Röhm-Putsch Nazis gegen Nazis
Mörderisches Quartett: Auf diesen Quartett-Karten erscheinen Adolf Hitler, sein SA-Stabsschef Ernst Röhm sowie Hermann Göring und Franz Ritter von Epp, nach der "Machtübernahme" preußischer Innenminister respektive Reichskommissare für Bayern, als einträchtiges Kleeblatt.
Extrablatt vom 30. Juni 1934: Mit einer Sonderausgabe verbreitete die Berliner Tageszeitung "B.Z." am 30. Juni 1934 - wie andere gleichgeschaltete Blätter auch - die Nachricht von der Absetzung von SA-Stabschef Ernst Röhm. Als Begründung mussten angebliche Putschpläne der SA herhalten.
Im Schatten Hitlers: Ernst Röhms organisatorischem Geschick verdankte Hitler eine schlagkräftige Prügeltruppe, die den Nazis vielerorts die Herrschaft über die Straße sicherten. Nach der "Machtergreifung" fürchtete Hitler die Geister, dier er gerufen hatte - und entledigte sich ihrer mit äußerster Brutalität. Von der Liquidierung ihrer Führungsriege erholte sich die SA nicht wieder, als Stütze von Hitlers Herrschaft diente fortan Heinrich Himmlers SS.
Röhms letzter Urlaub: SA-Stabschef Ernst Röhm (l.) verlässt im Juni 1934 in Lederhose das Hotel Hanselbauer in Bad Wiessee. Wenige Tage später wird er ebendort von Adolf Hitler als "Verräter" verhaftet und kurz darauf im Gefängnis von München-Stadelheim ermordet.
Am Mahnmal: Adolf Hitler und SA-Stabschef Ernst Röhm bei der Gefallenenehrung am Mahnmal während des NSDAP-Parteitags 1933 in Nürnberg. Sein Duz-Freund Röhm war einer von Hitlers ältetsten Weggefährten - was den "Führer" nicht daran hinderte, Röhm 1934 liquidieren zu lassen. Das Bild stammt aus dem Buch "Das Neue Reich, eine Bilderfolge aus unserer Zeit", ein Sammelalbum zum Reichsparteitag 1933 in Nürnberg.
Ernst Röhm in Hamburg: Hoch zu Pferde nimmt SA-Stabschef Ernst Röhm kurz vor seiner Ermordung einen Aufmarsch von SA, SS und NSKK-Einheiten im Hamburger Stadtpark ab.
Eröffnungsfeier in der Luitpoldhalle: Die Führungsriege der NSDAP am 31. August 1933 während der Eröffnungsfeier des "Reichsparteitags des Sieges" in der Nürnberger Luitpoldhalle. Von rechts nach links: Rudolf Heß, Adolf Hitler, Ernst Röhm, Franz Xaver Schwarz, Walter Buch, Robert Ley und Joseph Goebbels. Kein Jahr später ließ Hitler seinen alten Weggefährten Röhm, Chef der mächtigen SA, ermorden.
Hitler bei Filmpremiere: Bei der Premiere von Leni Riefenstahls Parteitagsfilm "Sieg des Glaubens" am 1. Dezember 1933 im Berliner Ufa-Palast sitzen Ernst Röhm und Adolf Hitler (1. und 2. v.l.) noch friedlich nebeneinander. Dahinter zu sehen sind Rudolf Heß, Joseph Goebbels und Wilhelm Frick)
Freunde und Rivalen: Beim "Reichsparteitag des Sieges" der NSDAP in Nürnberg vom 30. August bis 3. September 1933 präsentieren sich Adolf Hitler und Ernst Röhm ihren Anhängern Seite an Seite. Die latente Rivalität zwischen dem "Führer" und seinem bis zur "Machtergreifung" unentbehrlichen Mann fürs Grobe löste Hitler wenig später durch politischen Mord.
Vor dem Griff nach der Macht: Hitler im Gespräch mit Hermann Göring (M.) und Ernst Röhm (rechts) nach seiner Ankunft auf dem Flughafen Tempelhof am 22. April 1932. Als wohl erster Politiker benutzte Hitler ein Flugzeug, um Wahlkampf zu machen. Auf diese Weise konnte er drei oder sogar vier Wahlkampfauftritte pro Tag absolvieren.
Sammelbild von Ernst Röhm: Die im Überschwang nach der NS-"Machtübernahme" auf den Markt geworfene Sammelbildserie "Männer im Dritten Reich" enthielt auch ein koloriertes Porträt von SA-Chef Ernst Röhm. Nach seiner Absetzung und Ermordung wurde der Anbieter der Zigarettenbildchen im Juli 1934 angewiesen, die Abbildung des "Verräters des 30. Juni" aus der Serie zu entfernen.