehende Veranstaltungen und den Stand der Technik in der Plattenspielerbranche. Darüber hinaus werden Vinyl-Neuerscheinungen vorgestellt und besprochen.
Moderner Vinyl-Abtaster: So sieht z. B. ein Rillenkratzer nach dem gegenwärtigen technischen Stand aus. Es ist erstaunlich, wie gut die Informationen waren, die bereits in der fünfziger Jahren in den Kunststoff geschrieben wurden (zum Ende der Fünfziger auch in Stereo!). Aber erst seit ein paar Jahren ist es möglich das auch auszulesen und wiederzugeben.