Abenteurer - DER SPIEGEL
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Abenteurer Harakiri im Polarmeer

Es war ein tollkühner Trip ins ewige Eis: 1912 unternahm Leutnant Herbert Schröder-Stranz aus Westpreußen eine Expedition in die Arktis - mit tragischem Ausgang. Knapp hundert Jahre später sind Filmaufnahmen der Katastrophenfahrt aufgetaucht, die den mörderischen Kampf gegen die Kälte zeigen.
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Tollkühne Abenteurer: Mit einer 15-köpfigen Besatzung brach der preußische Leutnant Schröder-Stranz 1912 vom norwegischen Tromsö zu einer Expedition ins Nordpolarmeer auf. Nur wenige kehrten zurück.

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Zweimastschoner "Herzog Ernst": Das Expeditionsschiff, mit dem die Crew um Leutnant Schröder-Stranz 1912 ihre Reise in die frostige Fremde antrat - gefangen im Eis. Die Entdeckungsfahrt in die Arktis endete für die meisten der Teilnehmer tödlich.

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Hermann Rüdiger und Christopher Rave, zwei Teilnehmer der Polarexpedition, die 1912 mit Herbert Schröder-Stranz in die Arktis aufbrachen, vor einem Haus in Sorge Bai. Die beiden harrten zwei Monate lang bei zeitweise Minus 20 Grad in einer Trapperhütte aus - und überlebten die Katastrophenfahrt.

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Dickes Fell: Leutnant Schröder-Stranz in voller Montur, wahrscheinlich vor Beginn der Polarexpedition im Jahr 1912. Der Westpreuße war der Initiator der Katastrophenfahrt in die Arktis, die für die meisten Mitglieder der Besatzung tödlich endete.

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In der Eiswüste: Die Schröder-Stranz-Expedition zum Polarmeer im Jahr 1912. Die Crew hatte sich während der Erkundungsreise in mehrere Gruppen zerstreut. Auf dem Bild ist wahrscheinlich die Gruppe um Chrisopher Rave zu sehen, die wochenlang durch die Eiswüste irrte. Schröder-Stranz selbst zog in einer Harakiri-Aktion mit drei weiteren Mitgliedern zu Fuß durchs Packeis der spitzbergischen Insel Nordaustland und kehrte nie zurück.

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Aufbruch ins Eis: Der Leiter der Polarexpedition, Herbert Schröder-Stranz (rechts) mit Alfred Ritscher. Vom norwegischen Tromsö brachen die jungen Männer im Jahr 1912 zum Nordpolarmeer auf.

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Schlitten statt Schiff: Besatzungsmitglieder der Polarexpedition von 1912/13 beim Trainieren von Schlittenhunden. Während der Katastrophenfahrt im Polarmeer zerschlug sich die 15-köpfige Expeditionsgruppe. Nur wenige der Teilnehmer konnten schließlich im April 1913 gerettet werden, größtenteils schwer verletzt.

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Zurückgelassener Schuh: Falk Mahnke, Mitarbeiter des Extremreisenden Arved Fuchs, auf den Spuren der Nordpolar-Expedition von Herbert Schröder-Stranz.

Foto: Arved Fuchs / Spiegel TV
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Spuren eines Dramas: Abenteurer Arved Fuchs (l.) und sein Mitstreiter Falk Mahne vor dem Bretterverschlag, in dem Christopher Rave und Hermann Rüdiger 1912 über zwei Monate bei zeitweilig Minus 20 Grad hausten. "Ja, wir hofften eigentlich nicht mehr!", bekannte Rüdiger später in seinem Erlebnisbericht.

Foto: Arved Fuchs / Spiegel TV
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