75 Jahre Trikotnummern - DER SPIEGEL
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Trikotnummern An ihren Rücken sollt ihr sie erkennen!

Rot-weiße Socke hat den Ball, blaue Gamasche schießt! Im frühen Profifußball halfen modische Auffälligkeiten, die Spieler zu unterscheiden. Dann wurden die Rückennummern eingeführt. Seither stiften Trikotzahlen Verwirrung - und offenbaren mal Aberglaube, mal Rechenschwäche der Kickergrößen.
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Glücksbringer: Der Cottbuser Fußballer Sebastian Helbig trägt stolz die Nummer 34 auf dem Rücken. Hier während eines Bundesligaspiels im April 2002 gegen den TSV 1860 München. Die Zeit bei Energie Cottbus war auch die erfolgreichste des Stürmers. Diese Saison lief er als Nummer 7 für Dynamo Dresden auf den Platz und erzielte weniger Tore. Ob das an der Rückennummer liegt?

Foto: Florian_Eisele/ dpa
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Trendsetter Ede: Im "Kicker" vom 21. Februar 1939 wurden die in England neu eingeführten Rückennummern für Fußballspieler mit dieser Karikatur aufs Korn genommen.

Foto: Ralf Klee
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Die Nummer Eins: Die deutsche Torwart-Nationalfrau freut sich im September 2007 im chinesischen Hangzhou über die 1:0 Führung ihrer Mannschaft. Sie trägt die traditionelle Torhüternummer 1.

Foto: dpa
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Treuer Neuner: Der franzose Nicolas Anelka als Nummer 39 des Chelsea FC während eines Spiels im Januar 2008 gegen Tottenham Hotspur in London. Zuvor spielte er bereits als Nummer 9 für Liverpool FC und 19 für Real Madrid. Auch in der französischen Nationalmannschaft konnte der Fußballer im Confederations Cup 2001 in Japan und Südkorea bereits sein Talent unter Beweis stellen - als Nummer 9.

Foto: Getty Images
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Die ersten Nummern: Im Londoner Wemybley-Stadion verfolgten am 29. April 1933 92.950 Fußballfans das Spiel zwischen dem FC Everton und Manchester City (3:0). Sie konnten an diesem Tag zum ersten Mal die Spieler anhand von Rückennummer identifizieren. So sahen die Zuschauer, wie in der 52. Spielminute City-Keeper Len Langford mit der Nummer 22 den zweiten Treffer der "Tofees" durch Dixie Dean (r.) nicht verhindern konnte.

Foto: Broder-Jürgen Trede
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Der Neue: Erst im Januar 2008 wechselte Vicente Sánchez aus Uruguay zu den blau-weißen Schalkern. Der Fußballer spielt dort mit der Nummer 27.

Foto: dpa
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"Ich kann Euch sehen...": Der Fußball-Torwart trägt traditionell die Nummer 1 auf dem Rücken. Wie hier Frank Rost vom HSV im November 2007 in Hamburg, der seinen Abwehrspielern einen Kommentar zugestikuliert.

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Handarbeit: Eine Näherin befestigt im Juli 1939 auf einem Fußballtrikot für die Mannschaft von Manchester City die Nummer 4. Diese Nummer wurde damals traditionell von einem der Außenläufer getragen.

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Uns Uwe: Zu seinem 65. Geburtstag am 5. November 2001 bekam der ehemalige Fußballspieler Uwe Seeler ein Trikot mit seinem Namen und der Nummer 65. Während seiner aktiven Zeit als Spieler beim HSV war Seeler, der aus allen Situationen noch ein Tor machen konnte, einer der populärsten Stürmer Deutschlands. Außer bei der Nationalmannschaft spielte "uns Uwe" während seiner gesamten Karriere nur beim Hamburger SV.

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Fast ein Tor: Der Brasilianer Zico mit der Nummer 8 schoss am 3. Juni 1978 noch einen Treffer gegen Schweden in einem Weltmeisterschaftsspiel im argentinischen Mar del Plata. Das Tor wurde allerdings von dem Walisischen Schiedsrichter Clive Thomas nicht gezählt, da es nach dem Abpfiff fiel. Ein Glück für den schwedischen Torwart Ronnie Hellstrom und den Verteidiger Ingemar Erlandson mit der Nummer 5. Im Vordergrund steht noch der brasilianische Spieler Reinaldo mit der Nummer 9.

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Am Boden: Fertig mit den Nerven sitzt Donieber Alexander Marangon, der Torwart von AS Rom, am 10. April 2007 auf dem Spielfeld, nachdem Manchester United zum fünften Mal den Ball im Netz der Römer versenkt hatte. Seit 2005 steht der Brasilianer bereits für Rom im Tor, allerdings mit der Nummer 32. Als er zu Rom wechselte, saß er zu Beginn noch auf der Ersatzbank, da ein anderer die Nummer 1 auf dem Rücken trug. Auch sein Nachname passt nur abgekürzt zwischen seine Schultern. Das Spiel endete übrigens mit einem niederschmetternden 7:1 für ManU.

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Gutes Omen: Jürgen Klinsmann (9) umarmte Mario Basler (8) nach dessen Tor zum 2:0 Endstand gegen die Ukraine. Mit dem Sieg im Bremer Weserstadion war die deutsche Nationalmannschaft ihrer Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich wieder ein Stück näher gekommen. Da wirkte die Umarmung der beiden Spieler, deren Rückennummern zusammen die "98" ergaben, wie ein gutes Omen. Die Deutschen spielten dann auch mit bei der WM, verloren allerdings im Viertelfinale mit 0:3 gegen Kroatien.

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Trikotausch: Die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, tauschte beim Bundesparteitag der Grünen in Nürnberg im November 2007 mit DFB-Präsident Theo Zwanziger Trikots. Unter den wachsamen Augen von Winfried Hermann, dem verkehrspolitischen Sprecher der Partei, schenkte Sie ihm die Rückennummer 20er und bekam dafür ein Trikot mit der Rückennummer 19.

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Im eigenen Land: Argentiniens Präsident Jorge Rafael Videla gratulierte am 25. Juni 1978 seiner Nationalmannschaft zu ihrem Sieg bei der Weltmeisterschaft. Kapitän Daniel Passarella (19) freute sich mit seinen Teamkollegen Americo Gallego (6), und Osvaldo Ardilles (r.) besonders im eigenen Land Fußball-Weltmeister geworden zu sein.

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Ein Neuner im Fußball: Der Chesterfield-Trainer Day präsentiert die neuen Nummern auf den Trikots seiner Spieler, hier bei Dudley Milligan. Ab der Saison 1939 spielten die englischen Vereine mit Rückennummern, damit die Spieler besser erkannt werden konnten.

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Ein ungleiches Duo: Freudig zeigen der große und der kleine Bayern-München-Neuzuwachs Luca Toni (l.) und Franck Ribéry (r.) am 7. Juni 2007 ihre roten Trikots der versammelten Presse. Die beiden schießen seitdem mit den Nummern 9 und 7 Tore für den Rekordmeister.

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Drei Männer und ein Trikot: Voller Stolz präsentieren Manager Dieter Höneß (l.) und Trainer Lucien Favre (r.) im Januar 2008 den neusten Spieler des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin, den Serben Gojko Kacar. Laut Vertrag wird er noch bis Juni 2012 mit der Nummer 44 spielen.

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