75 Jahre King Kong - DER SPIEGEL
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King Kong Der alte Affe Angst

Riesenpranken, Horrorgebrüll, Schlafzimmerblick: Als King Kong 1933 die Kinoleinwand eroberte, fesselte er Millionen - und musste als Symbol für Faschismusopfer, versklavte Wilde und Triebtäter herhalten. Dabei wollte der Dschungelkönig immer nur eines.
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Amour Fou: King Kong mit seiner Angebeteten, Ann Darrow - im Remake von 2005 verkörpert von Naomi Watts. So zahm und rührend wie in der Version von Regisseur Peter Jackson ist King Kong in seiner 75-jährigen Vita noch nie gewesen.

Foto: HO / REUTERS
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Mensch gegen Natur: Auf der entlegenen Insel Skull Island wird die schöne Schauspielerin Ann von Eingeborenen geraubt und dem Riesenaffen King Kong geopfert. Verzweifelt versucht die Filmcrew um Abenteurer Carl Denham, Ann zurückzuerobern - und muss dabei nicht nur gegen den Riesenaffen (Foto), sondern auch gegen Saurier und Echsen kämpfen. Waldzene aus dem Originalfilm von 1933.

Foto: Anonymous / AP
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Tod dem Dinosaurier: Mit Zähnen und Klauen verteidigt King Kong seine Ann gegen allerlei fiese Dinos - den Tyrannosaurus, den Erasmosaurus und, wie hier im Foto, den Pteranodon. Szene aus dem Originalfilm von 1933.

Foto: AP
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Kassenschlager: Das Filmplakat zu "King Kong", der am 2. März 1933 in New York Weltpremiere feierte. Bis zum Wochenende hatte der Film bereits 90.000 Dollar eingespielt - und das in Zeiten der Großen Depression. "Ann Darrow" wurde meisterhaft verkörpert von der US-amerikanischen Schauspielerin Vina Fay Wray; Regie führten Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack.

Foto: ddp images
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Japanischer Kong: Besonders die Japaner scheinen einen Faible für den Riesenaffen zu besitzen - nirgendwo sind die King-Kong-Variationen zahlreicher. In "Die Rückkehr des King Kong" (Japan 1962, Regie: Inoshiro Honda) muss sich ein modifizierter Kong gegen sein japanisches Pendant Godzilla durchsetzen.

Foto: ddp images
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"Frankensteins Sohn": Szene aus einer japanischen "King Kong"-Verfilmung von 1967, in der der Riesenaffe gegen einen Dinosaurier kämpft. Regie bei "King Kong - Frankensteins Sohn" führte Inoshiro Honda.

Foto: ddp images
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Trickreiches Monster: Der Erfolg von "King Kong" liegt vor allem in der sensationellen Arbeit von Cheftechniker Willis O'Brien begründet. Er hat es geschafft, den Riesenaffen mit Hilfe trickfilmtechnischer Finessen - etwa Stop-Motion-Animationen, Miniaturmodellen, komplizierten Rückprojektionen und der Glass-Shot-Technik - zum Leben zu erwecken. So lebendig wie damals wurden Monster erst wieder seit den 80ern, dank moderner Computertechnik.

Foto: ddp images
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Ungebremste Urgewalt: John Guillermin verfilmte den Klassiker "King Kong" im Jahr 1976 neu, mit Jessica Lange, Jeff Bridges und Charles Grodin in den Hauptrollen. Im Gegensatz zum Remake von Peter Jackson versetzte er die Geschichte um den Riesenaffen in die siebziger Jahre. So muss das Filmteam wegen der Ölkrise nach dem schwarzen Gold fahnden und King Kong klettert nicht aufs Empire State Building, sondern auf das World Trade Center - und wird am Ende von Düsenjägern abgeschossen.

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Schöne erledigt Biest: "Nein, nein, es waren nicht die Flieger. Er hat das Mädel zu sehr geliebt", sagt Carl Denham am Ende des Films. King Kong erlag der Schönheit der blonden Ann - die ihm zum Verhängnis wurde. Wer hätte da kein Mitleid mit dem toten Monster? Szenenfoto aus dem Hollywood-Remake von 1976 mit Jessica Lange als Ann.

Foto: ddp images
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Affentraum: Der Film "Affentraum" spielt im New York der Zukunft, in dem durch einen Virus tausende von Menschen gestorben sind. Ein Mann findet an einem Strand die Leiche von King Kong sowie dessen verwaisten Sohn. Er nimmt den kleinen Affen mit, um ihn aufzuziehen. Die Regie zu der französisch-italienischen Coproduktion von 1978 (Originaltitel: "Ciao Maschino beziehungsweise "Reve de Singe") führte Marco Ferreri; die Hauptrollen übernahmen Gerard Depardieu, Marcello Mastroianni und James Coco.

Foto: ddp images
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Animierter Gorilla: Plakat zum zweiten King-Kong-Remake von 2005. Anders als im Original aus der Vor-Computer-Zeit wird der animierte Riesengorilla in der Version von Peter Jackson tatsächlich von einem Schauspieler dargestellt - dank "Motion-Capture"-Verfahren.

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Alberne Affen: In "Jackass Nummer zwei" (USA 2006) wird die berühmte "King Kong"-Szene auf dem Empire State Building in New York von Preston Lacy (als King Kong) und Jason Acuna (als "weiße Frau") in etwas anderer Weise nachgestellt. Regie zu dem Klamauk führte Jeff Tremaine.

Foto: ddp images
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Das Original: Der erste "King Kong" von Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack feierte am 2. März 1933 in New York Weltpremiere. Ursprünglich war Edgar Wallace als Drehbuchautor vorgesehen, doch starb er zuvor und Schoedsacks Ehefrau Ruth Rose übernahm seine Aufgabe. Hier zu sehen ist die berühmte Filmszene, in der King Kong seine heißgeliebte "weiße Frau" Ann Darrow - gespielt von Fay Wray - in die New Yorker Stadtluft hält.

Foto: ddp images/Arthaus
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Riesenpranke: Jessica Lange alias "Ann Darrow" im "King Kong"-Remake aus dem Jahre 1976.

Foto: ddp images
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Lebenswerk: Bei "King Kong und die weiße Frau" erinnern viele Zuschauer nur den grandios animierten Riesenaffen. Doch auf der Totenkopfinsel verteidigt Kong die schöne Ann Darrow (Fay Wray) gegen diverse Saurier. Seine Arbeit an diesem Film machte den Trickexperten Willis O'Brien endgültig unsterblich.

Foto: ddp images/Arthaus
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Todeskampf: Zahlreich sind die Deutungsversuche der Schlüsselszene von "King Kong", als der Riesenaffe sich aufs Empire State Building rettet, dann aber von Flugzeugen abgeschossen wird. Besonders spannend: die psychoanalytische Interpretation. King Kong als triebhafte männliche Sexualität, die am Ende - auf dem phallisch emporragenden Turm - besiegt wird. Szenenfoto aus dem Originalfilm von 1933.

Foto: ASSOCIATED PRESS
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Scheiden tut weh: King Kong nimmt Abschied von Ann, bevor er vom Empire State Building geschossen wird. Szene aus dem zweiten Remake von 2005. Regie führte "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson, Naomi Watts spielte Ann.

Foto: ddp images
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