75 Jahre Metro Moskau Prunk für das Proletariat
Metro in Moskau: Am 15. Mai 1935 wurde Moskaus Metro eröffnet - sie zählt zu den schönsten der Welt. Der U-Bahnbau soll das Lieblingsprojekt Stalins gewesen sein. Ein Gemälde seines Konterfeis (Mitte) hängt an diesem Tunneleingang. Das Foto entstand knapp einem Monat nach der Eröffnung.
Pompöse Metrostation: In der Bahnhofshalle der Komsomolskaja-Metrostation in Moskau hängen Kronleuchter an den stuckverzierten Decken, die von Marmorsäulen getragen werden. Foto aufgenommen am 27. September 2003.
Komsomolskaja-Station: Zur Eröffnung der Station Komsomolskaja der Ringlinie am 24. März waren Hunderte Moskauer gekommen. Der Bahnhof wird oftmals als die schönste Station im gesamten Metronetz angesehen. Der Haltepunkt befindet sich unterhalb des Komsomolskaja-Platzes.
Unterirdische Paläste: Aufgrund ihrer teilweise sehr anspruchsvollen und pompösen Architektur werden die Moskauer Metrostationen als unterirdische Paläste bezeichnet, hier die Prospekt-Mira-Metrostation (Foto vom 27. September 2003).
Sozialistischer Klassizismus: Viele Stationen der Moskauer Metro sind aufgrund ihrer Prägung durch den sozialistischen Klassizismus zu Zeiten Stalins sehr prunkvoll ausgestattet.
Glanz und Armut: Bei allem architektonischen Glanz in den Moskauer Metrostationen gibt es auch eine andere Seite. Viele Obdachlose suchen Schutz in den Durchgängen. Auf dem Foto von 1990 bettelt ein Mann um Geld.
Tägliches Auf und Ab: Pendler auf den vier Rolltreppen der Kijewskaja-Station. Mit knapp 2,4 Milliarden Fahrgästen jährlich ist die Moskauer Metro eine der am stärksten benutzten U-Bahnen der Welt.
Tunnel-Netz: Am 14. Dezember 1951 werden letzte Arbeiten in einem Tunnel (hier zwischen den Stationen "Botanischer Garten" und "Kosomolskaja-Ring") einer neuen, acht Kilometer langen U-Bahnstrecke durchgeführt. Die Moskauer Metro gehört zu den U-Bahn-Systemen mit den tiefsten Tunneln der Welt.
Kunst in der U-Bahn: Der russische Künstler Sergeij Andriaka stellte seine Aquarelle in den Zügen der Moskauer U-Bahn aus. Die Ausstellung "auf Rädern", die von der Metro-Gesellschaft und von Andriakas Schule organisiert worden war, zeigte 35 Gemälde.
Bombenanschlag in Moskau: Feuerwehrleute tragen nach einer Explosion am 8. August 2000 ein Opfer aus der U-Bahnstation Tverskaja. Bei dem Terroranschlag während der Rushhour wurden acht Menschen getötet, 18 verletzt.
Trauer um 40 Opfer: Auch 2010 detonierte eine Bombe in der Moskauer Metro. Es gab 40 Tote und mehr als hundert Verletzte. Trauernde legen am 31. März 2010 an der U-Bahnstation Park Kultury Blumen für die Opfer des Selbstmordanschlags nieder.
Arbatskaja-Station: Die längste Streckenführung weist die Linie 3 Arbatsko-Pokrowskaja mit einer Länge von 43,7 Kilometern auf. Das Bild zeigt Rolltreppen in der Arbatskaja-Station. Foto von 2005.