A380: Triebwerksprobleme beim Riesenflieger - DER SPIEGEL
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A380 Triebwerksprobleme beim Riesenflieger

Hat Rolls-Royce die Fluggesellschaft Qantas über die Leistungsfähigkeit der A380-Triebwerke getäuscht? Ein Gerichtsdokument legt nahe, dass die Aggregate kaum bei voller Last zu betreiben sind. Ganze 75 Starts bei voller Leistung sind demnach möglich.
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Defektes A380-Triebwerk bei der Untersuchung: Das britische Fachmagazin "Flightglobal" zitiert aus einer eidesstattlichen Versicherung von Qantas. Demnach sollen bestimmte Varianten des betreffenden Triebwerks Trent 972 gerade einmal 75-mal bei vollem Schub genutzt werden können - dann müssten sie komplett ausgetauscht werden. Ursprünglich habe Rolls-Royce aber mindestens 2000 Starts ohne Einschränkungen versprochen.

Foto: ATSB / dapd
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Beschädigung im Flügel: Mit 443 Passagieren und 26 Besatzungsmitgliedern an Bord hatte sich der Quantas-Flug QF32 am 4. November gerade von Singapur auf den Weg nach Sydney gemacht, als an Bord zwei Knalls zu hören waren. Unmittelbar darauf stellte die Besatzung ein Problem am Triebwerk Nummer zwei fest, das auf der linken Seite des Flugzeugs liegt.

Foto: REUTERS/ Ulf M. Waschbusch
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Teil des defekten A380-Triebwerks: Das Problem: Rolls-Royce hat laut "Flightglobal" inzwischen neue Einsatzrichtlinien für die Triebwerke erlassen. Demnach sind mit den "B Mod"- und "C Mod"-Triebwerken nun gerade einmal noch 75 Starts bei voller Triebwerksleistung zulässig, dann muss das Aggregat ausgetauscht werden.

Foto: ATSB / dapd
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Defektes Triebwerk: Ein Ölbrand soll laut dem Bericht der australischen Luftsicherheitsbehörde die Explosion ausgelöst haben. Metallteile durchschlugen den linken Flügel und rissen ein Leck in die Treibstoffsysteme.

Foto: Str/ dpa
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Bauteil mit Ermüdungsriss: Ein Firmensprecher von Rolls-Royce wollte sich nicht im Detail zu der aktuellen Diskussion äußern. Das Unternehmen arbeite mit der Fluglinie weiterhin gut zusammen. Weitere Äußerungen halte man für unangemessen.

Foto: ATSB / dapd
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Ende des Pannenflugs am 4. November: Qantas ist die einzige Fluggesellschaft, die an ihren A380-Maschinen die Trent-972-Triebwerke einsetzt. Singapore Airlines und Lufthansa arbeiten mit Trent-970-Aggregaten, die einen etwas geringeren Schub erzeugen.

Foto: Str/ dpa
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Techniker mit einem Trent-900-Triebwerk (in Arnstadt, Juli 2010): Die Schwierigkeiten mit den Rolls-Royce-Turbinen beeinflussen inzwischen sogar die Produktion von neuen A380-Exemplaren.

Foto: dapd
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Abgestürzte A380-Triebwerksverkleidung (auf der indonesischen Insel Batam, November 2010): Der schwere Defekt an einem A380-Triebwerk lässt Qantas und Rolls-Royce nun streiten.

Foto: ALIF AJA/ AFP
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Beschädigtes Triebwerk: Fluggesellschaften können das Flugzeug mit zwei verschiedenen Motoren kaufen - von der sogenannten Engine Alliance der Hersteller General Electric und Pratt & Whitney sowie von Rolls-Royce. Auf dem Quantas-Flug QF32 kam ein Rolls-Royce Trent 900 zum Einsatz.

Foto: DAVID LOH/ REUTERS
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Qantas-Chef Alan Joyce (im August 2010): Das Unternehmen hat seine sechs A380 inzwischen wieder in die Luft geschickt.

Foto: TORSTEN BLACKWOOD/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?